Yby Yaú nach dem Mord

Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwochmorgen die Estancia „Matías Del“ etwa fünf Kilometer von Yby Yaú untersucht, deren Besitzer verdächtigt wird, den Mord an Magdaleno Silva in Auftrag gegeben zu haben. Der Vorarbeiter des Landgutes wurde vorübergehend festgenommen, ansonsten trafen die Beamten niemanden an. Bei der Durchsuchung fanden sie eine Schrotflinte, eine Pistole und ein Magazin für ein Maschinengewehr.

Der Bürgermeister von Yby Yaú, dem Wohnort von Silva, Elvio López, floh nach Angaben von Última Hora nach Pedro Juan Caballero und bat dort um Polizeischutz, da er um sein Leben fürchte. López war einer der größten Opponenten Silvas, letzterer beschuldigte den Bürgermeister öffentlich Drahtzieher des Attentats, das im vergangenen September auf ihn ausgeübt wurde, zu sein. López bat damals in einer Pressekonferenz unter Tränen, Silva möge sein Leben verschonen.

Der Opfer des Angriffs, bei dem fünf Personen starben und eine schwer verletzt wurde, gelangte zunächst in das Gesundheitszentrums von Yby Yaú. Der Direktor des Zentrums, Arsenio Fretes, war politisch aktiv und arbeitete für den Abgeordneten Alsimio Casco, den Silva nach Aussage des Gouverneurs beschuldigt hatte, nach seinem Leben zu trachten. Er berichtete gegenüber der Presse, dass der Bruder von Magdaleno Silva, Tito, ihn im Gang des Gesundheitszentrums abgepasst habe. Dort habe er ihm vorgeworfen: „Endlich habt ihr erreicht, dass man meinen Bruder umbringt.“ Der Arzt bekräftigte, nichts mit der Tat zu tun zu haben, worauf Tito eine Pistole gezogen und auf den Mediziner geschossen habe. Die Waffe habe allerdings versagt, so dass der Fretes unverletzt blieb. Er wolle Anzeige erstatten.

Die Polizei nahm einen weiteren Verdächtigen fest, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags in Begleitung Silvas befand und die Begebenheit unverletzt überlebte. Die Aussagen des Mannes seien widersprüchlich und deckten sich nicht mit den Aufzeichnungen der Videokamers der Residenz des Politikers. Es wurden noch mehr Verdächtige festgenommen und einer der Staatsanwälte versicherte, man habe die Tatbeteiligten bereits identifiziert, wolle die Namen aber aus ermittlungstechnischen Gründen noch nicht öffentlich bekannt machen.

Quelle: Última Hora

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