Ausländer mit Indert Ländereien und Anzeigen den keiner nachgeht

Fuerte Olimpo: Hoch im Norden des Landes, wo 1996 das Institut für ländliche Entwicklung (Indert) 36.000 ha Land für Familien bereitstellte, sind nun fünf Sechstel von ausländischen Viehzüchtern belegt. Auf Anzeigen reagiert das Indert nicht.

Mit Hilfe einer Finanzierung des Vatikans schaffte es Bischof Zacarías Ortiz vor 20 Jahren, dass das Indert Land für Menschen der Gegend zur Verfügung stellt und Häuser errichtet. Heute leben 60 Familien auf rund 7.000 ha Land. Die anderen 29.000 Hektar sind in Händen von etwa zwei Dutzend Brasilianern, Deutsch-Brasilianern und einen paraguayischen Konsul im brasilianischen Puerto Murtinho. Mit dem Verkauf von Besetzungsrechten kam es zur jetzigen Situation, die jedoch nicht rechtens ist, da nur Paraguayer solche Ländereien besitzen dürfen.

Genaro Ramirez, von der Organisation Pro Tierra zeigte die Untätigkeit des Indert Präsidenten, Justo Cardenas, an, der im Juli 2015 eine Intervention startete und immer noch nicht zu einem finalen Ergebnis kam. „Immer wenn Indert Angestellte in und um Olimpo auftauchen, befinden sich auf den besagten Estancias nur Namensgeber und nicht die wahren Eigentümer“, erklärte Ramirez. Unter diesen befinden sich auch Personen mit Nachnamen wie Kirchhofer und Epprecht.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Ausländer mit Indert Ländereien und Anzeigen den keiner nachgeht

  1. Die Liste ist Gut.Die Namen sind Intersant.Hier ist ein haufen Schmiergeld verbaut!
    Hier liegt der Hase begraben.Vergabe von Land an nicht berechtigte und nicht bedürftige Paraguayer.
    Das ist nur die Spitze des Eisbergs! Es gibt noch mehr Sachen dieser Art!
    Viele Indert-Titel werden verpachtet an Großgrundbesitzer und dann nach 10.Jahren verkauft.
    Hier sollte alles Anuliert werden, kurz und scherzlos.
    Hier muss ein neues Gesetz her,wird das Land nicht mehr Selbst/ Familie bewirtschaftet geht das Grundstück zurück an die Indert. Keine Verpachtung kein Verkauf an andere,harte klare Regeln!
    Es kann nicht sein das mehr als 80% des Landes in Grossgrundbesitz und ausländischer Hand sind.
    Hier geht es nicht um die 1, 10 oder 100ha die kleinen Leute haben, hier sind ein paar Nullen mehr zu finden. Es braucht sich niemand zu Wundern wenn es zu sozialen Spannungen im Land kommt.

  2. Wozu verschenkt man Land an Landlose?
    Damit sie es verpachten und nach 10 Jahren verkaufen.
    Die Landlosen sollten ein Nutzungsrecht aber kein Eigentum an Land bekommen. Somit wäre jedem Missbrauch vorgebeugt.

      1. Weil das Sozialismus wäre und das kann nicht funktionieren…haha In dem Artikel hier ist von Eigentum die Rede im Gegensatz zum Original. Es ist wie im deutschen, ocupantes und propitarios ist ein Riesen Unterschied. Seht Euch die Liste an, es geht NICHT um Eigentum sondern um Besitz-Besetzungsrecht welches man auch vertraglich generationsübergreifend abschließen kann. Ist billiger als kaufen und so kommen die Verbrecher zu solch Riesen Flächen.

    1. Hermann du hast Recht was die Landlosen angeht.Das Nutzungsrecht ist die Lösung zusammen mit einer Besitzerwechselverordnung,ist ein alte Hut aus der deutschen Geschichte.(DDR/Neubauern)
      Hier geht es aber um Personen die das Land garnicht erwerben bzw. direkt bekommen durften von der Indert.
      Die haben sich nicht mal die Mühe gemacht einen Strohmann zu benützen, so sicher waren sie sich!
      Indert Angestellte werden verarscht, wenn sie zu Besuch kommen,Namensgeber mit gleichen Namen da und Eigentümer nicht zu finden.Der Eigentümer weiss schon warum er nicht da ist!

  3. Seien wir doch froh, daß das Land in Händen von Leuten ist, die wissen was sie tun.

    Wenn die Paraguayer weder willens sind, noch in der Lage, diese Flächen zu nutzen; dann ist das Gesetz schlecht und gehört an die Realiltät angepaßt. Der umgekehrte Weg, die Realität mit einem Gesetz verbiegen zu wollen, das hat noch niemals funktioniert.

    1. Wie kann man froh sein, die einen zahlen wie die Deppen.Die anderen bekommen es hinterher geworfen für einen Apfel ein Ei und eine Saure. Das kann doch Wahr sein!
      Es gibt genug Paraguayer die das können und wollen, es fehlen schlicht die Beziehungen, um derartige Zuwendungen zu erhalten

  4. Und die „doofen“ ricos Ausländer kommen nach Paraguay und bezahlen „viel Geld“ (für hiesige Verhältnisse), um ihr eigenes Land zu erwerben und ein Gebäude drauf stellen, was Arbeitsstellen schafft. Wo man das alles auch mit Nichtstun und Terere trinken (warten) vollbringen könnte. Adam Smith würde sich im Grabe umdrehen.

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