Chapecoense: Pilot war nicht Paraguayer

Die Luftfahrtbehörde aus Paraguay dementierte die Meldung, dass der Pilot der verunglückten Maschine in Kolumbien der Paraguayer Gustavo Encina gewesen sei. Er hätte sich an Bord befunden, sei aber mit anderen Aufgaben betraut gewesen.

„Es wird über einen heroischen Akt des paraguayischen Piloten berichtet, der Treibstoff abließ umso das Flugzeug nicht zur Explosion zu bringen. Das ist falsch und entspricht nicht der Wahrheit. Es ist richtig, dass Encina Pilot ist, er hatte aber bei dem Unglück die Funktion eines Flugbegleiters inne“, lautet die Erklärung der paraguayischen Luftfahrtbehörde.

Stromausfall ist eine der möglichen Ursachen für den Absturz. „Es ist aber sehr auffällig, dass die Reichweite der Maschine vom Typ BAe-146 offiziell 2.963 Kilometer beträgt. Laut der Aufzeichnung des Flugradars betrug die geflogene Strecke 2.975 Kilometer, auf der geraden Linie zwischen Viru Viru und Medellin sind es 2.960 Kilometer“, so eine weitere Passage der Erklärung.

„Was bedeutet das? Eine goldene Regel in der Luftfahrt lautet, dass so viel Reservekraftstoff vorhanden sein muss, dass ein alternatives Ziel erreicht werden kann. In etwa 30 Minuten Flugzeit sollen möglich sein, umso auch einen Puffer wegen schlechter Wetterbedingungen zu haben. Das war zum Zeitpunkt des Unfalls der Fall“, kommt die Luftfahrbehörde zu einer weiteren Schlussfolgerung in ihrer Erklärung.

Mittlerweile wurde die Opferzahl auf 71 Personen nach unten korrigiert, sechs haben den Absturz überlebt.

Quelle: Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Chapecoense: Pilot war nicht Paraguayer

  1. Vielleicht hat jemand oder „etwas“ zu wenig Sprit ins flugzeug -schon mal zum nachdenken -wer-warum+wie??
    2960-2963-2975km??? Ein Fall für Monk!?
    Im Tank muß immer für 45 min, mehr SPRIT sein um zu agieren und als Reserve!
    Mag sei das es die Öl- Fotbol- oder Kumpelwirtschaftmafia war-oder waren da nicht auch Journalisten drinn…….Ein Schwelm wer….$$$$$$$$$$$$$$$

    1. Es ging um Geld. Der Kapitän war Miteigentümer der Fluggesellschaft und wollte sich einen Tankstopp sparen.
      https://www.austrianwings.info/2016/11/avro-jet-absturz-kurz-vor-dem-crash-fiel-das-licht-aus/

  2. Also wenn ich mich richtig erinnere, muss der Treibstoff reichen
    – für die Erreichung des Ziels
    – für 2 missed approach
    – für den Flug zum Ausweichflughafen
    – für weitere 30 Minuten
    Mit anderen Worten: ein Verbrechen wurde begangen.

    1. Hans, da hast Du völlig recht….da wollte wohl wieder so ein Macho seinen jungen Kollegen zeigen wo´s lang geht, ging diesmal aber schief