10 Jahre Gefängnis wegen nachlässiger Justiz

Graciela Sánchez zeigt ein Bild von ihrem Sohn Ricardo Rojas Sanchez, der seit vier Jahren im Gefängnis Tacumbú einsitzt. Rojas wurde wegen eines Überfalls, der am 16. März 2011 stattfand, in Chololó bei Piribebuy, zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Der Fall wurde von den Staatsanwälten Elvio Aguilera und Arnildo González Montiel untersucht, letzterer unterzeichnete einen Haftbefehl für einen Ricardo Rojas mit der Ausweisnummer 2.510.782.

Als die Mutter von Ricardo von einem Verwandten erfuhr, dass nach einer Person mit dem Namen ihres Sohnes gesucht wird, überredete sie ihren Sohn, bei der Staatsanwaltschaft vorstellig zu werden, um einer Verhaftung vorzubeugen.

Ricardo hörte auf seine Mutter und wurde mit seinem Personalausweis (Cédula de Identidad), der auf die Nummer 4.397.772 lautet, vorstellig. Bei der Staatsanwaltschaft war man nicht in der Lage oder nicht gewillt den Unterschied bei den Ausweisen festzustellen und ließ den jungen Mann festnehmen. Wenige Stunden später befand er sich in Handschellen auf einem Gefangenentransport nach Asunción, wo er seither die Strafe eines anderen absitzt.

Nach langem Kampf hat Graciela Sánchez nun erwirkt, dass die interne Aufsicht (Consejo de Superintendencia) beim obersten Gerichtshof, den Fall neu aufnehmen will um einem Verdacht auf Unregelmäßigkeiten im Prozess gegen Ricardo nachzugehen. Die Wiederaufnahme des Prozesses kann dauern, aber immerhin gibt es Hoffnung, auf eine Aufhebung des offensichtlich fehlerhaften Urteils.

Quelle: Última Hora

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