20 Jahre keine Investitionen: Das Wassernetz vor dem Zusammenbruch

Asunción: Die Sanitärgesellschaft Essap investierte mehr als 20 Jahre nicht in das Wassernetz. Das rächt sich jetzt und spiegelt sich in den Straßen und unzähligen Beschwerden der Kunden über einen Mangel an Trinkwasser in zahlreichen Stadtteilen von Asunción wider.

Der Generaldirektor der Gesellschaft für sanitäre Dienstleistungen von Paraguay (Essap), Carlos López, sagte, dass der staatliche Betrieb nicht für die Erfüllung der Ansprüche wegen Rohrbruch oder des Zusammenbruchs der Kanalisationsnetze, die eine Gefahr für Passanten und Autofahrer darstellen, verantwortlich sei.

Hinzu kommt ein Berg von Beschwerden, wenn die Temperatur zu steigen beginnt. Es gibt Viertel in Asunción und Städte in der Metropolregion, in denen den Kunden der Trinkwasserversorgungsdienst fehlt oder nur zeitweise zur Verfügung steht. Sie müssen warten, bis der Morgen kommt, um zu duschen, Kleidung zu waschen und Wasser in Fässern sammeln, um später etwas kochen zu können.

Im Jahr 2012 wurde in der Trinkwasseraufbereitungsanlage Viñas Cue ein neues Modul gebaut. Jetzt muss dringend ein weiteres installiert werden, wie von den Industrietechnikern erläutert. Das staatliche Unternehmen plant, die rund 13 Millionen US-Dollar teuren Arbeiten so auszuschreiben, dass die Modernisierung im nächsten Sommer fertig ist. In diesem Zusammenhang sagte López, dass die letzten größeren Erweiterungen im Jahr 1999 vorgenommen wurden. Er führte den Bau von Wasserreservoirs und Pumpstationen an; in Lambaré; km 2; Luque; San Lorenzo; Fernando de la Mora; Mariano Roque Alonso und Loma Pytã. In Bezug auf die Adduktoren erwähnte er die Installation einer neuen 1.200 mm Leitung nach Viñas Cue; die Adduktoren Trinidad – Loma Pytã und Loma Pytã – Roque Alonso.

„20 Jahre vergingen und so gut wie nichts wurde getan, während die Bevölkerung im exponentiellen Verlauf immer weiter anstieg. Wir leiden auch an vielen Mängeln, aber wir haben vor, etwas zu tun, und wenn wir alle etwas tun, wird sich dies vervielfachen“, sagte López. In Bezug auf das Abwassersystem wies er darauf hin, dass das Problem die Kunden seien, die ihren Regenwasserablauf an den Abwasserkanal anschließen. „Wir alle gewinnen auch, wenn kein Müll in den Abwasserkanal geworfen wird“, sagte Lopez.

Bauingenieure sprechen jedoch davon, dass aufgrund der mangelnden Verdichtung Schlaglöcher entstehen. Die Stellen, an denen mehr Absenkungen auftreten, befinden sich in der Nähe der Kanaldeckel oder Revisionsschächten. In der Innenstadt werden die alten Rohre mittlerweile ausgetauscht, um nicht noch mehr solche Schlaglöcher oder manchmal sogar Krater auftreten zu lassen.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “20 Jahre keine Investitionen: Das Wassernetz vor dem Zusammenbruch

  1. Das ist doch schlau. Würde ich auch so machen.
    20 Jahre lang die Einnahmen aus Wasserlieferung – und die meisten Einwohner bezahlen monatlich ihre Wasserrechnung, sonst wird ihnen das Wasser abgestellt – anstatt auf dem Kapitalmarkt angelegt, den Amigos Löhne ausbezahlt für ihr täglich hartes Nichtstun. So haben wenigstens alle (Amigos) etwas davon. In beiden Fällen wäre der IST-Zustand der gleiche. Im ersten (Anlage auf dem Kapitalmarkt) könnte man das marode Wassernetz abreißen und ein nigelnagelneues Verlegen.
    Aber dann könnte man nicht mehr vom Steuerzahler frische 13 Millionen US$ betteln.
    Was wollen die denn schon mit 13 Millionen US$ bewerkstelligen? Die Summe ist viel zu niedrig. 10 Millionen US$ sind schon mal für Gehälter der Amigos reserviert (etwas über 75%, was hierzulande an Einnahmen des Staates an Gehälter der Amigos aufgewendet wird (kein Witz)).
    Nun zählt der fähige Herr natürlich die Geschichten auf, die wir von jedem neuen Amigo-Jefe, ob ANDE, ESSAP oder sonstiger Amigo-Funktionär seit Jahren zu hören bekommen: „Früher alles Deppen, jetzt bin ich da, alles wird besser, haben schon mal angefangen mit Basteln, um das Basteln zu verbessern (zählt angeteigte Projekte auf)“.
    Man könnte den Menschen auch verbieten den Abfall in die Kanäle zu werfen und dies auch zu ahnden. Man könnte auch auf die Bauingenieure hören. Man kann es auch so machen, wie es die letzten 20 Jahre gemacht wurde. Und so wird es auch in Zukunft gemacht. „Wir haben das schon immer so gemacht. Wir wissen wie man das macht“.

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