Yerba Landwirte haben Angst vor Frost

Die Yerba Ernte hat in vielen Teilen Paraguays schon begonnen. Auch im Departement Guairá sind einige Landwirte dabei die Yerba Blätter zu pflücken und in die Fabriken zu liefern. Im Raum Paso Yobai wird auf etwa 7.000 Hektar das landwirtschaftliche Produkt angebaut.

Harald Loris ist ein Agronom aus der Kolonie Nansen, der in etwa 10 Hektar Fläche besitzt. „Ich beginne erst etwas später, Ende Juli, Anfang August mit der Yerba Ernte. Zurzeit sind die Fabrikbesitzer damit beschäftigt ihre eigenen Flächen abzuernten. Sollte aber wirklich, wie angekündigt, diese Woche ein starker Frost kommen, frieren die Blätter ab und der Schaden ist immens“, sagte Loris. Er fügte an, das Produkt werde in die Fabrik Aromatica geliefert, die nicht weit entfernt sei. Sie gehört Edwin Peter Grunert und ist schon Jahrzehnten in Familienbesitz.

„Dieses Jahr werden 1.850 Guaranies pro Kilo Yerba Blätter von unserem Unternehmen bezahlt“, sagte Sylke Grunert Peter. Sie fügte an, erst in Kürze könnten andere Landwirte ihre Produkte anliefern, die eigene Ernte sei noch nicht abgeschlossen.

„Letztes Jahr lag der Preis bei der Yerba noch etwas höher, aber ich habe dieses Jahr einen höheren Ernteertrag durch bessere Anbaumethoden und intensiver Düngung, deshalb kann der niedrigere Preis durch ein größeres Volumen wohl kompensiert werden. Ich kann sechs bis sieben Tonnen Yerba Blätter pro Hektar ernten. Aber nur wenn das Wetter mitspielt“, sagte Loris. In der Zone gab es in den vergangenen Wochen schon leichte Nachtfröste.