Arbeitskräfte im Bereich Informatik händeringend gesucht

Asunción: Der Bereich Informatik gehört zu den Berufen mit dem höchsten Arbeitskräftebedarf in Paraguay, gefolgt von Verwaltung und Vertrieb, Personalmanagement, Kundendienst, Logistik (Transport, Schwermaschinenbediener), Elektrotechnik, Fleisch sowie dem Bausektor.

Diese Daten stammen aus der vom Arbeitsministerium vorgelegten Studie nach Angestellten (OIT-Cinterfor) für 2020, die die Prognose der Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern aus den verschiedenen Wirtschaftssektoren des Landes widerspiegelt.

Der Bericht basiert auf Umfragen und Analysen der OIT, der Beratungsunternehmen Manpower und Pivot, Sinafocal und der Werbekammer von Paraguay (GAP). Arbeitsministerin Carla Bacigalupo leitete die Präsentation, die im Regierungspalast in Begleitung von Minister Hugo Cáceres stattfand. Fabio Bertranou, Direktor des OIT-Büros für die südliche Hemisphäre; Hugo Rodríguez von Pivot und Ulises Cabral von Manpower waren ebenfalls auf der Pressekonferenz zugegen.

Bacigalupo wies darauf hin, dass in allen Bereichen der Wirtschaftstätigkeit des Landes der Hauptnachteil für die Einstellung von Arbeitnehmern ein Mangel an Erfahrung und Berufsausbildung sei.

Sie fügte hinzu, dass das Bestehen und Fortbestehen des Missverhältnisses zwischen dem Angebot an Ausbildung für die Arbeit und der Nachfrage aufgrund seiner negativen Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und Beschäftigungsfähigkeit zu einem der Hauptprobleme im Land geworden sei. „Der Fortschritt in Richtung digitaler Kompetenzen und der Wissensgesellschaft ist der unbestreitbare Weg, um neue Arbeitsplätze im IT-Bereich zu fördern. Ebenso ist die Verbesserung der Bildungsqualität in den Bereichen Verwaltung und Vertrieb, Kundendienst, Produktion und Logistik unter Einbeziehung digitaler Fähigkeiten und Soft Skills auf die hohe Nachfrage in diesen Sektoren eine der entscheidenden Faktoren, die umgesetzt werden müssen“, sagte Bacigalupo abschließend auf der Pressekonferenz.

Wochenblatt / Ultima Hora

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9 Kommentare zu “Arbeitskräfte im Bereich Informatik händeringend gesucht

