Yacyretá: Unerwartete Zahlungsbereitschaft

Ayolas: Wenn auch etwas seltsam anmutend, bezahlte die argentinische Regierung die kompletten Schulden, die es seit dem Jahr 2016 anhäufte in drei Raten. Eine Grund dafür ist liegt quasi auf dem Silbertablett.

Aufsehen erregend war es allemal. Nachdem über Jahre nur in Kleinstbeträgen die Schulden für Energie aus dem zweistaatlichen Wasserkraftwerke an Paraguay bezahlt wurden, erhielt die paraguayische Regierung in drei Zahlungen, am 15. Januar und am 19. Februar 2019 insgesamt 84.741.161 US-Dollar.

Grund für die unerwartete Zahlungsbereitschaft der Argentinier ist die Ausschreibung für die Bestückung des Paraná Seitenarms Aña Cua, der eine Investition von 360.000.000 US-Dollar vorsieht und im März beginnt. Nur wer seine Schulden zahlt hat eine gute Ausgangsposition bei der Vergabe der Arbeiten und der Planung folgender Schritte.

Ende dieses Jahres wird eine weitere Zahlung in Höhe von 52 Millionen US-Dollar für nicht genutzte Energie von der paraguayischen Seite erwartet.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Yacyretá: Unerwartete Zahlungsbereitschaft

  1. „nicht genutzte Energie“ … hmmm, bekomm ich jetzt dann von der ANDE auch Geld wenn ich keine Energie nutze ?? wäre ja sinnvoll das ganze, ich machs für 1 Mio USD pro Monat spezialpreis, das wär doch dann ein schnäpchen für die ANDE

  2. „Nichtgenutzte Energie“ bedeutet Paraguay verbraucht weniger Strom (schoepft seinen Anteil an Yacyreta also nicht aus), welcher dann an die argentinier verkauft wird.
    Die Argentinier brauchen all den Strom ihres 50% Anteils und es mangelt noch an Strom da das Land eben viel mehr produziert als Paraguay (mehr Industrie, BIP).
    Diese ganzen Doppelstaatlichen Kraftwerke scheinen so eine Art von Zwangsehe zu sein ohne Scheidungsmoeglichkeit: einmal muss der paraguayo unterm Bett schlafen und hoert oben das Bett quietschen und das naechste mal geht der paraguayer fremd wo der „Arschentino“ unterm Bett das Nachsehen hat. Aehnlich wie die ACOMEPA der Mennoniten und die Interkolonialen Beziehungen.

    1. Hehe, gut beschrieben.

      Über diesen unerhofften Zahlungseingang freuen sich die Yacyreta-Beamten bestimmt sehr. Da gönnen sich die Directores und Super-Superintendentes und „Nicadrón“ (Zitat eines Forenkommentars in der ABC) eine schöne, fette Zulage. Gönne ich diesen Pappnasen im Anzug natürlich nicht.

  3. Wenn Yacyretá 52 Millionen US-Dollar erhält, kann man 20 Millionen für die Löhne von Angestellten, Berater und Amigos abziehen (pro Jahr). Immerhin braucht es in Yacyretá 2.200, fast 3x mehr Angestellte, Berater und Amigos als auf argentinischer Seite mit 800 Angestellten. Dann bleiben noch 32 Millionen US-Dollar übrig. Das reicht dann auch noch für ein zwei soziale Projekte für die Armen und Bedürftigen, die dann 40 Euro pro Monat erhalten, um die Not zu lindern. Diese ein zwei sozialen Projekte müssen natürlich auch mit Löhne für Angestellten, Berater und Amigos der Verwaltung dieser ein zwei sozialen Projekte abgegolten werden. Wieviel dann von den 32 Millionen noch US-Dollar für die Allgemeinheit übrig bleibt ist für mich als Außenstehenden natürlich nicht abzuschätzen, nur, dass man nichts an Strukturverbesserung im Land erkennen kann, für wessen Erbauung und Unterhalt man nicht weiter Kredite in Milliarden US-Dollar aufnehmen müsste.

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