Abgeordneter tritt zurück

Asunción: Der Abgeordnete José María Ibáñez, der Hauspersonal im Kongress fiktiv anstellen ließ und dem die Justiz dafür nichts anhaben konnte, kündigte heute wegen dem öffentlichen Druck.

Auch wenn Ibáñez mit seinem Schritt nur andere Volksvertreter versucht zu schützen, war es eine Forderung, die nicht verhandelbar war, so zumindest sahen es Demonstranten, die für heute Abend eine Großkundgebung vorbereiten. Es bleibt abzuwarten, wie sehr diese nach der Kündigung besucht wird.

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9 Kommentare zu “Abgeordneter tritt zurück

  1. „… und dem die Justiz nichts anhaben konnte.“ Dieser Satz ist wohl kaum zutreffend und müßte vielmehr heißen: ….und dem die Justiz nichts anhaben wollte. Die Beweislast war doch klar und eindeutig. Selbst Ibanez gab seine Verfehlungen zu. Und dennoch wurde er frei gesprochen. Das ist doch keine gerechte Justiz! Ich frage mich, wie kann es sein, daß man immer wieder von derartigen Fehlurteilen in Paraguay hört. Könnte es sein, daß Angeklagte und Richter derselben Partei angehören? Man kann sich ja gut vorstellen, daß die „lieben Parteifreunde“ sich gegenseitig schützen und decken – der Ehre wegen, oder weil sie fürchten, daß die Gegenseite ein paar „Leichen aus dem Keller holt“ Wie dem auch sei, die Bürger registrieren das. So können die Menschen niemals Vertrauen in die Politik und Justiz finden. Auf Dauer wird das nicht einmal in Paraguay gut gehen.

  2. Manni, Sie müssen dieses System einfach akzeptieren, ob Sie wollen oder nicht. Sonst schauen Sie , ob es in D besser ist?? Dann sofort zurück!!!!!!!

    1. Mit einer solchen Einstellung wie der ihrigen, würde sich nie etwas zum Guten wenden! Sind Sie womöglich auch schon Teil und Nutznießer dieses Systems?

    2. Und was soll man dann Ihrer Meinung nach mit den zig-tausenden Paraguayern machen, die mit diesem korrupten und von Moral freiem System nicht einverstanden sind und dafür auf die Straßen gehen? Alle des Landes verweisen, ausbürgern oder wie unter Strößner über dem Chaco aus dem Flugzeug kippen? Oder wie unter den Nazis foltern und ermorden? Wer schweigt macht sich schuldig. Wer Kritiker mundtot machen will macht sich ebenfalls schuldig. Wer als Ausländer nach 15 Jahren in diesem Land noch immer nicht angekommen ist, dem folglich alles egal ist was hier abläuft, der steht in Wirklich abseits und denkt nur über seine persönlichen Befriedigungen nach. Doch der Mensch lebt bekanntlich nicht nur vom Essen und Trinken, es sei denn, er ist schon völlig abgestumpft.

  3. Nachdem sogar in Buenos Aires demonstriert und sein Anwesen mit Klopapier verschönert wurde und mehrere Restaurants und Shoppings diesen Mann zur Persona non grata erklärt wurde, hat der Mann in seinem Elfenbeinturm dann doch kapiert, dass er nur noch mit einem Rücktritt Schadensbegrenzung betreiben konnte.
    Schade nur, dass er nur ein kleiner Abgeordneter ist. Wenn man Gonzalez Daher, Samaniego, Galaverna oder Zacarias heisst, dann hat das Volk wesentlich mehr „Respekt“ vor einem.