Zahlen sagen mehr als Worte

Asunción: Obwohl die Banco Basa, Eigentum von Horacio Cartes die Beteiligung an Geldwäsche mittels Verkauf von Reales an brasilianische Banken vehement bestreitet, zeigt die Marktbeteiligung seit Messers Flucht einen extrem starken Rückgang. Woran das wohl liegen mag?

Wenn man die Bilanzen der Banco Basa Jahr für Jahr vergleicht, wird ersichtlich, wie groß die Beteiligung am Devisenverkauf an die brasilianischen Banken Rendimento und Paulista war. Im Jahr 2017, als Horacio Cartes noch Präsident war und Darío Messer noch aktiv Geld wusch, erreichte die Banco Basa fast 40% aller Devisenverkäufe paraguayischer Banken. Dies ist seltsam, da das Vermögen der Banco Amambay, wie sie damals noch hieß, nur 3,8% des Banksystems umfasst und nicht einmal 5% aller möglichen Bankkunden beherbergte.

Im darauffolgenden Jahr, als Mario Abdo das Ruder übernahm und Dario Messer ab Anfang Mai auf der Flucht war, sank die Beteiligung aller Devisenverkäufe auf 33% des Marktvolumens. Staatsanwaltschaftliche Untersuchungen in Brasilien begannen und hatten auch die Banco Basa im Visier. Das allein ist noch kein Indiz, wenn man nicht auch die Jahre 2019 und 2020 mit in Betracht zieht.

Bei der Messer Kommission im Kongress wurde Eduardo Campos, damaliger Präsident der Banco Amambay vorgeladen, um über die Verwicklung in Geldwäsche sich zu äußern. Er, heute Direktoriumsmitglied der Banco Basa, stritt alle Anschuldigungen ab. Nur Monate später war er es persönlich, der Messers Freundin 600.000 US-Dollar finanzielle Hilfe in bar übergab. Im Jahr 2019 sank die Beteiligung an Devisenverkäufen der Banco Basa auf 18%.

Jetzt, wo Messer verurteilt hinter Gittern sitzt und selbst die Banco Basa als Teil seiner Geldwäsche in Paraguay benannte, was wiederum bei Basa abgestritten wurde, sank die Beteiligung der Basa Devisenverkäufe auf nur 4% des Gesamtvolumens.

Wochenblatt / 5días

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4 Kommentare zu “Zahlen sagen mehr als Worte

  1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Interessant. Genauso aber findet man die Wahrheit heraus. Daten vor und nachher vergleichen und dann die richtigen Schlussfolgerungen schliessen. Nur leider funktioniert diese Logik bei Seuchenanalyse leider bei den Coronaleugnern nicht. Auch kann man mittels dieser Indizienbeweise, Beweise die auf einen Sachverhalt Hinweisen (eben “indizieren” von Lateinisch “indicare”), sehr genau ermittelt werden dass es mit Deutschland bergab ging als es mit dem Christentum da bergab ging und zwar etwa ab 1968. Das alles sind Indikatoren die genau wie in diesem Fall eigentlich statistisch gueltig sein sollten – nur will man sie nicht wahrhaben.
    Der Mensch als Gesetz fuer sich bedeutet immer Willkuer und daher kommt man “um eine Hoehere Gewalt” nicht umhin. Ich meine, selbst das gesamte Wissen der Menschen versteht ja nicht mal die DNA eines kleinen COVID-19 Virus – wie um Himmels willen denn soll der Mensch vom Affen abstammen oder “gerade mal so” ein Urknall die DNA erschaffen haben. Da kann man ja dem Wochenblatt auch sagen dass die Software mit der diese Zeitung laeuft, von selbst entstanden waere. Bis jetzt gab es sowas noch nicht dass eine Software sich selbst schrieb.
    Wenn wir gerade bei Software sind: Tor funktionierte mit dem reCaptcha des WB nicht weil wahrscheinlich beim Tor Browser das Ad-On namens Noscript installiert ist. Ich habs jetzt auf einem anderen Browser mit einem VPN, HTTPS Everywhere und Privacy Badger installiert und das Einloggen im WB funktionierte wieder nicht. Es ist also definitiv das Programm “Noscript” dass die Registrierung bei Tor unmoeglich macht.

    1. Nur kurz zur These, daß der Mensch angeblich vom Affe abstammen soll: Bei gewissen Menschen kann ich mir das tatsächlich so vorstellen! Sie scheinen geistig auf der Entwicklungsstufe von Affen geblieben zu sein und leben lediglich ihre angeborenen Urinstinkte aus, wie Essen, Trinken, Sex und Machtstreben. Doch der Mensch ist zu mehr bestimmt. Daher hat er von Gott einen Verstand und eine Seele bekommen – aber sie wissen damit nichts anzufangen.

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