13 Jahre nach Mordauftrag folgt Verhaftung

Capitán Bado: Ein ehemaliger Bürgermeister der brasilianischen Stadt Coronel Sapucaia, gelegen an der paraguayischen Grenze, befahl vor 13 Jahren einen Mord ein einem Radiomoderator. Jetzt konnte er endlich verhaftet werden.

Eurico Mariano, wurde gestern Morgen gegen 09:00 Uhr auf der Hauptstraße der Grenzstadt Capitán Bado, Departement Amambay verhaftet. Vor 13 Jahren gab er einen Mord an Samuel Román in Auftrag und wurde rechtskräftig verurteilt – in Abwesenheit. Bevor ihn die brasilianische Justiz zu fassen kam, überquerte er die Grenze und ein paraguayischer Richter verfügte, dass er Dank eines “hábeas corpus”, dem Recht auf Schutz vor willkürlicher Inhaftierung, in Freiheit bleibt. Dies galt zumindest für Paraguay.

Nach der nicht ganz ungewöhnlichen Rechtsbeugung durch Richter des nordöstlichen Departements war es jedoch der Ex Bürgermeister, der unfreiwillig mit einer ganz banalen Tat in eine Falle tappte.

Im Jahr 2015 erbat er einen neuen Personalausweis, eine Cedula paraguaya. Diese bekommen Ausländer nur mit einem sauberen Vorstrafenregister, was in seinem Fall unmöglich ist, da er ja international wegen Mordes und außerdem wegen Straftaten von 2007, 2008 und 2015 gesucht wurde.

Staatsanwalt Hernán Mendoza nahm die Untersuchungen auf und kam zu dem Ergebnis, dass durch seinen Schwindel ein unechtes Dokument hergestellt worden ist, Grund genug ihn zu verhaften.

Nicht nur Mariano war an dem Schwindel beteiligt sondern auch mindestens ein Polizist vom Departement Identificaciones. Wenn die brasilianischen Behörden schnell agieren und ein Auslieferungsgesuch stellen, bleibt den paraguayischen nichts anderes übrig, ihn an sein Heimatland auszuliefern, wo eine 17-jährige Haftstrafe auf ihn wartet.

Die Tat ordnete Mariano an, weil der Radiomoderator über Korruption im Radio sprach, in welche der damalige Bürgermeister involviert gewesen sein soll.

Wochenblatt / Abc Color

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10 Kommentare zu “13 Jahre nach Mordauftrag folgt Verhaftung

    1. Genau – mitschuldig sind diese Leute und gehören zumindest mit einer Geldstrafe bestraft. Sonst lernen die es nie.

      Dem einfachen Bürger werden dutzendfache Auflagen gegeben – natürlich alle notariell bestätigt – und so ein Schwerstkrimineller meint, er könne alles machen. Aber es gibt Hunderte von diesen Leuten in Paraguay. Mit Sicherheit auch eine Menge im Abgeordneten- und Senatorenhaus.

      1. Hallo Philipp, werden Sie nicht „übermütig“! Auch wenn Sie vermutlich recht haben mögen, bedenken Sie Ihre Anstellung im Amt. Nur Pensionisten und Freiberufler haben die Freiheit des Wortes – noch! Wie hieß es doch früher einmal: „Vorsicht – der Feind hört mit“! Nicht nur der KGB/FSB & CIA verstehen etwas von ihrem „Handwerk“.

        1. Manni. Ich lasse mir nicht den Mund verbieten. Abgesehen davon glaub ich kaum, dass von den Regierungsstellen hier jemand mitliest – in der nationalen Presse (außer in der Cartes-Gruppe) liest man doch schon eine Menge von den (Un-)Machenschaften der nationalen Politiker.

          Geheimdienste gibt es auch nicht in Paraguay – will auch keiner, weil jeder Dreck am Stecken hat.

          1. Ich hoffe, Sie haben recht, denn ich schätze Ihre Kommentare. Doch wenn ich heute nach Deutschland blicke, dann hätte ich auch niemals für möglich gehalten, was sich dort unter Merkel & Co. abspielt. Die Demokratie wird immer mehr eingeschränkt, Andersdenkende öffentlich diffamiert und in übler Weise beleidigt. Die Presse wurde quasi „gleich geschaltet“ nach dem DDR-Vorbild und Deutschland wird zwangs-islamisiert ohne daß das Volk dazu jemals befragt wurde. Die Zeiten, so scheint es mir, haben sich weltweit geändert. Leider nicht zum Guten!

          2. Manni, sind Sie ein Andersdenkender? Nein! Warum also ihr Kommentar? Sie kennen also die Meinung der Andersdenkenden und sind trotz dem Neocon? Lächerlich.

          3. @Philipp, der paraguayische Geheimdienst heißt „Sinai“, angelehnt an den Berg, „an dem laut biblischer Überlieferung das gesamte Volk Israel Zeuge der Offenbarung Gottes wurde und Moses von Gott die Zehn Gebote erhielt.“ Von Cartes ins Leben gerufen…

        2. So geht Zensur natürlich auch. Angst machen, die Spezialität der Trolle… und dieser schimpft sich christlich.
          Hallo Manni, werden Sie nicht „übermütig“! „Auch wenn Sie vermutlich recht haben mögen, bedenken Sie Ihre Anstellung im Amt.“ Auf Philipp bezogen? Manni, Sie haben sich gerade geoutet. Pro-ami, neocon und Christ….hahaha, tolle Mischung.

          1. Natürlich bin ich irre, was sollten Sie auch sonst sagen. Ich habe auch nichts anderes erwartet da Trolle eben genau so reagieren, ganz nach ihren Regeln. Und noch eine Trollregel haben Sie bedient. Einfach mal Fehler in den Satz einbauen, das wirkt menschlich und nicht so professionell.
            Schönes Wochenende und Gruß an den Chef. 🙂

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