  1. Sollten DÖCHL-ler fünf Jahre bis zum MSc Informatiker, Wirtschaftsinformatiker, Medieninformatiker, Medizininformatiker studiert haben, ne, das lernt man hier in zwei Wochen Papa über die Schultern schauen. Das müssen Sie dann schon nachholen. Nicht anerkannt. Wird dann auch bestens bezahlt. So als Junior Programador kann man hier mit 350 Euro anfangen, Applikationsentwickler III können dann schon mit 800 Euro monatlich rechnen. Natürlich nach oben offen. Die Qualität ist natürlich auch dementsprechend. Kann man Dank moderner ITK sogar von der Hängematte aus machen. Am besten fängt man mal ein Studium an, die hier an vielen Ecken angeboten werden: Wörd, Exel, Libreoffice Base, Popopoint und Corel Draw.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    In der spanischen Tabelle von UH sieht man nichts von Logistik oder andere realproduktiven Arbeitsstellen.
    Es sind alles so halbwegs Buerojobs, wo nur die IT’ler so halbwegs wirklich was machen.
    Alle anderen Jobs sind Taetigkeiten der Problemloesung – also man loest vorher geschaffene Probleme.
    Buchfuehrer sind ja ein Dauerrenner weil diese Zunft per Gesetz kuenstlich geschaffen wurde. Da wurde ein riesiger Verwaltungszweig vom Gesetzgeber geschaffen als man den obligatorischen Contador als Pflicht einfuehrte.
    Weiter sieht man da wieder die altbekannten agentes, asistentes und secretarias die man schon waehnte durch das Smartphone ersetzt zu haben. Der Krake waechst aber immer wieder dieselben Koepfe nach.
    In der Erschaffung von buerokratischen Jobs ist der Lateiner Weltmeister – Jobs die Probleme loesen die vorher per Gesetz geschaffen wurden. Um eben die Jobs zu schaffen, na logo.
    In der Unterliga tauchen wieder die Albekannten von Assesores und Ayudantes auf, so quasi Mundschenke um dem Boss den Terere einzuschenken wenn er zu verkatert ist vom Dauersuff.
    In der Oberliga dreht sich alles um Werbung und der Verkaufspush. Bekanntlich pusht man einen Verkauf wenn der Kunde das Ding sowieso nicht besonders noetig hat oder jeden Halbmond ein neues kauft weil das vorige Ding durch die Planned Obsolescence, geplante Obsoleszenz (Sollbruchstellen & Co.) absichtlich kaputt ging.
    Personalabteilungsleute sind sehr gefragt? Nun das zeigt dass niemand mehr mit aufmuepfige Arbeiterschaften was zu tun haben will. Das zeigt dass der durchschnittliche Arbeiter im Prinzip arbeitsunwillig ist und meist eine Drogendealer Mentalitaet hat wo kzrze und wenige Arbeit mit viel Geld verguetet werden soll damit er nur eine Woche arbeiten muss und davon aber einen Monat leben kann.
    Ansonsten boomt wohl der Immobilienmarkt da Makler gefragt sind und der Rest der Sitzmeister sind wieder Gehilfen im Sektor Buchfuehrung.
    Das hin und herschieben von Zahlen ist allerdings der Traumjob des Paraguayers wofuer man anscheinend massenhaft Leute benoetigt mit Rechenschieber und keinerlei Software.
    Anscheinend ist der Job des Drogendealers nicht aufgelistet obzwar der Sektor offensichtlich im Zentralen Chaco boomt. Ich sehe den Job des Berufskillers auch nicht.
    “Oeffentlich Funktionierender” sehe ich da auch nicht als Job aufgelistet obzwar der Funcionario Publico (Beamter) und seine Pendants im privaten Sektor (z.B. empleado de Cooperativa) der am meisten nachgefragteste Job sein duerfte.
    Arbeiten der Industrie und Schwerindustrie – Fehlanzeige. Das will wohl niemand da man sich die Haende dreckig macht. So ueberlaesst man die Herstellung von realen Guetern den dreckigen Chinesen.
    Den Job als Halbleitertechniker, Prozessorenhersteller, etc. sucht man vergebens in der Liste.

    1. Ja, Sie sind ein aufmerksamer Leser. Habe ich gar nicht bemerkt, dass Dealer, Diebe und Waffenschieber auf der Schätzungsstatistik fehlt. Schon mal die Homepage von Manpower – Papaguya angeschaut? Vielleicht habens bei Manpower – Papaguya zwischenzeitlich schon einen Junior-Programmer gefunden, der ihnen eine etwas vertrauenswürdigeren Webauftritt gebastelt hat. Ich meine “Link not found” kann sogar ich als Laie programmieren.

