Angespannte Atmosphäre kehrt zurück in der Konfliktzone

Curuguaty: Etwa einen Kilometer vor dem Abzweig der Ruta 10 zur Blutbad-Estancia Morombí manifestieren sich rund 100 Campesinos, die einerseits Frieden und andererseits Vergeltung suchen.

Laut Informationen die vor Ort geteilt werden sind noch über 30 Campesinos verletzt oder tot in den Bergen. Diese flüchteten nach dem Feuergefecht in ein sicheres Versteck.

Derzeit sind einige Freiwillige dabei diese Landlosen aus dem Wald zu holen, da davon ausgegangen wird, dass die Polizei mit dem Militär zusammen das Grundstück „reinigen“ werden. Die Organisatoren der Suchaktion im Riquelme Grundstück bitten Mitstreiter mit Taschenlampen und Thermogefäßen teilzunehmen.

Währenddessen wurde Néstor Castro Benítez (28), ein verletzter Campesino im Krankenhaus von Katueté lokalisiert, wo er unter Bewachung steht. Er ist der Bruder von Adolfo Castro Benítez (26) der bei dem Aufeinandertreffen ums Leben kam. Ein weiterer Bruder, Adalberto Castro Benítez (24), wird ebenfalls medizinisch versorgt jedoch mit fragwürdiger Prognose.

Der Campesino-Anführer Avelino Espínola (56), einer der Beteiligten bei den Schüssen auf die Polizisten bezahlte seine Teilnahme auch mit dem Leben. Er wurde am vergangenen 5. Februar am gleichen Ort schon einmal verhaftet wegen Waffenbesitzes, erhielt jedoch Tage später alternative Maßnahmen zur Haft verordnet. Gestern führte er die Gruppe die bereit zu allem war, gegen die Polizisten an, die einfach nur ihren Dienst taten.

(Wochenblatt)

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2 Kommentare zu “Angespannte Atmosphäre kehrt zurück in der Konfliktzone

  1. Da frage ich mich wozu das alles? Was ­geht in den Köpfen der Menschen vor für materiellen Besitz und Systemveränderung Leib und Leben zu riskieren. Sehen die meisten Menschen in der Landbesetzung eine Lösung ihrer Lebensführung oder sind sie betrogen worden von falschen Versprechungen?
    Wie viel Campesinos, Carperos sind dabei gestorben? Bekannt bis jetzt 14 Tote.Es kommen sicherlich noch mehr hinzu.

    In den blutigen Kampfhandlungen ist es wohl kriegsmäßig zugegangen. Die Ordnungskräfte des Staates, nach den ersten Toten in ihren Reihen, haben dann hart durchgegriffen. Die 6 Toten in ihren Reihen sind wohl mit modernen Gewehren seitens der EPP? Carperos (Drogenmafia?) erfolgt. Man will Paraguay destabilisieren?
    Jetzt wird der Ort der Konfrontation weitläufig durchkämmt.
    Gnade gibt es wohl jetzt nicht mehr. Wie viel Unschuldige werden wohl sterben?

  2. An diesem Debakel ist die Regierung und speziell die Justiz selbst schuld! Hätte man Anfang des Jahres Avelino Espínola wirklich den Prozess gemacht, dann wäre es evt. garnicht so weit gekommen. Aber er ist ja nicht der Einzige der die Campesinos aufwiegelt. Lugo hat seines dazu getan, sie regelrecht ermuntert!
    Dass Polizei und Militär jetzt hart durchgreifen ist als logische Schlussfolgerung zu sehen, jedoch hätte die Politik dies im Vorfeld schon sehr lange verhindern können. Dies ist klar ein Ergebnis der falschen Korruptionspolitik von Lugo und seinen Mannen.

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