Auch Rio Tinto Alcan stehen die Türen wieder offen

Asunción: Paraguays Regierung steht nicht unbedingt viel Geld zur Verfügung und auf der Suche nach Investoren ist sie ebenso. Einer unter ihnen ist wohl der einzige der mit einer Investitionssumme von rund 4 Milliarden US-Dollar sich förmlich anbietet.

Um die Umweltschützer wie auch den Fiskus zu beruhigen und einen Mittelweg zu gehen, erklärte der Minister für Handel und Industrie, Gustavo Leite, dass mit dem Einhalten der Umweltrichtlinien des Landes auch Rio Tinto Alcan in Paraguay Fuß fassen kann.

Erst eine Woche bevor Cartes zum Präsident gekürt wurde, besuchte der kanadische Außenminister das Land und warb ebenso mit einem „grünen“ Unternehmen, welches ganz sicher bei der Herstellung von Aluminium alle gesetzlichen Richtlinien einhalten wird.

Leite sagte bei dem Radiointerview zudem, „dass Rio Tinto keine Unternehmen von Ganoven ist sondern an der Börse notiert. Es gibt Regeln, an die sich auch dieses Unternehmen halten muss. Sicherlich melden sich Vertreter von RTA wenn sie es für notwendig halten. Im Allgemeinen stehen allen Unternehmen die Türen offen im Land, wenn sie eine gewisse Linie einhalten und dabei nicht die Umwelt schädigen“.

(Wochenblatt / 5dias)

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22 Kommentare zu “Auch Rio Tinto Alcan stehen die Türen wieder offen

  1. Wenn paraguaische Politiker aber auch einfache paraguaische Menschen von Umweltbewusstsein sprechen kommt bei mir im Magen so ein flaues Gefühlauf. Wissen DIE denn überhaupt wovon sie reden ? Wenn ichh mit offenen Augen durch die Städte oder über Land fahre, kann ichs mir beim besten Willen nicht vorstellen.
    Oder meinen sie damit nur das Reinheitsgebot bei der Cervezaherstellung ?

    1. „Reinheitsgebot“ bei der Bierherstellung,,,
      seit wann gibt es dass denn in Paraguay ?
      Wer hier Bier brauen will muss eine
      Ausbildung als „Chemiker“ haben.

  2. Man kann sich natürlich, wie schon in der Vergangenheit mehrmals geschehen, so lange rumstreiten bis der Investor kein Interesse mehr hat und abwandert.
    Die „Nachbarn“ werden sich sicher freuen und „Ihn“ mit Zugeständnissen im Umweltschutz zu sich lockem. Bei bestimmten Wetterlagen ist dann der ganze Dreck wieder bei. Dafür gibt es dann aber keine Steuereinnahmen und Einfluss nehmen könnten wir dann auch nicht mehr.

  3. aller Anfang der Industriealisierung ist schwer und hat seinen Preis!!! In Europa oder USA wurde doch Jahrzehnte lang „Dreck“ in Fluesse, Boeden und in die Luft gepumt. Hier gilt es einen Anfang zu machen und dabei muessen eben Kompromisse geschlossen werden, hinterher wenn jeder zufrieden ist kann man ja die Vorschriften erhoehen.

  4. @Bayer Hiiiilfe! Wer ist der Leite? Die Börse ist eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte und ein Unternehmen welches dort gelistet ist, dessen Vorstand ist ausschließlich den Aktionären verpflichtet. Das geht IMMER zu Lasten der Produktiven und in diesem Fall, zu Lasten der Umwelt.

    Also, Leite hat mit eingestimmt und macht auf Violine.

    LG

      1. stimmt – aber nicht die von Tom.
        Welchem einzigen Zweck eine Aktiengesellschaft verpflichtet ist, sollte doch klar sein: maximaler Profit für die Aktionäre.
        Und warum wollen die – auf der ganzen Erde wegen ihres „Umweltbewußtseins“ übrigens verschrienen – Kanadier denn unbedingt nach Paraguay? Weil es hier keine Korruption gibt? Weil die ganze Logistik hier so super ist? Weil es so viele gut ausgebildete und arbeitswillige Arbeitskräfte gibt? Oder vielleicht eher, weil man hier den größten Gewinn erzielen kann, weil die Lohnkosten gering, Energiekosten gering, Umweltschutzkosten????

