Zeuge Jehovas hat Bluttransfusion zu akzeptieren

Asunción: Die Berufungskammer ermächtigte das Nationale Polizeikrankenhaus “Rigoberto Caballero“, eine Bluttransfusion an Felix Alberto Cuenca, einen Polizeibeamten, der sich derzeit im Krankenhaus befindet, durchzuführen. Cuenca lehnte es ab, Blut zu erhalten, weil seine Religion (Jehovas Zeuge) dies nicht zulässt.

Die Berufungskammer entschied zugunsten des des Generalkommissars Ricardo Scavenius Cristaldo, der die Aufhebung des Einspruchs von Cuenca forderte, weil er in einem ernsthaften Zustand in das Krankenhaus “Rigoberto Caballero“ eingewiesen wurde. Cuenca lehnte es ab, eine Bluttransfusion zu erhalten, mit der Begründung, dass seine Religion (Jehovas Zeuge) dies nicht zulasse.

Die Kammer bestätigte die Entscheidung von Richter Miguel Palacios auf der Grundlage von Artikel 4 der Nationalen Verfassung, in dem es um “das Recht auf Leben“ geht. Obwohl Cuenca andere alternative Wege zur Transfusion forderte, gaben die Ärzte an, dass es aufgrund des kritischen Zustands des Patienten keine andere Möglichkeit für die Behandlung seiner Krankheit gäbe

In diesem Fall standen sich die zwei Komponenten, das Recht auf Leben und die Religionsfreiheit gegenüber. Die erstgenannte hatte mehr Gewicht. Dies liegt daran, dass das Recht auf Leben in der Nationalen Verfassung oberste Priorität hat und über der Religionsfreiheit steht.

Wochenblatt / ABC Color

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11 Kommentare zu “Zeuge Jehovas hat Bluttransfusion zu akzeptieren

  1. Nun, dann darf ein „Soldat des Himmels“ auch nicht bei der Polizei arbeiten. Als Polizist ist er auch Soldat, nämlich zum Schutz der Bürger des Landes und nur auf nationaler Ebene, nicht international. Aber als exklusiver „Soldat des Himmels“ darf er dann auch nicht bei der Polizei arbeiten. Vielleicht dachte er auch, wenn er zur Polizei geht, dann hat er es näher in seine Kaserne.

  2. Wenn ein Zeuge Jehovas wegen dieser kruden Dogmen stirbt, was ja schon öfter passiert ist, kommt das einem Selbstmord gleich, allerdings nicht weil die Person lebensmüde ist, sondern aufgrund des Kadavergehorsams gegenüber der Sektenführung. Gut, wenn ein Staat da seiner Fürsorgepflicht nachkommt, und diesem lebensgefährlichen Schwachsinn Einhalt gebietet.

      1. „Mit Rechtszwang dafür zu sorgen, dass jemand auf eine Weise stirbt, die man selbst für richtig hält, die er aber als Widerspruch zu seinem fundamentalen Selbstbild empfindet, ist eine düstere Form der Tyrannei.“ (Ronald Dworkin)

  3. Wo kommt denn der Glaube her, der besagt, dass es Krankheiten gäbe, die mit einer Bluttransfusion zu heilen wäre? Gut ausgebildete Ärzte wissen, dass es bessere Alternativen gibt, aber Organisationen, die mit dem Blut Geld verdienen (wie zB das rote Kreuz), reden den Leuten ein, dass einzig die Transfusion hilft (fürs Geschäft vielleicht…)

    1. @Michael, ich verstehe nicht viel von Medizin und weiß nicht ob das richtig ist, was ich schreibe. Persönlich gehe ich aber davon aus, dass mit „Bluttransfusion“ nicht unbedingt gemeint ist, Blut zu verabreichen, um Krankheiten zu heilen, sondern, wenn zB. jemand bei einem Unfall viel Blut verloren hat, dieses wieder „nachzufüllen“, weil es viel zu lange gehen würde bis der Körper das Blut wieder „hergestellt“ hat. Ich stelle mir vor, wenn jemand mit dem Moto einen Unfall hat und 1-2 Liter Blut verliert, dann „füllt“ man dieses wieder nach, weil ein erwachsener Mensch ca. 5 Liter Blut hat. Auch bei Operationen, so nehme ich an, kann da was Blut auslaufen und das füllen sie dann wieder nach, hoffentlich etwas geschickter als hiesige Automecanicos, die einfach die ganze Flasche Öl nachfüllen, weil es halt so viel in der Flasche hat, so ein Ölmessstab ist ja nur Schikane der Automobilindustrie.
      Persönlich finde ich das einen völligen Humbug aus religiösen Gründen etwas zu verweigern, zB. Schweinefleisch-Essen bei den Musels, Fleisch mit Blut bei den Juden oder die logische Konsequenz, wenn man viel Blut verloren hat, wieder „nach zufüllen“ zu verweigern.
      Interessant wäre einmal die Meinung eines Ziegen-Jehovas zu erfahren, der Arzt ist von Beruf, was der zum Thema meint. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend ein vernünftiger Mensch, der man wohl ist als Arzt oder Ärztin, in die Ziegen-Jehovas-Falle tappt.

