Zeit politische Gefälligkeiten einzulösen

Asunción: Während ein Regen von Anzeigen und Klagen über die PLRA Kandidaten und Regierungsmitglieder niedergeht, kann nur geraten werden, welchen Gehalt diese noch nach den Wahlen haben. Die Mehrzahl der Anschuldigungen sind entweder über zwei Jahre alt oder noch nicht ausreichend untersucht. Da der Großteil der Belege über die Tageszeitung Abc Color zum Vorschein kamen und diese schon vielmals bewusst falsche Informationen verbreitet  hat (z.B. über Camilo Soares), sollte man erfahrungsgemäß etwas vorsichtig damit sein.

Der Präsident des Institutes für ländliche Entwicklung, Luis Ortigoza  wurde noch vor einer Anhörung im Abgeordnetenhaus von der Staatsanwaltschaft angeklagt weil der Landkauf von 5.700 ha zur Allianz mit der Unace geführt haben soll. Aber auch der Präsidentschaftskandidat der PLRA, Efraín Alegre wird wie sein Stellvertreter Rafael Filizzola mit Anklagen und Beschuldigungen überhäuft, für die es derzeit keinerlei greifbare Beweise gibt, erklärte Staatsanwalt Luis Piñanez. Die Anhörungen bzw. Verteidigungen werden natürlich erst nach dem 21. April 2013 stattfinden.

Jedoch steigt der verbale Aggressionslevel der Anhänger beider Parteien weswegen Auseinandersetzungen bis hin zum Wahltag nicht auszuschließen sind. Kurz vor den Wahlen werden Paraguayer ständig von den Parteien fanatisiert.

(Wochenblatt)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Zeit politische Gefälligkeiten einzulösen

  1. Wäre interessant zu wissen welche Anschuldigungen von ABC gegenüber Camilo Soares falsch sind. Bis jetzt hat noch kein Prozess statt gefunden, daher kann er auch fürs Parlament kandidieren. Anschließend genießt er Immunität und die Sache verläuft im Sand. Überfakturierung, Entsalzungsanlagen im Chaco etc. sind Monumente der Korruption wo er beteiligt ist.

    Eindeutige Beweise hat Patria Querida (Sebastian Acha) vorgelegt und wofür Soares ins Gefängnis gehen müsste. Aber tranquilo, in Paraguay geht man wegen Korruption nicht ins Gefängnis.

    1. Wenn auch einige Anschuldigungen stimmen mögen war die Lohnfortzahlung durch das SEN eine Finte, wozu die ABC Color eine „Dementierung“ schreiben musste. Nichts desto trotz haben alle Parteien ihre Haifischbecken un das nicht nur in Paraguay.

      http://www.abc.com.py/edicion-impresa/politica/camilo-soares-siguio-cobrando-sueldo-en-la-sen-despues-de-ser-destituido-553335.html

      http://www.abc.com.py/edicion-impresa/politica/camilo-demuestra-que-no-cobro-una-vez-suspendido-553731.html

  2. Es ist richtig Herr Päßler was sie anführen.

    Aber es geht nicht um Lohnfortzahlungen sondern, warum Soares unter Lugo abgesetzt wurde oder besser gesagt ihn Lugo aus der Schusslinie bringen musste. Keiner dieser Korruptionsvorwürfe konnte bis heute von Soares entkräftet werden. Im Gegenteil, sie haben sich nach gründlicher Untersuchung erhärtet.

    Die Staatsanwaltschaft schläft. Oder lässt sich bei den Ermittlungen Zeit.

    Die Betrugssumme ist, verglichen mit den Raubzügen anderer Raubritter, gering. Bei einem öffentlichen Prozess könnte einiges ans Tageslicht kommen, was von seiten verschiedener Politiker nicht erwünscht ist.

    Daher hat es mit einem Prozess keiner so richtig eilig. Und als dritter auf der Wählerliste ist ein Mandat in greifbarer Nähe und dann erledigt sich die Sache von selber.

  3. Schlammschlachten vor Wahlen sind eine leider übliche Erscheinung. Die Matadore werden von Tag zu Tag nervöser und glauben mit einem Kübel Mist über die Gegenparteien und deren Kandidaten sei Boden wett zu machen. Dabei unterschätzen sie die Wähler. Denen geht das meiste dieses Gebrülls nämlich an einem bestimmten Körperteil vorbei. Aber das erfahren die Matadore erst bei ihrer Wahlanalyse. In anderen Ländern, sicher auch in Paraguay, kann die Immunität von Abgeordneten wegen eines Strafverfahrens sehr wohl aufgehoben werden. In D ist das selbstverständlich regelmäßig der Fall. Daher können sich die künftigen Abgeordneten oder auch Spitzenpolitiker nicht in Sicherheit wiegen. Jüngstes Beispiel ist der Expräsident von Frankreich Sarkozy. Ihm wird wohl der Prozess wegen einer Parteispende von einer dementen Spenderin wegen Ausnutzung von deren Schwäche gemacht werden.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.