Argentinien: Die goldenen Zeiten sind vorbei

Asunción: Tausende von Paraguayer leben im Nachbarland Argentinien. Aber die goldenen Zeiten sind vorbei und viele Widrigkeiten, die passieren, sind der Öffentlichkeit unbekannt. Hier sind einige davon.

Die Migration der Paraguayer nach Argentinien umfasst eine Reihe von Aspekten, die der allgemeinen Bevölkerung unbekannt sind.

Vor ungefähr 10 Jahren, als die Wirtschaftslage in Argentinien günstig war und der argentinische Peso ungefähr den Kurs von 2.000 Guaranies erzielte, verdiente man den meisten Fällen durchschnittlich 8 Millionen Gs. im Monat. Eine Tatsache, die es ermöglichte, Geld nach Paraguay zu überweisen.

Aber dieses einfache Verfahren, eine Unterstützung an Verwandte in Paraguay zu senden, bedeutete für diejenigen, die es verschickten, übertriebene Unkosten.

Die Quelle, die anonym bleiben will, gibt an, dass die von Finanzinstituten angeforderten Provisionen rund 7,5% betrugen, was zum Beispiel eine Gebühr von 75.000 Gs. für jede Million an Guaranies entspricht, die man nach Paraguay geschickt hat. Eine Summe, die von keiner öffentlichen Einrichtung kontrolliert oder reguliert wurde.

Derzeit, 10 Jahre später, ging dieser Prozentsatz auf 5% zurück, eine Zahl, die immer noch übertrieben ist, wenn man bedenkt, dass 2,5% fair wären.

Ein anderes Mal teilte der Informant mit, dass viele Frauen zwischen 18 und 22 Jahren direkt zur Prostitution gezwungen wurden. Auf Empfehlung ihrer eigenen Verwandten, die sie nach Argentinien brachten.

In der Stadt La Plata gab es beispielsweise Unterkünfte, die als “Frauenhäuser“ bezeichnet wurden und in denen etwa 20 junge Damen lebten.

„Ich habe 600 solcher Häuser gefunden, die dieser Dienstleistung gewidmet waren und ich erinnere mich noch genau, dass in einer Zeitung in La Plata in Form eines Katalogs all diese Mädchen vorgestellt wurden“, erinnerte sich die Quelle.

Im Allgemeinen melden diese Frauen ihren Eltern oder anderen Verwandten nicht die tatsächliche Arbeit, die sie im Nachbarland verrichten und beschränken sich darauf, ihnen mitzuteilen, dass sie mit anderen Aufgaben betraut seien, beispielsweise mit der Betreuung älterer Menschen.

Ein weiteres Dilemma, das die Paraguayer im Nachbarland überwinden, ist der Erhalt der argentinischen Staatsangehörigkeit. Dies, um von den vielfältigen Vorteilen zu profitieren, die das Nachbarland seinen Mitbürgern bietet.

Der Informant erinnert sich, dass Paraguayer sich ihren Landsleuten als Helfer für den Erhalt der argentinischen Staatsangehörigkeit anbieten. Ein Service, der übertriebene Kosten verursacht.

Mit anderen Worten, für Dokumente, die für 10.000 Guaranies erhältlich sind, haben die Einwanderungshelfer ihren Landsleuten im Durchschnitt 1.000.000 Gs. in Rechnung gestellt.

Wochenblatt / El Independiente

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10 Kommentare zu “Argentinien: Die goldenen Zeiten sind vorbei

  1. Georg von Gottsmann zu Thurn und Stopffenheim

    Genauso wie mit der „Spaniering“ die den alten Mops des Geldes erleichterte, duerften wohl die meisten paraguayerinnen die nach Argentinien und Europa (speziell Spanien) auswanderten in der Prostitution gelandet sein. Oder sie arbeiten als Drogenkuriere.
    Beide Gewerbe bringen kurzfristig viel Geld ein, was ja das Lebensziel des Lateiners ist.

