Alkoholkonsum unter Fahrzeugfahrern nimmt nicht ab

Asunción: Obwohl allein für Samstag die Nationalpolizei 10 Todesopfer auf nationalem Niveau zählte, die Mehrzahl durch Verkehrsunfälle, scheint der Hang zum Alkohol unter Fahrzeuglenkern ungebrochen. Die Straßenpolizei, verantwortlich für diese Tests, fährt seit guten sechs Monaten einen harten und trotzdem wenig erfolgversprechenden Kurs. Mit mündlichen Verwarnungen kann man den Sündern anscheinend nicht beikommen. Bei durchgeführten Alkoholkontrollen bis zum späten Nachmittag des heutigen Sonntags wurden über 230 alkoholisierte Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

Bei den durchgeführten Kontrollen kam es zu Fahrzeugbeschlagnahmungen und Stilllegungen. Insgesamt mussten 364 Fahrzeugführer rund 360 Millionen Guaranies als Bußgeld an die Institution zahlen.

Auch schon am vergangenen Wochenende war die Zahl der alkoholisierten Fahrer ähnlich hoch, was furchteinflößend für alle Unbeteiligten sein sollte. Die hohe Zahl der Verkehrssünder scheint ein Resultat fehlender Verkehrserziehung zu sein, was zu korrigieren der Maßstab aller Dinge ist.

(Wochenblatt / Policia Nacional)

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14 Kommentare zu “Alkoholkonsum unter Fahrzeugfahrern nimmt nicht ab

  1. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, ein altes Sprichwort.
    Verkehrserziehung in der Schule wäre ein Anfang für die Menschen, aber Religion scheint wichtiger zu sein und darum wird es so weiter gehen, schade eigentlich.

    Die Kontrollen und Strafen werden da keine gewünschte Änderung in den Verhalten der Menschen bringen.

    1. Dem kann ich so nicht zustimmen. Als ich meinen Führerschein machte, ging man mit dem Thema Alkohol noch sehr locker um, die Grenze lag bei 1,8 Promille. Schrittweise wurde dann abgesenkt auf, 1,5 Promille, dann auf 1,2 und so weiter. Die Entwicklung ging einher mit immer härteren Strafen – Führerscheinentzug und hohe Geldstrafen. Wer also an seinem Führerschein hing, musste auch mit zunehmendem Alter lernen (sofern er nicht selbst die Vernunft hatte ), ohne Alkohol
      auszukommen oder zu Fuss zu gehen. Da ist mir persönlich die 0,0 Regelung die Vernünftigste, denn keiner muss mehr überlegen, ob ein Schnaps oder ein Bier noch gehen.
      Ausserdem, weiß man dann, dass man nach einer feuchtfröhlichen Nacht auch am nächsten Morgen nicht fahren kann.
      In diesem Sinne: Prost und Auto stehen lassen.

  2. Schulung!!! Erziehung!!! Ich lach mich kaputt!
    Da nützt nur eines: Strafen!
    Was hierzulande aber den Nachteil hat, dass die besoffenen Vertreter der obersten Klasse sich völlig straffrei herauswinden können, und höchstens der anklagende Staatsanwalt eins auf die Mütze bekommt.
    Fazit: fast unmöglich, die Sache hinzukriegen.

  3. Nicht nur Alkohol ist eine Droge , die kontrolliert werden soll . Es sollte auch auf andere Partydrogen reagiert werden. sämtliche Rauschmittel sind gefährlich – nicht nur Alkohol am Steuer !

  4. solange man hier seinen Führerschein einfach kauft, und nicht durch erworbene Sachkenntnis bekommt, ist das Chaos vorprogrammiert! Wer nie lernt ein Fahrzeug vernünftig zu führen, wer keine Verkehrsregeln kennt oder beachtet, der übernimmt auch keine Verantwortung für andere Verkehrsteilnehmen, indem er nicht betrunken fährt! Wenn mich ein Paraguayo mit seinem Sohn im neuen Auto besucht, und schon lallend mit Bierdose in der Hand aussteigt, wie soll dessen Sohn dann hier einen Fehler sehen???

  5. Keinem der Vorposter kann ich mich hier anschließen.

    Meiner Meinung nach wäre es am vernünftigsten bis 0.8 Promille erlaubt, bis 1.2 Promille normale Geldstrafe und alles darüber mit Stillegung etc.

    So wie es jetzt ist, ist es ein Witz. Einerseits 0.0 Promille verlangen – da ist schon 1 Bier zu viel – andererseits in der Realität leben, wo das nicht realistisch ist.

    Was meiner Anischt nach passiert, ist eine neue Einnahmequelle zu schaffen – auf Kosten der Autofahrer und unter dem Vorwand der „Sicherheit“. Weil Angst haben ja die Blök-schafe alle, und wenn es der Sicherheit dient, dann gibt man gerne Verantwortung und Freiheit ab. Määääähhhhhh

  6. @ 9mm
    Möchtest Du von einem Jugendlichen mit 1,2 Promille mit seinem Motto angefahren werden, oder gar mit einem Autofahrer mit 1,2 Promille verletzt werden, weil er sein Fahrzeug nicht unter Kontrolle hat. Du bist scheinbar abends noch nicht in Oviedo durch die Stadt gefahren oder gelaufen, was glaubst du wieviel Jugendliche unter Alkoholeinfluß und Drogen unterwegs sind.

    Auf welcher Dose oder Flasche steht der Alkoholwert drauf, und dazu den Umrechnngsfaktor für das passende Körpergwicht.

    Von wem willst du verlangen sein Alkoholspiegel vor Antritt der fahrt zu messen, und dann noch mit was????

    Die Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr kann nur ein absolutes Alkoholverbot erhöhen.

    1. Erich, das ist schon richtig. Aber zu welchem Preis?

      Ich hatte vorgeschlagen es mit 0.8 Promille zu halten, da es damit über Jahrzehnte Erfahrungswerte aus Europa gibt, und es im großen und ganzen funktioniert hat.
      1.2 Promille ist zu hoch und bereits an der Grenze zum „Autoverlust“.

      Jemanden mit 0.8 Promille als „Besoffenen“ zu bezeichnen zeugt von wenig Ahnung der Materie. So jemand ist bestenfalls ganz leicht in seiner Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt – vergleichbar mit dem Anhören lauter Musik. Jedenfalls weniger (!) als bei einem intensiven Handygespräch.

      Von schreienden Kindern am Rücksitz, oder einem laufenden Video am Smartphone während der Fahrt will ich gar nicht anfangen.

      Alkohol ist der große Buhmann, den wir schon die letzten 20+ Jahre in Europa in unser Gehirn implantiert bekommen haben, da hört dann das vernünftige Denken auf, und es regiert die Angst. Mit Angst läßt sich immer gutes Geld machen.

    1. Da haben Sie wohl leider Recht. Allerdings waren das zumindest bei meiner Frau und mir Jungendsünden, die
      erfreulicherweise ohne Unfall endeten. Heute fahren wir aus Überzeugung mit 0,0 Promille. Das hat nicht das Geringste mit Moral zu tun – einzig und allein mit der Überzeugung, dass schon 1 Bier reicht, um die Reaktionsfähigkeit, die man gerade hier dringend benötigt, eingeschränkt wird.

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