Zuckerrohrlandwirte am Abgrund

Paso Yobai: Vor einigen Wochen waren viele Landwirte in der Kolonie Independencia und im Raum Paso Yobai noch zufrieden. Die Erzeugerpreise stiegen. Der Frost macht ihre nun Hoffnungen zunichte.

Viele landwirtschaftliche Kulturen waren durch die dreitägige Frostperiode letzte Woche betroffen. Zuckerrohr, Weizen, Raps und Weideflächen für Vieh sind zerstört.

Ein Zuckerrohrproduzent aus der Region, Albino Neukirchinger, berichtete, es sei das schädlichste Wetterphänomen in den letzten 20 Jahren gewesen. „Der Frost verbrannte praktisch die gesamte Produktion die wir hatten. Nun muss es schnell gehen. Die Felder gehören abgeerntet bevor ein Regen kommt. Dann sind die Folgen noch viel schlimmer“, sagte er.

Pablo Martinez, ein Gemüseproduzent, hat ebenfalls viele Ernteverluste erlitten. „Erbsen, die eigentlich im Winter angepflanzt werden, erfroren durch die intensive Kälte. Zum Glück konnte ich noch die geernteten Gurken verkaufen, denn die restlichen sind nicht mehr zu vermarkten“, erklärte er.

Sogar Eukalyptuspflanzen, die eigentlich nicht so frostempfindlich sind, wurden durch die Kälte zerstört.

Schätzungen gehen davon aus, dass der wirtschaftliche Schaden in den Bezirken Independencia und Paso Yobai Millionen von US Dollar betragen könnte. In beiden Gemeinden werden auf rund 10.000 Hektar Zuckerrohr angepflanzt, 40% davon sind erst abgeerntet.

Nach Ansicht von Experten kann das Produkt mit geringen Qualitätseinbußen etwa bis zu einem Monat nach dem Abfrieren noch geerntet werden wenn es nicht regnet. Ist dies aber der Fall faulen die Zuckerrohrstangen und es bilden sich Säurestoffe. Dann kommt es zu einem Totalverlust.

Die Ernte geht in der Regel bis Jahresende, das dürfte aber heuer nicht der Fall sein.

Wochenblatt / ABC Color

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