Alfredo Strössner, kam und ging mit einem Staatsstreich

Asunción: Heute vor 60 Jahren kam Alfredo Strössner durch einen Putsch an die Macht und regierte Paraguay während der darauffolgenden 35 Jahre. Dieser Putsch gegen Präsident Federico Chávez am 4. Mai 1954 öffnete dem General die Türen, um sich später in den Präsidenten zu konvertieren. Von Mai bis August 1954 regierte Übergangspräsident Tomás Romero Pereira das Land, danach beerbte ihn Strössner. Der Sohn eines bayrische Bierbrauers wurde nicht für seine Gräueltaten während der Diktatur bekannt, auch nicht für sein diplomatisches Geschick sondern mehr für die Zeitspanne – die paraguayische Diktatur gilt als die längste in ganz Lateinamerika.

Nur ein Jahr nachdem er die Macht übernahm führte er das Gesetz 294 ein, welches nach außen hin die Demokratie verteidigen sollte. Intern sorgte es dafür alle Oppositionelle zu verhaften, da dies die Pflicht eines jeden Bürgers wurde. Wer dem nicht nachgab wurde selbst beschuldigt. Dies war der Grundstein für illegale Verhaftungen, Folter und Mord sowie fehlende Konkurrenz bei den kommenden Wahlen.

Was darauf folgte waren dank der Unterstützung der Colorado Partei gewonnene Wahlen und ein Staatsapparat der nur von Strössner geführt wurde. Ab 1975 wurde er Teil der Operation Condor, ein südamerikanisches Netz um Oppositionelle in anderen Ländern ausfindig zu machen dank Informationsaustausch.

Nach langen 35 Jahren putschte General Andrés Rodriguez am 2. Februar 1989 gegen Alfredo Strössner und leitete erste Schritte in Richtung echter Demokratie ein, ein Zustand der selbst nach 25 Jahren ohne den Diktator noch nicht völlig umgesetzt wurde.

(Wochenblatt / Abc)

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4 Kommentare zu “Alfredo Strössner, kam und ging mit einem Staatsstreich

    1. @Gamsbart, dafür, daß dieser gewissenlose Bandit und seine Camarilla halb Paraguay an Brasilien und einige mafiöse Familien verkauft hat, dafür lassen sie diesen Menschen hochleben…….!

  1. sicher, da gabs keine EPP
    dafuer gab es aber edgar l insfran, general patricio
    colman,commisario bubi hellmann und weitere konsorten.
    diese haben ein vielfaches von menschenleben auf dem
    gewissen als die EPP.
    wenn sie colorado waren, kein liberaler,kein febrerist,
    kein kommunist und auch keiner von den ligas agrarias
    und noch dazu kein armer, kann man ihre sympathie fuer
    alfredo stroessner matiauda verstehen.
    sie rauchen auch bestimmt die marke kentucky, oder?

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