Außenminister Venezuelas forderte am Tag des Lugo Prozesses das Eingreifen des Militärs

Asunción: Als Beobachter waren einige Kanzler benachbarter Staaten am vergangenen Donnerstagabend nach Paraguay gekommen, um mit Regierungsmitgliedern und Parlamentariern zu sprechen und Lugo mehr Zeit für seine Verteidigung zu verschaffen.

Nicolas Maduro, der Einsandte des Karibikstaates Venezuela, nahm laut Aussagen der neuen Verteidigungsministerin, María Liz García, eine aktive Rolle bei der Lösung des Szenarios ein und ordnete als Freund Lugos den Kommandanten der paraguayischen Streitkräfte an, Lugo in jedem Fall zu beschützen. Er versprach zudem den Rückhalt des Einsatzes durch die internationale Staatengemeinschaft.

Das Treffen mit dem Militärkabinett, was allein dem Präsidenten unterstellt ist, fand am Freitag den 22. Juni 2012 um 16.00 Uhr im Präsidentenpalast statt. Der Chef des uniformierten Kabinetts, Ángel Vallovera, traf sich dabei mit allen anderen Mitgliedern der militärischen Führungsriege sowie dem venezolanischen Außenminister Maduro, dem ecuadorianischen Botschafter,  Julio Prado, und dem Vertrauensmann Lugos, Miguel Rojas.

Der Außenminister von Venezuela wollte nicht die Durchführung des Verfahrens unterbinden, sondern lediglich dass das Militär zum Schutz Lugos auftritt wenn es nötig wird.

Dies jedoch, nach der Absetzung Lugos wäre ein Verstoß durch die Soldaten, da der oberste Befehlshaber der paraguayischen Streitkräfte der Präsident ist. Das Militär jedoch entschloss sich streng nach der Verfassung vorzugehen und den neuen Präsidenten als Befehlshaber zu akzeptieren.

(Wochenblatt / Última Hora)

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4 Kommentare zu “Außenminister Venezuelas forderte am Tag des Lugo Prozesses das Eingreifen des Militärs

  1. Richtig vom Militaer. Falsch nur vom Kabinett von Ángel Vallovera, dass er sich mit auslaendischen Botschaftern getroffen hat wo zu dem Zeitpunkt nichts in der Naehe von unserem Militaer zu suchen hatten, zum Glueck ist aber nichts passiert.Wehe, wie viele Tote es gegeben haette wenn das Militaer den geilen Bischoff schuetzen wollten.

  2. Zunächst einmal vielen Dank an das Wochenblatt, daß mir eine ganz andere Sichtweise auf die aktuelle Krise in Paraguay zuläßt. Nun zur Kommentierung des Artikels: Da braucht sich der Außenminister Venezuelas nicht zu wundern wenn der Auswärtige Ausschuß des Abgeordnetenhauses von Paraguay, Nicolas Maduro zur unerwünschten Person erklärte, wenn dieser am Tag von Lugos Amtsenthebung das Eingreifen des Militärs forderte. Schließlich hatte er sich in die inneren Angelegenheiten Paraguays eingemischt. Allerding könnte laut agência latina press Venezuela von der aktuellen Krise in Paraguay profitieren. Die Einbindung des anti-demokratischen Staates als Vollmitglied in den Wirtschaftsverband Mercosur wurde in der Vergangenheit stets von Paraguay verhindert. Vor allem die größte Partei der Opposition im paraguayischen Kongress übt regelmäßig Kritik an der Politik des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und wirft ihm Missachtung der Demokratie vor. Sollte Paraguay zeitweilig oder dauerhaft aus dem Wirtschaftsverbund ausgeschlossen werden, wäre für Venezuela das einzige Hindernis zum Beitritt in die Organisation beseitigt. „Venezuela hat sich in den letzten Jahren zu einem quasi-demokratischen Staat entwickelt. Präsident Hugo Chávez hat die absolute Macht im Land übernommen, die Vereinigte Sozialistische Partei steuert alleine die Außen-und Innenpolitik des Landes“, erklärt Senator Alfredo Dominguez Stroessner, Vorsitzender der „Bewegung für den nationalen Wiederaufbau der Republikaner“ der Partei Partido Colorado. Laut Stroessner wäre die Colorado-Partei bereit, ihre Position in Bezug auf die venezolanische Regierung nach den Ergebnissen der am 7. Oktober stattfindenden Wahlen zu überprüfen. „Auch wenn Chávez die Präsidentschaftswahl gewinnen sollte und wir eine Veränderung in seiner Haltung feststellen, würden wir unsere Haltung vielleicht überdenken“.

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