Asunción: Der Vulkan brodelt in der Hauptstadt! Gewerkschaften, Lehrer und Rentnerverbände haben die Schnauze gestrichen voll. Sie stellen der Führung der Sozialversicherungsanstalt IPS ein knallhartes Ultimatum: Das Geld der Arbeiter muss augenblicklich von der umstrittenen Ueno Bank abgezogen werden.
Die Wut ist riesig, die Angst vor einem totalen Finanzkollaps wie in den düsteren 90er Jahren geht um – und mitten im Sumpf stehen schwere Vorwürfe der Voreingenommenheit und Vetternwirtschaft gegen die Regierung!
Verschiedene Sozial- und Gewerkschaftsorganisationen (darunter die AAIPS, OTEP-SN, ASC, CCT und die Gruppe Insurgencia) schlagen gemeinsam Alarm und fordern den sofortigen Not-Abzug der Rentengelder aus den Tresoren der Ueno Bank.
„Wir werden keine Ruhe geben, bis jeder einzelne Cent aus dieser Bank abgezogen und in sichere Häfen gebracht wurde!“, polterte Julio López, Sprecher der Vereinigung der IPS-Versicherten. Während der Präsident der Sozialversicherung,Derlis León, schweigend abtaucht, zittern Hunderttausende Bürger um ihre Altersvorsorge. Immerhin geht es um gigantische 300 Millionen US-Dollar des IPS, die bei diesem Institut parken!
Ein „meteorenhafter“ Aufstieg voller Günstlingswirtschaft?
Woher kommt der plötzliche Gigantismus der Ueno Bank? Für die Versicherten stinkt der raketenhafte Aufstieg der Bank zum Himmel. Sie werfen der paraguayischen Zentralbank (BCP) unverhohlenen Favoritismus und politische Gefälligkeiten vor. Von potenziellen Interessenkonflikten und Einflussnahme bis hin zur allerhöchsten Regierungsspitze um Präsident Santiago Peña ist die Rede.
Die Zahlen, die im Raum stehen, rauben jedem Beitragszahler den Schlaf:
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860 Millionen Dollar an öffentlichen Mitteln: Über 860 Millionen Dollar an Staats- und Rentengeldern konzentrieren sich mittlerweile bei Ueno – davon allein über 300 Millionen vom IPS. Eine gefährliche Klumpenbildung!
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Verstrickte Millionen-Kredite: Es wird von dubiosen Krediten an verbundene Firmen im Wert von über 600 Millionen Dollar gemunkelt – bei einem gesetzlichen Limit von mickrigen 80 Millionen!
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Der Schein trügt: Berichte von Ökonomen und Ex-BCP-Direktoren warnen, dass ohne künstliche Aufschubs-Tricks bei Schulden über 300 Millionen Dollar das echte Eigenkapital der Bank dramatisch gen Null oder sogar ins Minus rutschen könnte!
Die Angst vor der Rückkehr des 90er-Jahre-Traumas
Die Erinnerungen an das dunkle Banken-Debakel der 1990er Jahre, bei dem das IPS Millionen verlor, die nie wieder auftauchten, sind schlagartig zurück. Während man den Rentnern eine „Zwangsbancarisiung“ bei der Ueno Bank aufdrückt, um überhaupt an Sozialkredite zu kommen, hat der BCP-Aufsichtsrat sogar schon Verfahren wegen Überschreitung von Kreditgrenzen eingeleitet. Und als Krönung der Dreistigkeit? Ein BCP-Techniker, der vor den Unregelmäßigkeiten warnte, wurde eiskalt gefeuert!
Die Demonstranten fordern jetzt ein Notfall-Protokoll zur Geldrettung, eine strikte Untersuchung der IPS-Führung und nehmen kein Blatt mehr vor den Mund: Sie machen Präsident Santiago Peña und BCP-Chef Carlos Carvallo direkt für dieses Pulverfass verantwortlich.
Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Arbeiter Paraguays weigern sich, stumm zuzusehen, wie ihre Lebensersparnisse auf dem Altar politischer und privater Finanzinteressen geopfert werden!
Wochenblatt / Abc Color