      1. Moyses Comte de Saint-Gilles

        Link not found ist die Normalitaet bei paraguayischen Webseiten.
        Man tue es sich nur nie an was mit paraguayischen Programmierern zu tun zu haben.
        Fuer meine Buchfuehrung genuegt Money Manager Ex vollauf. https://www.moneymanagerex.org/
        Nur leider koennen daran keine Buchfuehrer verdienen und so ist es eine nicht anerkannte Software. Die ganze Buchfuehrungssoftware in Paraguay ist ein einziger Betrug von dem tausende Programmierer leben – d.i. von den eingebauten Bugs die diese dann fuer teures Geld “beseitigen” kommen.
        Das ist eine aufgezogene Mafia.
        Das MMEx Programm funktioniert immer, ist Open Source und Gratis unter der GNU General Public License. Zudem kann es so gestaltet werden wie man will. Das brauch ich immer fuer die Gehaltsabrechnung meiner Arbeiter.
        Damit koennte jeder ganz einfach mit einer simplen Buchfuehrung seine Buchfuehrung selber machen. Das wird dann digital zum Finanzamt geschickt und so spart man sich die teuren Kroeten fuer den Buchfuehrer.
        Die MMEx Software hat nie Fehler, funktioniert immer (manchmal ist das Spanisch eher Englisch als Spanisch aber Gott sei dank ist ja offiziell Englisch in Paragauy anscheinend schon ein Pflichtfach – der Witz des Tages).
        Mit diesem MMEx Programm koennte das SET (Finanzamt) ein generelles Schema der Buchfuehrungskategorien den Steuerzahlern zukommen lassen die in steuerpflichtigen und steuerabsetzbaren Unterkategorien eingeteil sind bei Einnahmen und Ausgaben. Das wars dann auch schon und der Buerger kann die Kategorien dann in MMEx eintragen. Jeden Monat tippt er Belege ein fuer Einnahmen und Ausgaben in die Grosskategorien Steuerpflichtig und nicht Steuerpflichtig und so ist die Buchfuehrung dann geordnet und wird digital dem Staat zugesandt. Die Doppelte Buchfuehrung ist garnicht noetig sondern eine simple tut’s auch.
        Das sparte den Leuten massenhaft Geld und man umgeht die Kraken namens Buchfuehrer.
        In etwa so wird es fuer die Kleinverdiener in Kanada gehandhabt. Man braucht da keinen Buchfuehrer.

    2. Den Job “Prozessorenhersteller” gibt es weltweit nicht. Wo haben Sie denn das her?
      Hersteller von Prozessoren sind ganze Unternehmen, die nicht einmal eine eigene FAB haben müssen.
      Was es gibt sind Chip-Designer (was auch wieder nur ein pauschaler Überbegriff ist), die sich mittels komplexer Software um die Umsetzung der Schaltung in Silikonstrukturen kümmern.
      Nun gut, das nur zur Klarstellung.
      Sonst haben Sie den Nagel so ziemlich mittig auf den Kopf getroffen. 😉

  3. Tja, woran das wohl liegen mag? Vielleicht daran, dass die meisten nicht verstehen, was sie lesen, wenn sie denn überhaupt lesen können. Oder daran, dass sie nicht über 10 rechnen können, weil sie ja nur 10 Fingerchen haben – wenn sie die denn haben und nicht duch die Superböller schon eingebüßt haben.
    Oder daran, dass man dann nicht alle 60 Minuten für 15 Minuten eine Pause machen kann, um gemeinsam seinen Sabber in der Bombilla auszutauschen.

    1. Eigentlich können die Indianer hier nur bis fünf zählen, haben ja 5er-System und kein 10er-/Dezimalsystem, das ist tief verwurzelt im Denken:
      Im Guaraní gab es ursprünglich lediglich Grundwörter für die Zahlen eins bis fünf:
      peteĩ eins
      mokõi zwei
      mbohapy drei
      irundy vier
      po fünf
      Das für die Zahl Fünf gebrauchte Wort bedeutet eigentlich „Hand“. Von sechs bis neun werden die Zahlen aus dem Wort für Hand und den Zahlen eins bis vier zusammengezogen (poteĩ, pokõi, pohapy, porundy). Weitere Zahlen werden ähnlich gebildet, so steht kuã („Finger“) für zehn, kuãpo für fünfzehn und mokõikuã für zwanzig. Zahlwörter für kleine Zahlen werden heute noch häufig gebraucht, für große Zahlen werden in der Regel spanische Zahlwörter verwendet.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Guaraní_(Sprache)#Zahlen

