Antibiotika und andere Schadstoffe werden im Ypacarai See untersucht

San Bernardino: Fachleute aus Großbritannien und der UNA analysieren die Qualität vom Ypacarai-See. Schwerpunkt dabei sind epidemiologische Risiken, die eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen könnten.

Eine Untersuchung im Ypacaraí-See wird nach einer Vereinbarung zwischen der Nationalen Universität von Asunción (UNA) und der Universität von Newcastle, England, durchgeführt. Ausländische Forscher werden an 11 Stellen Wasserproben entnehmen und zwar sowohl in dem genannten See als auch in den Bächen, die in das Gewässer fließen. Die Ergebnisse würden in sechs bis acht Monaten vorliegen.

„Die Untersuchungen wurden auch per Satellit durchgeführt, um die an jedem Punkt variierende Kontamination visuell zu überprüfen“, sagt Dr. Elías Berra, Expertin für räumliche Informationen und Fernsensoren an der Universität von Newcastle. Dies bestimmt die Dynamik des Wassers und wie sich mikrobiologische Risiken innerhalb desselben Gewässers verteilen.

„Wir bestimmen die Qualität des Sees unter epidemiologischen Gesichtspunkten, die gesundheitliche Risiken für Anwohner mit sich bringen“, erklärt Marcos Quintela Baluja, Experte für Molekularbiologie in Newcastle, England.

Der Nachweis von Antibiotikaresistenzgenen ist einer der zu untersuchenden Aspekte. Das mögliche Vorhandensein könnte sich aus der Verwendung für Behandlungen bei Menschen und Tieren ergeben, die durch Kot und Urin freigesetzt werden, sowie aus einer übermäßigen Verwendung im industriellen Bereich. Diese gelangen mangels ausreichender sanitärer Infrastruktur über das Abwasser in die Wasserströme.

Die Punkte, an denen Wasserproben entnommen wurden, waren: Die Strände von San Bernardino, Ypacaraí und Areguá sowie andere Gebieten des Sees. Auch an der Mündung des Flusses Salado und der Bäche Pirayú, Ypucu, San Lorenzo und Capiatá.

Die Idee ist auch, Mittel zu beschaffen, damit UNA-Forscher in Fragen der Wasserepidemiologie und Abwasserbehandlung durch die Experten aus Großbritannien geschult werden können.

„Bei dem Zustand der Verschlechterung, in dem sich der See befindet, dauert die Behandlung etwa 15 Jahre“, sagte Marcos Quintela, Biologe.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Antibiotika und andere Schadstoffe werden im Ypacarai See untersucht

  1. Für die Uni in Newcastle ist der Lago Ypacarai dann wohl das Negativbeispiel für anthropogene Verschmutzung schlechthin. In Paraguay werden auch gefühlt die meisten Antibiotika eingenommen, die Superärzte glauben wohl, dass Antibiotika alle Krankheiten heilt.

    Die Paraguayer müssen aber den Engländern eine Wasserprobengebühr erheben – ist schliesslich paraguayisches National-und Kulturgut, da können nicht die Loco Europeos kommen und einfach kostbares verseuchtes Wasser entnehmen.

    Übrigens auch eine gute Idee für eine neue Steuer: Die Luftsteuer in Paraguay – jeder Tourist hat diese zu zahlen, da paraguayische Luft paraguayisch ist. Das Geld wird dringend genutzt, da die Wirtschaft am A**** ist.

  2. Ja, toll, die 2-millionste Untersuchung des Ypacaraí-Sees. Ich mach das auch immer so, untersuche mein dreckiges Badezimmer nun schon seit 15 Jahren. Und tatsächlich, ist jedesmal noch dreckiger als vorher. Nun gut, ich denke so nach 15 Jahren wäre es auch mal an der Zeit etwas dagegen zu unternehmen. Wenn ich nur wüsste was. Muss mal meine Frau fragen, aber ich glaub sie wird es auch nicht wissen.

      1. Seit mehreren Jahren kommen nun schon jährlich Studien über den Lago Ypacaraí heraus. Jedesmal stellt man fest, dass der künstliche See eine Kloake ist, weil sämtliche Blasen- und Darmausscheidungen, sowie Altöle, Restfarben und mehr der Anwohner sowie Schlachtabfälle eingeleitet werden. Jedes Jahr wird nichts unternommen, außer Studien in Auftrag gegeben, was man dagegen unternehmen könnte.
        Es ist uns allen klar, dass mit Nichtstun der See in jedem Jahr nichts sauberer wird.
        Demnach war meine Feststellung durchaus berechtigt, „für was eine weitere Studie bzw. Analyse“ bezüglich Wasserqualität. Es wird genau das gleiche Ergebnis wie in den Vorjahren dabei herauskommen. Es wird weiterhin nichts unternommen als Studien in Auftrag gegeben werden, was man tun könnte.
        So gesehen könnte sich das Wochenblatt die zweijährlich erscheinenden Artikel sparen (1x Analyse, 1x was man dagegen tun könnte) und in zehn Jahren die Zusammenfassung der Zusammenfassung veröffentlichen und die Mister, Professoren und Lehrlinge der Uni könnten sich ihre Mühe sparen und die Millionen US$ mir und dem Wochenblatt überweisen, ich für meinen Teil werde das Geld für Schuldächer spenden.

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