  4. was für eine doppelmoral….. der staat kümmert sich ja sonst auch nicht um die menschen, aber in diesem fall natürlich schon.
    was geht es eigentlich den staat an, was ich mit meinem leben mache. absolute frechheit sowas………

  5. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Nicht nur Bluttransfusion sondern auch Infusionen, also Blutzufuhr lehnen die ab.
    Im Blute sei das Leben heisst es wohl in der Bibel, wo die JW ihre eigene Version erschaffen haben mit drastischen Abaenderungen um ihre Doktrin zu rechtfertigen. Wenn also das Leben im Blute ist so verliert man das Leben wenn das eigene Blut ausgefuellt wird und anderes reingefuellt – so quasi, man habe dann das Leben eines anderen und von dem wisse man nicht ob der Jehowas Zeuge waere, denn waere er nicht so kaema man nicht in den Himmel zu den 144.000 Auserwaehlten denn das Leben, sprich Blut, des anderen ist eventuell nicht auserwaehlt.
    In die Richtung geht es bei den Jehowas Zeugen (JW).
    Die irrige Grundlage jedweden Blutgenusses bei den JW ist 3. Mose (Levitikus) 17 V 10 ff. „10 Und wenn ein Mensch aus dem Haus Israel oder ein Fremdling, der unter ihnen wohnt, irgendwelches Blut ißt – gegen die Seele, die Blut ißt, will ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. 11 Denn das Leben [hebraeisch nephesch ode Seele, Hauch, Odem] des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu erwirken für eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühnung erwirkt für die Seele. 12 Darum habe ich den Kindern Israels gesagt: Keine Seele unter euch soll Blut essen; auch der Fremdling, der unter euch wohnt, soll kein Blut essen. „.
    Es ist auch den Christen verboten Blut zu essen nach dem noachitischen Bund der vom Apostel Petrus durch inspiration des Heiligen Geistes in Kraft geblieben ist.
    Fuer den Christen ist allerdings das Gesetz Mose, u.a. 3. Mose, nicht mehr rechtskraeftig, es sei denn es wurde wieder im Neuen Testament in Kraft gesetzt.
    Was die JW aber falsch begreifen ist dass dieses an Israel gerichtet ist – und die JW sind nicht Israel. Sie sind also der Ersatztheologie aufgesessen wo man glaubt dass Israel = Gemeinde = JW = Christen. Israel ist NICHT die Gemeinde (Kirche) noch die Christen noch die Jehovas Zeugen; sondern Israel ist das Volk Israel, also die Juden.
    Zudem essen sie ja bei der Transfusion das Blut nicht. Aber irgendwie werden die das metaphorisch schon dahininterpretieren. Kein Christ darf Blut oder bluthaltiges essen noch trinken. Daher ist ja gerade das Abendmahl der katholischen Kirche reinster Kannibalismus denn der Wein soll sich nach den Katholiken im Weinbecher des Abendmahls direkt zu Jesu Blut verwandeln so dass sie direkt Christi Blut trinken. Das waere verboten nach der Bibel. Daher ist ja das Abendmahl der Katholiken eine Irrlehre und Kannibalismus (zumal das Brot sich in Fleisch Christi verwandeln soll).
    Also der Christ kann sehr wohl getrost Blut spenden oder empfangen oder Transfusionieren. Die Bibel steht dem nicht im wege.
    Why I left Jehovah’s Witnesses: Reason 1: BLOOD TRANSFUSIONS an Unanswered Question https://www.youtube.com/watch?v=JN2FN1h6kuA

  6. Eine Frechheit, nein kriminell ist es von einer Sektenführung, sowas ihren Mitgliedern vorzuschreiben! Wenn die Wachtturm Bosse heute beschließen würden, dass Bluttransfusionen im Notfall, wenn es keine Alternative gibt erlaubt sind um Leben zu retten, würde es kein einziger Zeuge Jehovas mehr verweigern.

  7. Darf man nicht mehr über sich selber bestimmen? Sogar in Deutschland darf man eine Bluttransfusion ablehnen. Ob das sinnvoll ist ist eine ander Sache. Aber ich darf doch wohl über meuin Leben selöber entscheiden. Ich traue auch nicht allem was die Ärzte tun, wobei ich nicht in Abrede stellen möchte, dass viele auch daran glauben, was sie tun und es gibt hervorragende ärztliche Arbeiten – aber auch viel Verschreiberei von Sachen, die nur für den Geldbeutel der Pharmaindustrie oder die Therapeuten gut sind. Im Jahre 2002 hieß es z.B. im deutschen Ärzteblatt, dass der beste Patient, der ewig kranke ist, aber die >>Symptone gut zu behandeln sind, also mit anderen Worten immer krank, aber dank ständiger Berhandlung symptomfrei, also ein Garant für den jährlochen Verdienst vom Patienten. Ich selber weiß beruflich, dass häufig die Alternativmedizin wesentlich erfolgreicher ist, aber da soll ich nicht mehr selber bestimmen dürfen? Also nur noch als Sklave und Ersatzteillager des Staates fungieren? Das darf doch wohl nicht wahr sein und ist auch gegen die Menschenredhte!!!!!

  8. Lass die Zeugen doch machen. Dann werden es wenigstens weniger und sie nerven nicht mit ihren bunten Lügenblättchen.

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