TikToker „Masivo“ wegen Wählerbestechung angeklagt – Staatsanwältin nennt ihn „unseriös“

Luque: Die Staatsanwältin Sophia Galeano bezeichnete den Tiktoker Francesco Canatta, bekannt als „Masivo, bro“, nach seiner Festnahme wegen mutmaßlicher Wählerbestechung während der parteiinternen Vorwahlen in Luque als „unseriös“. Der Fall steht in Verbindung mit der Colorado-Bewegung Somos Luque.

Die Wahlstaatsanwältin Sophía Galeano bestätigte die Festnahme des Tiktokers Francesco Canatta, bekannt als „Masivo Bro“, wegen mutmaßlichen Kaufs von Personalausweisen (Cédulas) vor der Schule General José Elizardo Aquino im Zentrum der Stadt Luque (Departamento Central).

„Er hatte zehn Millionen Guaraníes bei sich. Er wird eine Beschuldigtenvernehmung ablegen. Er hat Sonntag selbst erklärt, dass er dort war, um Stimmen zu kaufen“, bestätigte die Staatsanwältin im Gespräch mit dem Radiosender Monumental.

Die Staatsanwältin fügte hinzu, dass Canatta ein Wahllokal betreten und Personen dazu angestiftet habe, ihre Stimme zu verkaufen – eine Straftat, die als Wählerbestechung eingestuft wird.

Zudem teilte die Staatsanwältin mit, dass im Rahmen des Einsatzes auch die Mutter des Tiktokers wegen Strafvereitelung festgenommen wurde.

„Er war zusammen mit einem Stadtratskandidaten unterwegs; anscheinend versuchte er, Wähler zu dessen Gunsten zu bestechen“, erklärte Galeano mit Verweis auf Nelson Canatta, den Cousin des Festgenommenen und Vorkandidaten für den Stadtrat der Bewegung Somos Luque, die vom Bürgermeisterkandidaten Hugo Farías (HC) angeführt wird.

Der Fall wird nun von der Wahlstaatsanwaltschaft unter der Leitung von Galeano und Jorge Escobar untersucht. Diese haben den Einsatzbericht erhalten und werden die Ermittlungen fortführen, um die Verantwortlichkeiten bei diesem mutmaßlichen Wahlvergehen festzustellen.

Der Zugriff erfolgte am Sonntagnachmittag mitten am Wahltag und führte zur Beschlagnahmung von Bargeld und einem Mobiltelefon. Der umstrittene Influencer befindet sich in der 3. Polizeistation, wo er die Nacht verbrachte. Am selben Ort befindet sich auch seine Mutter, die ihren Inhaftierten Sohn besuchte und versuchte das beschlagnahmte Geld sich anzueignen.

 

Wochenblatt / Últiam Hora

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