Außenpolitik und Schulden

Asunción: Die paraguayische Raffinerie Petropar erkennt Schulden gegenüber der venezolanischen PDVSA in Höhe von 270 Millionen US-Dollar an, hält sich jedoch auch an das vertraglich vereinbarte Rückzahldatum.

Nach dem Ende der diplomatischen Beziehungen erinnerten sich beide Seiten an die noch offenen Schulden für Erdöllieferungen aus den Zeiten von Nicanor Duarte Frutos und Fernando Lugo, als im Karibikstaat noch Hugo Chávez regierte.

Aus politischen Gründen legte die PDVSA Paraguay Strafzinsen auf, die besagte Schulden von 270 Millionen auf 315 Millionen US-Dollar anwachsen ließen. Bei der Petropar hat man erst die Hälfte der Summe gespart. Wenn es 2026 ist und der Zeitraum zur vertraglich verpflichteten Rückzahlung kommt, haben wir die volle Summe zusammen und zahlen wie vereinbart. Patricia Samudio, Präsidentin der Petropar erklärte auch, dass seit der Regierungszeit von Federico Franco keine Mineralölimporte aus Venezuela in Paraguay ankommen.

Gestern erklärte Präsident Mario Abdo Benítez die diplomatischen Beziehungen zu Venezuela zu kappen, nachdem Nicolás Maduro sich eine zweite Amtszeit verschaffte. Die Wahlen sind laut Ansicht der paraguayischen Regierung völlig korrumpiert und übertrafen selbst Werte des wirklich populären Hugo Chavez trotz leerer Regale im ganzen Land. Dennoch erkannte Abdo Benítez die Schulden an die PDVSA an und unterstrich, dass Paraguay diese fristgerecht zahlt.

Nicolás Maduro, der zuerst Busfahrer, dann Außenminister und später Präsident Venezuelas wurde, erhielt nach seinem aktiven Eingreifen bei Lugos Amtsenthebungsverfahren die unrühmliche Auszeichnung “Persona non grata“.

Wochenblatt / Hoy

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6 Kommentare zu “Außenpolitik und Schulden

  1. Unbegreiflich, wie Paraguay so viele Schulden bei der PDVSA anhäufen konnte. Vor allem, wenn man bedenkt, daß jeder Treibstoffkäufer an der Tankstelle sofort bezahlt und die Petropar somit ebenfalls sofort über die notwendigen Mittel verfügt, um die Treibstofflieferungen aus Venezuela umgehend bezahlen zu können. Es scheint eher so, als daß von vornherein geplant war, den Lieferanten im Regen stehen zu lassen. Wäre ja nichts unübliches in Paraguay. Betteln und auf anderer Leute Kosten leben und nicht zurück geben was geliehen wurde hat Tradition. Doch der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er zerbricht.

  2. Also sollen die Soozen alles verschenken In Grossbritannien haben die Sozen aus Venezuele Gold gehortet, das man wiedrhaben will. Die briten ruecken es nicht raus. Die Sozen aus Venezuela hattenn in Europa Medikamente bestellt und im voraus bezahlt. geliefert wird nicht. Die Probleme Venezuelas sollen die Venezuelaner loesen und nicht die US/Mafia oder sonstwer mit Gewalt. Wo bleibt das Christentum und die bruederliche Nacestenliebe.

    1. Das war sarkastisch in Richtung Herrn Manni gemeint.
      Bin auch dafür, dass das venezolanische Volk dies selbst klären soll.
      Es sind auch nicht so wie Manni schreibt, alle Oppositionellen im Gefängnis, das Parlament wird von ihnen sogar kontrolliert. Aber die Opposition ist auch zerstritten.

  3. Bei diesem Kredit galten keine kaufmännischen Grundsätze. Der Erlös aus dem verkauften Treibstoff wurde auch für politische Ziele verwendet. Maduro, Ex Busfahrer und damals schon Aussenminister versuchte das paraguayische Heer aufzuwiegeln zu Gunsten von Lugo. Eindeutige Einmischung Venezuelas in interne paraguayische Angelegenheiten. Für die Rückzahlung werden wohl dann auch politische Gesichtspunkte angewendet. Wie Du mir so ich Dir !!

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