Zugverbindungsprojekt Asunción – Encarnación abgesagt

Asunción: Alle die Personen, die an eine Wiederaufnahme der Zugverbindung durch die schweizer R&M Infrastructure Projects Holding AG geglaubt haben wird jetzt jegliche Hoffnung genommen.

Die europäische Gruppe die schon einen Vorvertrag mit der Eisenbahnkooperative unterzeichnete und auch mit Ex Präsident Franco fast den ersten Spatenstich für das Projekt durchführte hat zum Ausdruck gebracht, dass sie dieses Projekt nicht mehr verfolgen. In diesem Zusammenhang hat „R&M“ jedoch Interesse gezeigt, das Teilstück Paraguarí – Villeta mit Schienen zu verbinden.

Der bisherige Vertrag aus dem Jahr 2010 ist ohne Gültigkeit, da das Direktorium nicht dazu befragt wurde und zwei der Unterzeichner, Eduardo Laterza und Ricardo Franco Lanceta bereits verstorben sind. Die Eisenbahnkooperative erklärte nur dazu niemals gegen das Projekt gewesen zu sein, da es in Realität niemals existierte.

(Wochenblatt / Abc)

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7 Kommentare zu “Zugverbindungsprojekt Asunción – Encarnación abgesagt

  1. nur Träumer konnten annehmen, dass die LKW- und Schiffslobby zulassen würden, dass dieses Eisenbahnprojekt realisiert werden könnte. Hier spielen die volkswirtschaftlichen Gründe, die geradezu nach einer solchen Verbindung schreien, keinerlei Rolle. Nur der Lobbyismus setzt sich durch. Nur die Bevölkerung hat ein Interesse zu jeder Jahreszeit kostengünstig Waren nach Asuncion zu bekommen, nicht aber die derzeitigen Verkehrsträger Straße und Schiff. Hier hätte sich Herr Cartes einmal als Volkspräsident beweisen können und dem Wohle des Volkes dienen und seinen Nutzen mehren können. Aber auch er ist viel zu schwach (oder zu uninteressiert)um etwas für das paraguayische Volk umzusetzen.

  2. Mehr als schade! Hatte für PY gehofft das es realisiert werden könnte. Würde für die Zukunft mit der gewünschten Industrielarisierung ein großes Plus sein.Allein die Arbeitsplätze für den Aufrecht Erhalt des Schienen Betriebes ist doch auch ein Grund.
    Hoffe das H.C: noch einmal darüber nachdenkt.
    Mit der von Asuncioner 45 erwehnten Schiffslobby habe ich auch so meine Erfahrung gemacht. Ein Container von Hamburg bis Asuncion voll bezahlt aber hier noch einmal 1000 Dollar bezahlt damit ich ihn frei bekomme und das alles mit Begründungen die mich doch normal nichts angehen. Wie zum Beispiel der Wasserstand des Flusses alles so unduchsichtige Erfindungen der Mafia.Denke das hier Handlungsbedarf der Botschaft besteht zumindestens einmal gefragt wie das den seien kann obwohl bezahlt frei Asuncion Hafen.
    Aber egal meine Meinung bleibt so bestehen das die Eisenbahn dringens nötig ist und sich Niemand der Präsident seien will sich den Lobbyisten fügen sollte.

  3. in einem frueheren kommentar hatte ich schon grosse zweifel an diesem projekt.deswegen wurde ich als noergler
    bezeichnet. doch meine gruende waren ziemlich zutreffend.
    1.im grossraum asuncion ist der groesste teil des ehemaligen schienenstrangs von ansiedlern besetzt und
    die abloesungszahlungen(obwohl illegal besetzt) wuerden
    schon einen hohen geldbetrag verschlingen.laut grundbuch
    sind ich glaube auf jeder seite des schienenstrangs 30m
    in besitzt der eisenbahn.auch hatte ich erwaehnt, dass die alte trssenfuehrung durch gebiete verlaeuft, die vor
    100 jahren wirtschaftlich wichtig waren(besonders holztransport), heute aber uninteressant sind. so etwa
    von paraguari ,ueber guaira,caazapa bis nach artigas(itapua)gibt es wenig zu verladen. erst die
    teilstrecke coronel bogado-encarnacion waere interessant. auch im landesinneren wurden die eisenschienen entweder gestohlen oder zu „sonderpreisen“ verkauft . das gleiche gilt fuer die
    hoelzernen schwellen. ein teil der trassenfuehrung durch die kleinstaedte wurde auch besetzt.
    ich meine, nur eine elektrifizierte bahnverbindung,
    vielleicht von ypacarai bis asuncion waere wirtschaftlich interessant.

