Alle jammern wegen der Quarantäne, keiner tut was

Asunción: Die geplante soziale Quarantäne dürfte weitreichende Folgen haben. Viele Sektoren dürften wirtschaftliche Einbußen zu spüren bekommen, aber wie immer jammern alle und keiner tut was.

Gestern äußerten sich die Beschäftigten des Busbahnhofs Asunción (TOA) besorgt über die Absichten der Regierung, eine soziale Quarantäne einzuführen, die an Wochenenden Beschränkungen festlegt, da freitags und samstags in der Regel mehr Passagiere befördert werden.

Ada Arrúa erklärte ihrerseits, dass sie in letzter Zeit viel weniger im Terminal verkauft habe als vor der Pandemie und fügte hinzu, dass sie nichts mehr verdiene. „Es ist nicht einfach für uns, weil wir Freitag und Samstag mehr einnehmen. Wir haben Kinder zu ernähren“, forderte sie die nationalen Behörden auf, die geplante Entscheidung zu überdenken.

Ein anderer Angestellter am Busbahnhof behauptet, dass Händler mit den Einschränkungen, die durch die soziale Quarantäne eingeführt werden sollen, am härtesten betroffen sein werden.

Er fügte an, dass es jeden Tag – während der Covid-19- Pandemie – weniger Passagiere gebe, weil die Menschen Angst haben, auszugehen. Er forderte die Exekutive auf, die Maßnahmen flexibler zu gestalten, damit sie weiterhin ihr “tägliches Brot“ in ihre Häuser bringen können.

Der Gesundheitsminister Julio Mazzoleni kündigte an diesem Donnerstag an, dass die soziale Quarantänemaßnahme an den Wochenenden angesichts der heiklen Situation aufgrund der Covid-19-Pandemie angewendet werde.

Er versicherte, dass die Anpassungen in der intelligenten Quarantäne, die ab nächsten Montag in Kraft treten werden, keine weiteren Covid-19-Infektionen verhindern können, sondern vielmehr das Ziel sei, die Beschleunigung neuer Fälle zu kontrollieren.

Die Kammer der Einkaufszentren von Paraguay äußerte sich ebenfalls dazu und drückte ihre Besorgnis über die Quarantäneanpassungen in Asunción und Central aus. Man kritisierte, dass der Mangel an Polizeikontrollen zu Maßnahmen führe, die den formellen Sektor betreffen.

Aber wie immer wird viel geklagt und nichts getan. Die Angst, an das Coronavirus zu erkranken, ist größer, als auf die Straße zu gehen. Und die Funktionäre aus den staatlichen Stellen fressen sich weiterhin die Bäuche voll, weil sie ihr Gehalt so oder so auf dem Konto vorfinden werden, egal ob eine Ausgangssperre oder, etwas “liebevoller“ ausgedrückte, “soziale Quarantäne“ kommt.

Wochenblatt

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2 Kommentare zu “Alle jammern wegen der Quarantäne, keiner tut was

  1. Typisch Paraguayer: Viel reden, viel versprechen, jedoch nichts tun.
    Die Wirtschaft läuft noch viel zu gut!

  2. Erst wenn die Amigos , insbesondere des Militär nicht mehr bezahlt werden können, dann gibt es einen Umsturz. Für Brasilien ist es auch ein Segen, das dort das Militär das Sagen hat und die wesentlichen sicherheitsrelevanten Funktionen selber ausübt.