        1. Hast recht Heiko: Es ist eine Frechheit, dass Firmen als Ziel haben Geld zu verdienen und einen return auf Ihr invest fordern. Der Kommunismus hat uns ja bewiesen, dass Kolchosen ganz hervorragend funktionieren und alle Menschen glücklich und satt macht.

          und nach der Arbeit sitzen wir alle am Lagerfeuer und halten uns singend die Hände.

          1. ????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????ß

          2. Tja Metti, noch nicht viel gesehen von der Welt?
            Es ist nunmal Tatsache, dass die börsennotierten Unternehmen ihren Gewinn an die Aktionäre abführen müssen (nach notwendigen Investitionen etc. selbstredent), während beispielsweise mittelständische Unternehmen mehr investieren. So ist nunmal die Wirtschaft, ob man dies wahrhaben will oder nicht. Kommunismus und Lagerfeuer? Wenn die Argumente oder das Wissen fehlt, dann rettet man sich in Floskeln und „Schlagtotwörtern“.

    1. Jedes Unternehmen hat in erster Linie Gewinnabsicht.
      Ist das nicht so, dann definiert zB der D-Fiskus die Unternehmung als „Hobby“ oder „Liebhaberei“.
      Lesen sie das selber nach, wenn sie mir nicht glauben.

      Gewinnabsicht ist das Grundfundament jeder Wirtschaft. Nur dort, wo Gewinn gemacht werden kann, entstehen überhaupt Arbeitsplätze.
      Nur dort wo es Arbeitsplätze *IN DER INDUSTRIE* gibt, also etwas hergestellt wird, werden Werte geschaffen, die den Wohlstand der Gesellschaft erhöhen.

      Wenn wir jetzt noch die Landwirtschaft und den Bergbau dazurechnen, dann hat das sogar ihr großes Idol Karl Marx in seinem Referenzwerk „Das Kapital“ so anerkannt.

      Worin sich der Realist jetzt vom verblendeten linken Spinner unterscheidet, ist die Erkenntnis von der Realität des Menschen.
      Jeder Mensch ist im Grund seines Herzen ein ganz persönlicher Gewinnmaximierer. Deswegen hat auch der Kommunismus nur am Papier bestand – in der Realität scheitert er am Menschen.

      Was Sie und ihre Freunde der Frankfurter-Schule jetzt versuchen, ist nicht die fehlerhafte Theorie des Marxismus zu ändern, sondern den MENSCHEN umzuerziehen, bis er zu ihrer Theorie paßt.

      Das geht schon seit 40 Jahren so und bring dank Feminismus, Schuldenwirtschaft, Globalisierung und political correctness jede Art von Leid und Unheil über die Menschheit, ohne dem Ziel des (völlig idiotischen) maristischen Utopias auch nur einen Schritt näher gekommen zu sein.

      Wir brauchen eine freie Wirtschaft, einen Nachtwächterstaat der auf seine Kernaufgaben reduziert ist und keinesfalls mehr als 10% Anteil am BIP hat, sowie ein Höchstmaß an Eigenverwaltung und EigenVERANTWORTUNG für jeden Bürger. Eben das genau Gegenteil des Sozialstaates wie wir ihn heute kennen.

      Ich fürchte persönlich, dank der großen Zahl verblendeter Idealisten und der noch größeren Zahl dumpfer Schafsmenschen wird es wohl einen weiteren großen Krieg (WK3) geben, bevor sich diese Erkenntnis auch in den Köpfen der Masse ausbreiten kann.

      1. Tja, 9mm da haust Du aber strack, in die selbe Kerbe wie ich. Den Unterschied zwischen einem Aktienunternehmen und einem Unternehmen in Eigenverantwortung ohne Rücktrittsmöglichkeit der Leader haben Sie ja eigendlich schon klar mit dem Geschriebenen.

        9mm es geht nur noch darum, möglicht vielen Menschen bewußt zu machen, daß es eine Veränderung in Ihrem Leben geben wird und daß sie sich darauf mental vorbereiten.

