Abgeordneter Morel: „Viele meiner Freunde bauen Marihuana an“

Asunción: Es ist schon erschreckend mit welch losem Mundwerk oder welchem nicht vorhandenem Unrechtsbewusstsein manche Autoritätspersonen durchs Leben gehen. Purificación Morel Alonso, Abgeordneter der ANR aus Canindeyú, erklärte bei einem Radiointerview die Situation auf dem Land zu kennen und dass viele seiner guten Freunde sich dem Marihuana Anbau hingeben. Er sagte außerdem, „dass Canindeyú sehr gute Erde hat und man da so ziemlich alles anbauen kann und es wächst. Jedoch ist die Armut auf dem Land groß und die Rentabilität des Marihuana am höchsten“.

Er meinte zudem, gegen eine Legalisierung von Marihuana zu sein, vermutlich weil es den Geschäftszweig die Lebensgrundlage nehmen würde. Cannabis ist was am besten verkauft wird, Grund weswegen die Produktion nicht zum Stillstand kommt. Paraguay ist weltweit unter den fünf größten Marihuana Produzenten.

Dieses verbale Eigentor lässt den Schluss zu, dass seine Wählerschaft ihn aus reinem Protektionismus zum Volksvertreter gewählt hat und er ungeeignet für die Besetzung eines Postens beim Anti-Drogensekretariats wäre.

Morel, der außerdem ein Befürworter der Agrarreform ist, hob noch am 8. Juli dieses Jahres hervor, dass in der Provinz Canindeyú alle Gesetze im landwirtschaftlichen Bereich korrekt eingehalten werden und für rund 2.000 Land-lose Indigene Verbesserungen gefunden werden müssten.

(Wochenblatt / Hoy)

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3 Kommentare zu “Abgeordneter Morel: „Viele meiner Freunde bauen Marihuana an“

  1. Ich bin auch der Meinung, das eine Agrarreform in Paraguay, wie auch in Brasilien mehr als dringendst erforderlich ist !!!!

    Ausserdem muss den Spekulationen mit dem Land Einhalt geboten werden.

    Des Weiteren, betreffend Rodungen im Chaco….nur noch etwa 100-200 Hektar pro Familie und Jahr, damit die grossen Firmen und „Zahnartzt-Bauern“ das Interesse verlieren !!!

    Damit waere dann das Problem der extremen Entwaldung auch geloest !!!

    Bauernland in Bauernhand !

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