Zolldirektor wegen Beteiligung an Schmiergeld-Netzwerk verhaftet

Asunción: Der Chef der technischen Unterstützungseinheit des Zolls (Detave), General a.D. Ramón Benítez, der früher Polizei und Soldaten im Kampf gegen die EPP führte, wurde wegen dem Empfang von Schmiergeldern verhaftet.

Erst heute wieder kritisierte eine Veröffentlichung im Wochenblatt die unterlassenen Kontrollen, um die Depots am Mercado 4 aufzufüllen, während Honigschmuggler hochgenommen werden. Am heutigen Vorabend wurde der Leiter der Kontrolleinheit (Detave), Ramón Benítez verhaftet, weil er Geld in Empfang nahm um illegale Waren durchzuwinken. Die Festnahme wurde im Wohnhaus des Generals im Stadtteil Salvador del Mundo durchgeführt. Eine parallele Durchsuchung fand am Kontrollpunkt an der Remanso Brücke statt, wo quasi alle Schmuggelwaren ungehindert passieren, wenn der Betrag stimmt.

Das Anti-Drogensekretariat (Senad) und die Staatsanwaltschaft waren an der verdeckten Operation beteiligt, die am 10. März dieses Jahres begann. Das bei Benítez gefundene Geld (1.500 US-Dollar) wurde zuvor fotokopiert, damit es als Beweis gegen ihn benutzt werden kann.

Hier lesen Sie die Ankündigung von der Übernahme der Stelle durch General Benítez.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Zolldirektor wegen Beteiligung an Schmiergeld-Netzwerk verhaftet

  1. Eines muß man dem neuen Präsident Mario Abdo lassen: Noch unter keinem seiner Vorgänger wurden binnen kurzer Zeit so viele korrupte Beamte und Politiker aus ihrem stinkendem Sumpf heraus gezogen. Hoffentlich ist das erst der Anfang und alle diese Verbrecher und Volksschmarotzer landen dort, wo sie hin gehören – für möglichst viele Jahre im Knast inmitten ganz normaler Verbrecher.

  2. Docht Müller

    So ein Mist aber auch: Ein einziges Mal in seinem Leben nimmt der Jefe des Zolls, General a.D. und frühere Leiter der Polizei und Soldaten im Kampf gegen die EPP ein paar Peanutz an und schon macht man ein Drama daraus. Aber so bescheiden wie der Mann und seine Amigos und Flamingos lebt hat er das auch verdient, die paar Peanuts, wo er doch auf den Peso ausweisen kann, wie seine Vermögen sich angehäuft haben. Hierzulande kann man sich mit den Jefe-Gehältern ja wohl sicher mehr als drei Bauernhöfe im Caco leisten.
    Erstaunlich gut, dass er verhaftet wurde, wobei die Betonung auf erstaunlich liegt. Offenbar tut sich etwas im Paragauy. Weg mit dem Mist, Tacumbu kann man ihn nicht zumuten, dieses Gefängnis ist nur was für gefährliche Hühnerdiebe, ist wohl seinen Job los.
    Der arme Mann tut mir sehr leid nach den drei Monaten Arrest seines Hauses schon in Pension gehen zu müssen und viel Geld aufwenden zu müssen, damit sich seine Unschuld bis zur Verjährung durch alle juristischen Schikanen ziehen wird. Zum Glück für ihn hat er stets strategisch gehandelt und hat ein wenig vorgesorgt, so dass er nicht in der Harz IV-Schlange anstehen müssen wird, sozusagen Frühpensionär, der das Leben noch in vollen Zügen auskosten kann.

  3. @robin hood …. du glaubst ernsthaft das „Marito“ das macht das die Korruption beseitigt ??? komm auf den sessel retour … das wird nur deswegen gemacht, weil der nette Herr halt einfach zuwenig (oder auch garnichts) an die „Obrigen“ abgibt/gegeben hat. somit muss halt sein kopf rollen, dann kommt einer der von „Marito“ bewusst hingesetzt wird, und das geld wird weiter fliessen. Die leben davon … siehe alleine die Senatoren …

  4. Köstlich: Der General im Anzug und einem selbstbewussten Gesicht bei der Ernennung zum Zolldirektor. Und nun die reinste Demütigung mit den Handschellen gedrückt an einem Auto. Da aber im Zoll alles Verbrecher sind, war dieser General besonders geeignet. Die Zeit ist auch gerade gut, eine erfolgreiche Operation verlautbaren zu lassen nach den Schreckensnachrichten die letzten Tage. Fuer den Nachfolger werden sicher noch Gelder angenommen. Der höchste bekommt den Zuschlag.