        Das was kommen wird, ist schon vorbereitet, hat mit Freiheit aber nichts zu tun.

        Ich bin für alle Fragen offen.

        LG

  5. so läuft es immer, wenn man einen Quereinsteiger aus der „Wirtschaft“ zum Präsidenten macht. Der große Reibach ist angesagt, ob dabei die Natur, die Umwelt und letztlich die Menschen Schaden nehmen, ist bedeutungslos. Hauptsache: Gewinnmaximierung!
    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann“, aus den Prophezeiungen der kanadischen Cree Indianer.

  6. gustavo leite gusinky.er ist ein neffe der senatorin
    gusinky.diese wiederum ist?war? die ehefrau des ex-
    praesidenten cubas grau(15,8.1998 bis ende maerz 1999).
    dieser trat nach den unruhen nach der ermordung des
    vizepraesidenten luis maria argaña zurueck.die tochter
    von den beiden wurde entfuehrt und spaeter in einem loch
    verscharrt aufgefunden.laut gerichtsurteil von EPP leuten
    hingerichtet.
    zu rio tinto. habe vor kurzem im wirtschaftsblatt gelesen
    dass dieser konzern in anderen laendern schwierigkeiten
    mit der aluminium produktion hat.

  7. Danke Bayer, ich habe mir so etwas schon gedacht. Gehe ich recht in der Annahme, daß die ganze Führungsriege elitär besetzt ist? Können Sie da einmal eine Einschätzung abgeben?

    @Kopfschüttler: Ja, Du solltes Deine Meinung kosequenter umsetzen.
    @Heiko: Danke, ganz Deiner Meinung.
    @Metti: Was ist der Unterschied zwischen einer Kolchose und einer Ag? Ich sehe da keinen.
    @Asuncion45: Die Indianer waren sehr weise und MUßTEN nicht in die Schule, wo 90% Bulimielernen praktizieren. Ein weiser Spruch ist auch: „Steig ab, wenn du merkst, daß du ein totes Pferd reitest“.

    Ich steig noch nicht ab und möchte einmal folgenden Artikel zum besten halten: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/firmen/1226093/

    Norwegen hat 2008 alle Rioaktien im Wert von €600mio abgestoßen und das erklärt:
    „Das Finanzministerium hat beschlossen, die Firma Rio Tinto vom Rentenfonds der Regierung auszuschließen, um nicht Gefahr zu laufen, an schweren Umweltschäden mitbeteiligt zu sein. Es weist nichts darauf hin, dass das Unternehmen seine Praktiken in Zukunft ändern oder Maßnahmen ergreifen wird, um den Schaden an Natur und Umwelt zu verringern … “

    In dem Artikel wird vor allem auch deutlich, wie wirksam Firmenpropagana sein kann. 😉 Achtet einmal darauf. Den letzten Part stelle ich hier aber noch ein und der Leser sollte es einmal auf Paraguay beziehen:

    „Die Förderung und der Handel mit Bodenschätzen werden weiter von Großkonzernen wie Rio Tinto kontrolliert werden, die immer häufiger versichern, dass sie umweltschonender, fairer und transparenter operieren wollen. Ob sie diesen, an sich selbst gestellten Erwartungen gerecht werden, wird jedoch letztlich weiterhin davon abhängen, ob die Regierungen der Länder, in denen sie operieren, willens und in der Lage sind, die bei ihnen geltenden Gesetze durchzusetzen.“

    LG

    1. Mal eine Frage an die „insider“:
      Wer kennt denn die Eckdaten dieses Geschäftes? Die Investition soll 4 Mrd. USD betragen. Werden die Rohstoffe hier gefördert, oder nur die Aluminiumproduktion angesiedelt? Welchen Strompreis wird das Unternehmen zahlen? Ist es noch aktuell, dass 50% des Rohaluminiums exportiert wird und 50% im Land einer „Weiterverarbeitung“ unterzogen wird?
      Auf der HP von RTA habe ich über die Investition in Paraguay noch nichts gefunden.
      Gruss, Miha