    1. Na, K.Otzberg oder wie du dich jetzt nennst; noch nicht bemerkt das das Avatarbild mit der Mailadresse verknüpft ist? Wäre aber auch ein Wunder wenn du überhaupt etwas merken würdest. Das du über Hurenhäuser in Argentinien schreibst muss wohl mit deinem Ge burts/wurfort dort zu tuen haben.

    2. Argentinien gibt gratis an Mitbürger der Nachbarländer Bildung und Gesundheitspflege , so ist es ein Magnet für die armen aus Paraguay Peru Bolivien und Chile, welche die Slums von Buenos Aires bevōlkern und exponencial wachsen lassen. Peronismos sei dank

  2. Genau so ist es mir ergangen in den letzten 10 Jahren in PARAGUAY, erlebe es jeden Tag von neuem , Abzocke, Betrug, Erpressung in allen Bereichen. Zuerst vor der eigenen….

  3. Letzter Satz: Ist ja wie hier. Sagte mir ein EWH: „Was kostet denn bei dir die Wohnbescheinigung auf dem Polizeirevier?“ „5000 G“ “ Ich verkaufe die an die Leute fuer 150.000 G“ sagte er.

  4. Das Ziel ist natürlich, dass die ganze Welt so aussehen soll. Daher Grenzen auf und Wirtschaftswachstum über alles. Mit Migrations und Flüchtlingspakt ist man gut aufgestellt und wir wissen es sind vor allem Frauen, die diese linken Parteien wählen oder in diesen Organisationen Feuer und Flamme sind. Also kommt uns dann nachher nicht mit wir sind so arm.

  5. Georg von Gottsmann zu Thurn und Stopffheim

    Von MoneyGramm und Western Union hat man dort wohl noch nie was gehoet, oder? Wie waers mit Paypal? Funktioniert mittlerweile sogar in Paraguay. Nun die Banken schroepfen dir in Paraguay auch ein ziemlich erkleckliches Suemmchen ab. Gebuehren und Co. die bei mir na gut bei 3% lagen. Bei restriktiver Transferpolitik kann diese Summe leicht eben bis 9% erhoeht werden um die Leute davon abzuhalten. Ansonsten duerftenirgends auf der Welt eine Staatsangehoerigkeit 10000 Gs kosten sondern eben ueber 1 Million Gs (siehe schon nur die 200$ Bearbeitungsgebuehren nordamerikanischer Staatsangehoerigkeiten), c’mmon wo denkt man hin. Einen Tag im Puff arbeiten fuer die Gebuehren ist dem paraguayer natuerlich zu viel. Die argentinier sollen die beste kommunistische grati Krankenversorgung haben und um das zu geniessen wollen die “Neubuerger“ dann nicht mal 1 Mille abquetschen – das ist mal wieder typisch. Grati Krankenversicherung wollense ohne gross was zu zahlen und beim Puff die Steuern umgehen damit das sauer verdiente Geld ohne abstriche nach Paraguay geschickt werden kann – das ist die Zockerabsicht. Die Mangos sollen ihnen noch gratis hinterhergeschmissen werden dieweil der argentinische Staat bankrott geht. Gerade diese Mentalitaet verursacht das argentinische oekonomische Desaster. Saugen und zocken aber nichts beitragen wollen…

    1. MoneyGramm und WesternUnion sind unverschämt teuer mit Gebühren und unterirdischer Wechselkurs. Besser von einem bekannten in Europa ein Konto eröffnen lassen. Dann bekommt man teilweise sogar die Automatengebühren erstattet und zum Tageskurs. Und das beste, man muss sich nicht rechtfertigen woher, wozu und wieviel. Ein Automat stellt keine Fragen.

  6. Der letzte Absatz: „…für Dokumente, die für 10.000 Guaranies erhältlich sind, haben die Einwanderungshelfer … im Durchschnitt 1.000.000 Gs. in Rechnung gestellt.“ kommt sicher einigen DÖCHlern aus den Paragauy bekannt vor.

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