Aufgeblähter Haushaltsplan ruft höchstwahrscheinlich neue Steuern auf den Plan

Asunción: Wenn der Kongress den Haushaltsplan für 2013 mit allen eingeführten Änderungen beschließt und staatliche Angestellten erneut einen Lohnzuwachs erlaubt, fehlt dem Staat ganz einfach das Geld um alles zu zahlen. Während der Finanzminister Manuel Ferreira auf das Geld achtet und weiß wie viel vorhanden ist, geht das Parlament auf jeden additionalen Wunsch ein und bläht die Summe immer mehr auf. Das Defizit vor der gestrigen Tagung lag bei 738 Millionen US-Dollar und stieg währenddessen auf 1,174 Milliarden US-Dollar, was durch eventuelle Staatsanleihen nicht mehr zu decken ist. Der Gesamthaushalt beläuft sich auf rund 13,1 Milliarden US-Dollar.

Schlussendlich liegt es in der Hand des Präsidenten Franco, die Entscheidung zu missbilligen und seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen, wie eben gestern Morgen, als er die Parlamentarier zur Austerität aufrief. Seine eigene Ehefrau und Abgeordnete hörte ihn nicht stimmte für den aufgeblähten Kostenvoranschlag.

Falls keiner der Parlamentarier darauf eingeht und somit Franco durch Verzögerung eventuell keine Zeit mehr bleibt Änderungen vorzuschlagen müssen neue Steuern auf den Plan gerufen werden. Die Gesetzgeber halten nichts vom Sparen und bitten unter anderem um 58 Milliarden Guaranies für einen neuen Parkplatz, obwohl sie eine Tiefgarage im Kongressgebäude haben.

Eines der ersten Schritte könnte eine Mehrwertsteuererhöhung von 5% auf 15% sein. Diese jedoch bestraft nur den „kleinen Mann“.

Ein Sprecher der staatlichen Angestellten erklärte, dass der Staat viel zu gut mit großen Unternehmen wie Tigo umgehen würde, diese machen Gewinn ohne Ende und zahlen kaum Steuern. Diese Misswirtschaft wird uns mit geringen Löhnen gedankt.

(Wochenblatt / Última Hora)

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11 Kommentare zu “Aufgeblähter Haushaltsplan ruft höchstwahrscheinlich neue Steuern auf den Plan

  1. Neun Prozent Defizit – so viel hat noch nicht einmal Griechenland. Die bringen es auf immerhin sieben.

    Der Aufruf von Franco, zu sparen, ist wohl nur BlaBla – sonst hätte seine eigene Ehefrau doch nicht FÜR den Haushalt gestimmt. MWSt verdreifachen. Grundsteuern rauf. So kriegen wir das schon hin.

    Ach, Ja – Abgeordnetengehälter rauf! Ministergehälter rauf! Benzin und Diesel rauf! Strom rauf!
    Noch was vergessen?

  2. Ausnahmsweise stimme ich euch hier vollinhaltlich zu.
    Die Beamtenparasiten mäßten sich ohne Scham und das Volk soll dafür zahlen.

    SAUEREI!

  3. was viel schlimmer wiegt, ist die mit diesem Haushalt verbundene Neuverschuldung. Sie führt in den Schuldenturm, in dem die Europäer bereits sitzen, zu einer totalen Privatisierung und dem Ausverkauf des Landes. Für die Naiven in diesem Forum hier noch ein Hinweis was „privat bedeutet: Privat (von lat. privatus, von privare, „abgesondert, beraubt, getrennt“. Will heißen, wer privatisiert, beraubt ein Volk seiner Besitztümer. Genau so ergeht es derzeit den Griechen. Obwohl das Land einen, seit Jahrzehnten bekannten Öl- und Erdgasreichtum besitzt http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41722030.html wurden diese bis heute nicht für das Land und seine Bevölkerung genutzt. Goldmann Sachs, eine amerikanische Großbank aus dem hause Rothschild, hatte durch einen Betrug dazu beigetragen, daß das Land die Kriterien für die Aufnahme in die Eurozone erfüllen konnte. Als es nun Zeit war, den Euro zu ruinieren, damit er sich nicht zur Konkurrenzwährung zum Dollar entwickelt, wurden diese Kredite zurück verlangt und das Land in die Krise getrieben. Die korrupten Politiker dort haben einem Angebot eines Konsortiums aus Nordeuropa die Ausbeute von Erdöl und Erdgas versagt, obwohl es so hervorragende Konditionen angeboten hat, mit denen die Schulden des Landes sofort hätten bezahlt werden können. Nun ist zu hören, die Amerikaner und die Israelis werden die Bodenschätze ausbeuten. Ein Verschwörungstheoretiker, der Böses dabei denkt. http://www.politaia.org/politik/europa/griechenlands-schulden-und-die-globale-olmafia-ein-mega-skandal/. Bitte die Links nicht lesen, denn lesen bildet!

