Aufschub für ausländische Ärzte: Die Entscheidung des Gesundheitsministeriums zur Einbürgerung

Asunción: Das Gesundheitsministerium hat einen Aufschub für ausländische Ärzte gewährt, die von dem neuen Gesetz über den öffentlichen Dienst betroffen sind. Obwohl es in diesem Jahr keine unmittelbaren Entlassungen geben wird, müssen die Fachkräfte ihre Einbürgerungsverfahren einleiten, um ihre Verträge behalten zu können.

José Ortellado, Vizeminister für Gesundheit, erklärte zudem, dass für die medizinischen Facharztausbildungen (Residencias) 2027 ein System mit begrenzten Plätzen geplant ist, um die Ausbildung paraguayischer Fachkräfte zu priorisieren.

Inmitten der Unsicherheit, die das medizinische Fachpersonal betrifft, hat das Ministerium für öffentliche Gesundheit (MSPBS) beschlossen, einen Aufschub zu gewähren, um die Situation der ausländischen Ärzte in Paraguay zu klären. Das kürzlich in Kraft getretene Gesetz N° 7445/2025 „über die öffentliche Funktion und den öffentlichen Dienst“, das die paraguayische Staatsbürgerschaft für die Ausübung staatlicher Ämter vorschreibt, hatte für Alarmstimmung gesorgt, nachdem Zahlungen blockiert und Kündigungen in verschiedenen medizinischen Einrichtungen angekündigt wurden.

Obwohl von unmittelbaren Massenentlassungen die Rede war, stellte der Vizeminister für Gesundheit, José Ortellado, gegenüber ABC klar, dass ein Arbeitskreis eingerichtet wurde, um einen Zusammenbruch der Krankenhausversorgung zu verhindern. Er bekräftigte, dass ausländische Ärzte, die bereits über laufende Verträge verfügen, weiterhin im System beschäftigt bleiben.

Ausländische Ärzte müssen Einbürgerungsverfahren einleiten

Ortellado stellte jedoch klar, dass die Weiterbeschäftigung der im öffentlichen System tätigen ausländischen Ärzte nicht bedingungslos sei. Das Gesundheitsministerium betont, dass die Fachkräfte ihren dokumentarischen Status in kürzestmöglicher Zeit regularisieren müssen.

Der Vizeminister nannte keine konkreten Fristen, warnte aber, dass es als Desinteresse an der Fortführung der Verträge gewertet werde, wenn ausländische Ärzte innerhalb einer bestimmten Zeit keine rechtlichen Schritte einleiten. Er versicherte, dass diese „administrative Toleranz“ gewahrt bleibe, solange der Betroffene nachweise, dass er die Einbürgerungsverfahren begonnen habe.

„Man kann Menschen nicht von heute auf morgen entlassen. Wir werden konsequent sein; diejenigen, die bereits arbeiten, erhalten eine Aufforderung, ihre Situation zu regularisieren. Wenn nach Ablauf der Frist kein Interesse oder keine nachweisbare Bemühung vorliegt, müssen drastischere Entscheidungen getroffen werden“, erklärte Ortellado gegenüber ABC.

Das neue Szenario für Assistenzärzte

Die Situation für ausländische Assistenzärzte wurde von Ortellado ebenfalls geklärt. Er erläuterte, dass diejenigen, die ihre Ausbildung im Jahr 2026 begonnen haben, die Garantie haben, ihre Ausbildungsjahre abschließen zu können – das heißt, sie können in Paraguay die Facharztausbildung von Jahr 1 bis Jahr 3 absolvieren.

Ortellado warnte jedoch, dass sie diesen Zeitraum nutzen müssen, um ihre Einbürgerung zu beantragen, wenn sie nach Abschluss ihrer Spezialisierung im öffentlichen System bleiben wollen.

Hinsichtlich künftiger Ausschreibungen wies der Vizeminister auf eine geplante strukturelle Reform im Nationalen Rat für medizinische Facharztausbildung (Conarem) hin:

Einführung exklusiver Quoten: Es wird geprüft, die Anzahl der für Ausländer verfügbaren Plätze zu begrenzen, um internationalen Modellen zu folgen und sicherzustellen, dass staatliche Investitionen in die Ausbildung primär lokalen Fachkräften zugutekommen.

Technischer Ausschuss für Anforderungen: Das Gesundheitsministerium, das Ministerium für Humankapital und das Bildungsministerium (MEC) werden neue Punktesysteme und Grenzwerte definieren, um zu verhindern, dass die nationalen Kontingente verdrängt werden.

Zu den Berichten über Kündigungen

Bezüglich der angeblichen Kündigung der ersten zehn ausländischen Fachkräfte stellte das Gesundheitsministerium klar, dass diese Ärzte weiterhin im öffentlichen Gesundheitssystem tätig sind. Ortellado erklärte, es habe sich um administrative Benachrichtigungen gehandelt, die Situation werde jedoch derzeit durch den interinstitutionellen Arbeitskreis gelöst.

Das Einbürgerungsverfahren in Paraguay ist für seine Dauer bekannt, die bis zu fünf Jahre oder länger betragen kann. Zudem ist das Verfahren mit hohen Kosten verbunden, die bis zu 10.000 US-Dollar betragen können.

Wochenblatt / Abc Color

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