Asunción: Während das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) im April Anstrengungen unternahm, die Schulden bei den Bauunternehmen zu begleichen, hat das Gesundheitsministerium im vergangenen Monat keinerlei Zahlungen geleistet.
Dies berichteten die mit den über 20 Bauprojekten beauftragten Unternehmen in den Departements Central, Paraguarí und Cordillera. Die Gesamtschuld beläuft sich auf über 8 Millionen US-Dollar.
Obwohl die Gesamtsumme der Schulden im Vergleich zu den Großprojekten des MOPC nicht besonders hoch erscheint, werden die Projekte der Familiengesundheitszentren (USF – Unidades de Salud de la Familia) von kleineren Unternehmen mit deutlich geringerer Finanzkraft durchgeführt. Daher sind die Auswirkungen der Zahlungsverzögerungen auf die Finanzen dieser Auftragnehmer extrem gravierend.
Das Brisante an diesem Fall ist, dass die ausbleibenden Auszahlungen zur Tilgung der Schulden nicht auf einen Mangel an Ressourcen zurückzuführen sind, sondern auf eine Prioritätensetzung der Regierung. Zu 100 % der Fälle liegt eine externe Finanzierung vor, und die Mittel zur Bezahlung der Arbeiten sind auf den Konten des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen verfügbar.
Ein weiteres Merkmal der USF-Bauarbeiten des Gesundheitsministeriums ist der hohe Bedarf an Arbeitskräften, da im Gegensatz zum Straßenbau kaum Maschinen eingesetzt werden. Das bedeutet, dass ein Baustopp eine beträchtliche Anzahl von Menschen arbeitslos macht und deren Familien ohne Einkommen dasteht.
In einigen Fällen haben die Unternehmen seit Juni vergangenen Jahres kein Geld mehr erhalten. Für ein kleines oder mittleres Unternehmen ist es äußerst schwierig, die Gehälter der Arbeiter weiterhin zu zahlen, sodass die Betriebe unweigerlich gezwungen sind, ihr Personal zu reduzieren.
Wochenblatt / Economia Virtual