      1. Moyses Comte de Saint-Gilles

        Interessant also. Das wusste ich nicht.
        Monosapiens ist dann also 14 Haende alt, also 7 Finger alt im traditionellen Guarani.
        Das duerfte dann heissen kuapo mokoipo – also 10 mal 5 + 10 mal 2 = sage und schreibe 70.
        Bei Monosapiens muesste man das glaube ich in Zehen rechnen die an Pilzbefall leiden. Leider bin ich in Guarani nicht so bewandert als dass ich wuesste wie man das ausspricht.
        Wir muessen allerdings auch damit rechnen dass nicht alle Sprachen heute in ihren Varianten von Gott geschaffen wurden bei der Sprachenverwirrung beim Turmbau zu Babel.
        Da scheinen doch sehr viele Details in Vergessenheit geraten zu sein so dass Veraenderungen der Sprache und zunehmende Abweichung vom Original des Turmbaus zu Babel, eben nur das Bekannte von Generation zu Generation weitergegeben wurde. In Vergessenheit geratene Dinge und Bezeichnungen liess man schlichtweg ganz weg. So waren Zahlen bei den Guarani nicht wichtig und wozu dann mehr als an den 5 Fingern abzaehlen koennen. Das reicht allemal zu um die 10 hijos zu zaehlen – das Hauptproduktionsgut der Guarani. Auch die Eheweiber zu zaehlen reichte es auch voellig aus da der Guarani meist im Leben mit 4 verschiedenen Frauen eine Mehrehe unterhielt – bei 5 war wohl Schluss mit Lustig da das Ende der Schublehre erreicht war. Ist das Lineal zuende so ist das natuerlich ein deutliches Zeichen dass es jetzt genug sei mit dem Weiberwechsel.
        Mehr als 20 Pfeile (also 4 mal die Hand) duerfte der Krieger im Krieg auch nie benoetigt haben – wozu dann noch weitere Zahlen erfinden?!
        Das ist wieder ein Zeichen wie Voelker im Laufe der Zeit Wissen verlieren und dieses verlorene Wissen eben nicht mehr in ihrer Sprache auftaucht. Man erinnerte sich dann wohl nur an die “hochstehenden Vorfahren” und wartet auf einen Cargo Kult wo die Ahnen ploetzlich mit Flugzeugen kommen ihnen westliche Erzeugnisse zu bringen.
        Altes Wissen kann sehr leicht ueber die Jahrhunderte verlorengehen. Daher ist es leicht denkbar dass dem Reformationsvolk das Christentum durchaus nach mehreren Hundert Jahren Agnostik verlorengeht – man kennt JHWH und “den Heiland” nicht mehr.
        Die Israeliten vergassen ueber 400 Jahre ja JHWH auch in Aegypten und der Herrgott musste sich wieder beim Sinai vorstellen.
        Das kann leicht passieren. Auch die Inkas kannten einen Verakutscha der wohl noch eine wage Erinnerung an JHWH war. Der Inkaherrscher wagte aber nicht diesen vollends kurze Zeit vor Pizarro seinem Volke als alleiniger Gott einzufuehren (die Elite der Inka erinnerten sich deutlich an Verakutscha, oder JHWH) aus Angst vor dem Landesvolk das anderen Goettern nachlief.
        Ist es Zufall dass eine Version von Haensel und Gretel bei den Inkas umlief? Wohl kaum.
        “Einem indigenen Märchen zufolge, das zu Beginn ein wenig an Hänsel und Gretel erinnert, warten zwei kindliche Geschwister auf die Rückkehr ihrer Eltern. Als der Hunger sie schließlich auf der Suche nach ihren Eltern in den Wald treibt, werden sie müde, legen sich auf einer Lichtung zum Schlafen und werden in das Paar eines Qara-Qara verwandelt, eines etwa Sperber großen andinen, Aas fressenden Raubvogels, der von den Inka wegen der lebenslangen Treue des Qara-Qara-Paares und ihrer Intelligenz zum Symbol Manqu Qhapaqs und Mama Uqllus und aller ihnen nachfolgenden Inkas werden, denn sie können zwischen den Menschen und den Göttern als Mittler fliegen.”.

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