Anwalt wollte bewaffnet seinen Mandanten auf Wache besuchen

Asunción: Einer der Verhafteten im Fall der Beschlagnahmung von 3,4 Tonnen Kokain in einem Container in Fernando de la Mora, Juan José Dubini Franco, bekam gestern Besuch von seinem Anwalt. Dieser versuchte bewaffnet mit einer Beretta PX4 seinen Mandanten zu treffen.

Der Anwalt von Juan José Dubini Franco wurde gestern Nachmittag festgenommen, als er mit einer Beretta PX4 Pistole und Munition die Anti-Drogen Abteilung der Nationalpolizei betrat. Sein Mandant und dessen Sohn Juan José Dubini Verdún sitzen da wegen der Megaladung Kokain, die am vergangenen Dienstag in Fernando de la Mora beschlagnahmt wurde.

Quellen der Staatsanwaltschaft berichteten, dass der Anwalt Napoleón Marco Antonio Acosta Gómez vor dem Betreten der Polizeiwache, von den Polizisten inspiziert wurde und ihn fragten, ob er Waffen bei sich trug, was er verneinte. Als er jedoch durchsucht wurde, stellten die uniformierten Beamten fest, dass er eine Pistole der Marke Beretta Modell PX4 mit einem Magazin und 15 scharfen Patronen bei sich trug.

Der Anwalt zeigte den Uniformierten einen von der Direktion für Kriegsmaterial (Dimabel) unter der Registrierungsnummer 374428 ausgestellten Waffenbesitzausweis sowie ein von der Nationalpolizei genehmigtes Transportdokument mit der Nummer A986.

Acosta Gómez wurde darüber informiert, dass er die Polizeiwache nicht mit Waffen betreten könne. Der Anwalt gab jedoch an, dass dies angeblich zu seinem Schutz diente und er laut Quellen nicht in seinem Fahrzeug zurücklassen wollte. Er weigerte sich auch, ihnen die Waffe und die Munition zu übergeben, während der Besuch bei seinem Kunden andauere, bis er schließlich zustimmte. Anschließend konnte der Anwalt den Ort betreten, an dem Dubini Franco festgehalten wird.

Das Verfahren wurde dem Staatsanwalt Eduardo Royg und den zuständigen Justizbehörden amitgeteilt.

Juan José Dubini Franco wird zusammen mit seinem Sohn angeklagt und in dem Fall wegen der Ladung von 3.415 Kg Kokain untersucht, die in einem Lagerhaus von Fernando de la Mora beschlagnahmt wurde.

Beide werden derzeit auf Anordnung von Richterin Rosarito Montanía im Rahmen der Einhaltung der als Maßnahme gegen Covid-19 verhängten Quarantäne in der Antinarkotikaabteilung der Nationalpolizei festgehalten. Sobald das Hygieneprotokoll abgeschlossen ist, wird Juan José Dubini Franco ins Nationalgefängnis Tacumbú überstellt, während sein Sohn zu seiner Sicherheit in die Agrupación Especializada überführt wird.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Anwalt wollte bewaffnet seinen Mandanten auf Wache besuchen

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Da hat seine Mutter gehofft der Bub wuerde zum Napoleon und wenn’s nicht ganz dazu reicht dann wenigstens zum Marcus Antonius.
    Die Dinge duerften sich vergefaehrlicht haben wenn alle Art von Leuten schon Waffen fuehren.
    Ich geh davon aus dass man bald vollautomatische Waffen fuer den unbescholtenen Buerger erlauben wird denn die Zeiten werden immer unsicherer.
    Ich selber wuerde in Asuncion nie unbewaffnet herumlaufen geschweige denn unbewaffnet als Abogaducho unterwegs zu sein und dann noch fuer die Mafia.
    Die Gesetzeslage spiegelt nicht mehr die gesellschaftliche Realitaet wieder.

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