    1. Hallo Asuncion45, guter Kommentar, nur leider muss ich dir in deinem Schlusssatz etwas wiedersprechen. Das mit dem Lesen finde ich schon OK, aber man sollte natürlich auch noch verstehen was man da liest, und dazu ist etwas Verstand von nöten. Ich Glaube ich muss dir nicht erklären wie ich das gemeint habe.:)

  4. Wir Deutschen und damit meine ich wieder einmal alle, sollten eine Petition an die Regierung schreiben, mit dem Wunsch endlich besteuert zu werden. Da das Geld knapp zu werden scheint und unsere Freunde die 300.000 Staatsangestellten auch eine Lohnerhöhung 2013 brauchen, um ihre Familien weiter hin gesund und kräftig ernähren zu können, sollten wir freiwillig, nicht mehr 10 Prozent wie vorgeschlagen, sondern 20 Prozent an das Finanzamt abführen.

    Da wir kaum etwas zum Staatshaushalt beitragen sollte dieser Schritt ein Anfang sein. Alle Deutschen mögen sich im Amt melden und die Einkünfte angeben, die dann versteuert werden. Oder aber auch die Kontoauszüge vorlegen. In Zukunft könnten wir uns ebenso eine Vermögenssteuer vorstellen. Dann wären wir, der von vielen so sehnlichst gewünschten Integration, ein gutes Stück näher gekommen. Ist ja auch moralisch nicht vertretbar, dass wir als Einwanderer auf Kosten der Einheimischen unseren Wohlstand leben können.

  5. darf ich mal eben fragen, ob sie hin und wieder im Supermarkt einkaufen gehen oder sonst schon mal was kaufen? Sollte das der Fall sein, dann zahlen sogar sie dafür Mehrwertsteuer (hier IVA genannt). Sollten sie kein Gewerbe angemeldet haben, können sie diese Steuer auch nicht verrechnen. Da die meisten Ausländer erheblich mehr konsumieren, Maschinen und ihre Ersatzteile benötigen, Häuser und Grundstücke haben, also hohe Beträge an Mehrwertsteuer und Grundsteuern zahlen, leisten sie einen erheblichen Beitrag zu den Einnahmen dieses Landes. Viel mehr, als sehr viele ihrer paraguayischen Nachbarn. Also, lieber Asuncioner, auch in diesem Falle bedarf es ihrer hirnlosen Aktionen nicht.

    1. Mein lieber 45, würden alle so denken wie Sie, dann bräuchte kein Paraguayer mehr Steuern zahlen. Jeder kauft im Supermarkt oder sonstwo ein und baut sich irgend etwas. Also diese ihre Vergleiche haben einen Holzfuss und hinken schwer. Warum immer gleich zu Disqualifizierungen greifen. Wenn Sie meine Kommentare als hirnlos bezeichnen, dürfte es mit Ihrer Intelligenz auch nicht weit her sein, ansonsten würden Sie sie wohl kaum lesen und für bare Münze nehmen.

  6. Meine lieben Landsleute sollten nicht vergessen, dass sie beim Verkauf einer Immobilie 10% an Einkommenssteuer an den Fiscus abführen müssen. Das ist seit August 2012 Gesetz und gilt für jeden in Paraguay, auch für Ausländer mit Immobilienbesitz.

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