Zukünftiges Verkehrsgesetz mit Fahrschule und „Flensburger“ Punktesystem

Asunción: Das höchstwahrscheinlich bald in Kraft tretende neue Verkehrsgesetz beinhaltet auch die Gründung eines Nationalen Registers für Führerscheine und Verkehrsvergehen. Die Administration dieser Behörde soll von der interstädtischen Vereinigung Opaci übernommen werden. Diese soll alle Daten von Fahrern, Ausstellungs- und Ablaufdaten von ausgegebenen Dokumenten sowie ein Punktesystem einführen.

Das Punktesystem soll wie folgt eingeführt werden. Wenn jemand einen neuen Führerschein erwirbt bekommt er diesen mit 20 Punkten. Bei schweren Verkehrsverstößen werden fünf, bei mittelschweren drei und bei leichten nur ein Punkt abgezogen. Wenn man alle 20 Punkte verloren hat wird einem der Führerschein entzogen. Je nachdem ob es das erste Mal ist und um welchen Verstoß es sich handelt kann der Zeitraum von einem Monat sich bis zu 2 Jahren ausweiten. Um seine Fahrerlaubnis wiederzuerlangen muss man einen Lehrgang besuchen und bestehen.

Die Straßenpolizei, zukünftig Straßenpatrouille, ist nicht damit einverstanden, dass die Führerscheine von der Opaci administriert werden. Ihnen würde eine übergeordnete Stelle besser passen, wie zum Beispiel der Verband der Fahrschulen.

Derzeitig werden in Itapúa und Canindeyú in einem Pilotprojekt in 65 Städten gleiche Führerscheine ausgegeben. Jedoch kam es zu so gut wie keiner Bitte zum Entzug eines solchen, da die Städte oder ihr Dachverband die Opaci nicht rigoros durchgreifen.

Wenn alles nach Plan verläuft sollen diese Neuerungen erst 12 Monate nach Inkraftsetzung des neuen Verkehrsgesetzes eingeführt werden.

(Wochenblatt / Última Hora)

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12 Kommentare zu “Zukünftiges Verkehrsgesetz mit Fahrschule und „Flensburger“ Punktesystem

  1. OK ! Kommt uns allen bekannt vor ! 🙂
    Aber im grossen und ganzen stoert mich das bis jetzt
    noch nicht!
    Wenn ich meinen Fuehrerschein habe , und keinen Mist baue bleibt fuer mich alles beim ALTEM !
    Und wie sich die ZORROS dann nennen ? Hat das Kind halt einen anderen Namen , aber es bleibt das selbe !

  2. Höchste Zeit sowas einzuführen. Wie manche Deutsche hier fahren ist ja wirklich kriminell und gehört normalerweise verboten. Ist ja auch kein Wunder, einige hatten ja nur einen Fahrradführerschein als sie hier her kamen oder man hat ihnen den Führerschein in Deutschland abgenommen.

    Auf der anderen Seite tut sich eine neue Geschäftsmöglichkeit neben Vermieten und Papieremachen auf. Nämlich eine Fahrschule in deutsch und für Deutsche. Die Prüfungskommission sollte allerdings aus Paraguayern bestehen, da die mit den örtlichen Bedingungen besser vertraut sind.

    1. @Asuncioner…

      sehe ich genau so. Die Deutschen hier sind Krass. Ich kenne kaum einen der sich auch nur annähernd nen Gedanken drum macht ob er beim Essen zwei oder drei Bier getrunken hat… gefahren wird trotzdem auch wenn hier 0,0 angesagt ist… von zu schnell Fahren oder anderen Dingen ganz zu Schweigen.

      1. @Herbert, Du brauchst ja nur zu schauen was sich hier so alles rum treibt. Es gibt viele anständige Einwanderer, aber viele auch nicht. Wird doch nirgend so viel betrogen und gestritten wie unter den Deutschen. Mein Umfeld sind Paraguayer mit denen ich zwar auch nicht all zuviel Kontakt habe, aber auf der anderen Seite auch keine Probleme und das seit vielen, vielen Jahren.

  3. Auwei, auwei,hoffentlich bleibt es nicht nur wieder beim grossen Blabla !!! Ideen haben sie ja die Paraguayer, aber in die Tat umsetzen !????

  4. Ist ja alles schön und gut, wenn es denn nur mit rechten Dingen zugeht. In vielen anderen Bereichen hat aber der Alltag gezeigt das dem nicht so ist. Schon wieder eine weitere Möglichkeit den einfachen wehrlosen Bürger zu manipulieren. Es geht hier nicht im Allgemeinen um Verkehrserziehung sondern um diffuse Abzockerei und die Lobby der Abogados ein weiterer Anreiz mit Tintenpisserei Geld zu verdienen. Und die moderne Vernetzung wirkt hier kräftig zum Nachteil des einfachen Mannes. Es kommt sicher noch das die „Zorros“ mit hoher Gewinnbeteiligung gnadenlos Strafzettel verteilen.

    1. es geschehen noch Zeichen und Wunder. Herr Sukowsky hat das unangenehme Ergebnbis von Privatisierung (privat von lat. privatus,„abgesondert, beraubt, getrennt“) tatsächlich verstanden.

    2. sogar Herr Menem, der Ex-Präsident von Argentinien hat eingesehen, daß die von ihm durchgeführte Privatisierung ein schwerer Fehler war. Er hat auch verstanden, daß die Gewinne der Privaten nicht im Land bleiben und keine neuen Investitionen schaffen. Nur Paraguay macht, was die anderen bereits als Fehler erkannt haben, schnell noch nach. Das gilt sowohl für das jetzt geschlossene Abkommen mit Monsanto über Gensamen aber auch für die Ausbeute von Bodenschätzen (wie Erdöl) im Chaco.
      http://amerika21.de/nachrichten/2012/04/51876/ypf-verstaatlichung

  5. Punktesystem: da hat ja sicher der Kongress sprich die Senatoren auch noch ein Woertchen mitzureden ob das in Kraft treten wird oder nicht. Und da hoffe ich doch stark das Senatoren wie Calaverna & Co. dies verhindern….!!! – die Idee der Pflicht zur Fahrschule fuer Neuanfaenger ist natuerlich schon wichtig!!

  6. @Gamsbart, richtig müsste es bei Dir heissen,

    die Idee der Pflicht zur Fahrschule fuer Neuanfaenger UND DEUTSCHE ist ……………..

    Wie gesagt, noch nötiger wie die Neuanfänger brauchen es die DEUTSCHEN hier. Jeder hat die Möglichkeit hier zu seinem paraguayischen Nachbarn zu gehen und ein paar gute Tipps zu holen. Wenn der Nachbar schon kein Auto haben sollte, ein Moped hat er sicherlich und kann somit zu einer besseren Verkehrserziehung unter uns Deutschen beitragen. Dabei kann man auch ein paar lecker Bierchen trinken und kommt sich menschlich näher.

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