    2. tom.dieses mal kann ich dir wenig helfen.da praktisch alle minister nicht-politiker sind,kenne ich einige
      gar nicht. wen kenne ich.
      aussenminister loizaga. hat eine diplomatische laufbahn.
      war paraguayischer botschafter bei der UNO.sein schwarzer
      fleck.er ist als teilnehmer -veranstalter eines kongresses der antikommunistischen weltliga in asuncion
      aufgelistet, ich glaube 1979.
      verteidigungsminister soto estigarribia. er war frueher
      oberkommandierender des paraguayischen heeres.
      minister fuer oeffentliche bauten.ramon jimenez gaona.
      mehr als sportler bekannt.dreimaliger olympiateilnehmer fuer paraguay im diskuswerfen. hat in den usa studiert.
      finanzminister german rojas.war unter duarte frutos
      chef der banco de fomento.laut presse hat er doert gute arbeit geleistet.fuer mich hat ihn cartes als
      „finanziellen bremser“ ausgewaehlt.
      bildungsministerin marta lafuente. war vize-ministerin
      unter blanca ovelar.
      innenminister de vargas.der einzige liberale. sohn des
      ehemligen PLRA abgeordneten,spaeter senator „pancho“
      de vargas.ueber diesen koennte ich mehr schreiben,aber
      das ist nicht das thema.
      von den anderen minister-innen habe ich nie etwas gehoert und kenne sie deswegen nicht.
      der chef von itaipu ist james spalding hellmers.
      unter cubas grau chef von petrobar. unter gonzales
      macchi war er zuerst vize-und dann finanzminister.spaeter botschafter von paraguay in den usa
      der chef von yacyreta. juan schmalko.bis zu seiner
      ernennung buergermeister von encarnacion. er ist
      ukrainischer abstammung.
      das waere es fuer heute

  8. @Luiml läßt wenigstens sein Bauchgefühl sprechen und das hat wie immer Recht.

    Diese Konzerne sind nichts anderes als Geldsammelmaschinen ohne Rücksicht. Geld ist Macht! http://www.fr-online.de/wirtschaft/maechtige-konzerne-147-unternehmen-kontrollieren-die-welt,1472780,11055250.html

    Die Konzerne haben bereits soviel Macht, daß sie Staaten drängen ihre Souveränität Stück für Stück an Übergeordnete Kontrollorgane abzugeben (EU). Das ist der Grund der Krisen und es geht in die totale Kontrolle und Unterdrückung durch EINE Mächtige Instanz. DAS ist KOMMUNISMUS mein lieber 9mm.
    Dein Bauchgefühl trügt Dich auch nicht und hier gebe ich dir die Agumente: http://nsl-archiv.com/Buecher/Nach-1945/Landowsky,%20Josef%20-%20Rakowskij-Protokoll%20%281950-1987,%2080%20S.,%20Text%29.pdf

    Noch etwas zu diesem Projekt, eine Maschine oder Anlage kann man zu 100% automatisieren und der Grad der Automatisierung wird hier sicher ausgereizt. Bleiben als heimische Arbeitskräfte vielleicht die Baggerfahrer weil Instanthaltung und Linienüberwachung machen sicher „Profis“. Möglicherweise wird auch gar kein Enheimischer nur in die Nähe gelassen um die Umweltsünden nicht publik werden zu lassen. So läuft das.

    LG

  9. Was soll es denn? „Nach mir die Sintflut“ ist die Devise der Gier jener Menschen denen es nicht kümmert, dass alles Geld der Welt aus der Produktivität von etwas entspringt.
    Die nimmersatte Gier kennt kein Mitgefühl für dem Nächsten oder für die Umwelt. Die Gier der Inhaber von Konzernen und Inhaber von politischer Macht ist selbstzerstörerisch und dem Leben entgegengesetzt.
    Hunger und Not gibt es nicht weil es so viele einsichtige und kluge Leute gibt sondern weil solche in Führungspositionen fehlen.
    Da die Gier ohne Ausnahme in jedem Menschen angedockt hat, ist auch jeder verpflichtet Respekt vor ihr zu haben und so, in Verantwortung mit ihr zu sein.

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