    1. falls ich das richtig mitbekommen habe, wird die Strecke Ypacarai – Asuncion vom Metrobus gefahren. Da würde eine Eisenbahn keinen Sinn machen. Zudem braucht Eisenbahn Massengüter und nicht nur Personenverker. Ich denke Asgard hat Recht. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Aber man jedes noch so sinnvolle Projekt mit allerlei Gegenargumenten zu Tode diskutieren. Darin sind die Pyer ohnehin Weltmeister. Ich denke wir suchen niemanden, der dem Projekt im Wege steht sondern Leute, die so etwas anpacken und darüber nachdenken wie man solche volkswirtschaftlich sinnvollen Projekte auch wirklich durchzzieht. Der Kopf ist nicht nur zum Fressen und zum Saufen gedacht!

  4. bitte sachlich bleiben.ich bin kein gegner der eisenbahn.
    ich erwaehne nur, dass eine vollkommen neue trassenfuehrung notwendig ist. die grossen produktionsgebiete liegen alle im osten von paraguay.
    (itapua,alto parana,canendiyu,caaguazu9. wissen sie wo
    die alte trassenfuehrung liegt? asuncion,luque,ypacarai,
    paraguari,villarica,iturbe, maciel,yegros, yuty, san pedro de parana,general artigas, coronel bogado, carmen
    del parana-durch yacreta ueberschwemmt-,encarnacion).wo muesste die neue trassenfuehrung verlaufen fuer den
    transport, besonders von soja? vielleicht von norden ueber ciudad del este,encarnacion bis hinter ayolas.
    oder weiter bis ñeembucu mit einem ausfuhrhafen am rio
    paraguay?wie das technisch aber moeglich ist weiss ich nicht.rein persoenlich gesehen waere fuer mich die alte
    trassenfuehrung guenstiger.die familie meiner lebensgefaehrtin wohnt 100m entfernt vom nordende der
    groessten eisenbahnbrucke ueber den rio pirapo und ich
    habe selbst etwa 3 jahre dort gelebt. aber so etwas ist
    nebensache. es geht darum wie das transportwesen in
    paraguay verbessert werden koennte.
    ihren wissensstand werde ich nicht erreichen, aber ich habe meinen kopf nicht unbedingt nur zum saufen, da ich nichttrinker bin.

    1. Ich denke auch, dass die LKW- und Schiffslobby hier einfach zu stark ist und dass viele Regierungsmitglieder mit den LKWs und Booten sehr gut verdienen. Dies wird letztendlich den Ausschlag gegeben haben. Was wirtschaftlich sinnvoll, ökologisch ist oder auch der Bevölkerung zugute kommt, ist doch in Paraguay völlig unerheblich. Es geht einzig darum, dass die Leute an den Schaltstellen damit sehr viel verdienen können. Und offensichtlich ist die Fraktion der LKWs und Schiffe stärker als die, die mit der Eisenbahn – und vor allem erst einmal mit dem Bau der Trassen – Geld verdienen wollen. Da ist ein Rufen nach HC völlig irrsinnig. Sein Klientel wird mit den vorhandenen Verkehrsmitteln genug Geld verdienen.

    2. leider ist für mich nicht nachvollziehbar warum Sie sich erneut persönlich angegriffen fühlen. Meine Aussagen bezogen sich nur mit drei Sätzen auf die von Ihnen und zwar die mit dem Metrobus und dem erforderlichen Gütertransport. Alles andere ist an die Adresse meiner paraguayischen Landsleute gerichtet und nicht an Sie als Person.

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