Asunción: Der in Río Verde verhaftete David Wiebe Martens (20) war sich anscheinend nicht im Klaren, dass er eine Straftat beging. Dennoch bleibt es fraglich, ob sich der Sachverhalt in Wohlgefallen auflöst.
Den Informationen der örtlichen Polizei zufolge verschwand eine 19-jährige Bolivianerin am 25. Januar 2026 aus ihrem Elternhaus. Wie sich später herausstellte, reiste sie mit dem Versprechen auf eine Anstellung als Hausangestellte heimlich nach Paraguay ein. Das anhaltende Schweigen der jungen Frau alarmierte ihre Eltern, die bei den bolivianischen Behörden eine formelle Anzeige erstatteten – diese Anzeige war das erste Glied einer Kette, die schließlich zur Festnahme des Mannes führte, dem der Transport der Frau zur Last gelegt wird.
Aufgrund dieses laufenden Verfahrens gab das nationale Zentralbüro (OCN) von Interpol in Santa Cruz de la Sierra eine internationale Fahndung zur Festnahme von Wiebe Martens heraus. Das Ersuchen erreichte Paraguay und aktivierte die Interpol-Division OCN Asunción, die die Bewegungen des Gesuchten auf nationalem Territorium nachzuverfolgen begann. So gelangten die Ermittler in die Kolonie Río Verde, wo sie ihn schließlich auf offener Straße abfingen. Gemäß dem von Bolivien eingereichten Auslieferungsersuchen sieht der ihm zur Last gelegte Straftatbestand einen Strafrahmen von bis zu 15 Jahren Haft vor.
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