Baden am Müllplatz

Paso Yobai: Im Bereich von San José, gelegen im Gemeindegebiet von Paso Yobai, nehmen es die Bürger mit der Müllentsorgung nicht so genau. An den Ufern des El Chorro Flusses wird der Unrat abgekippt. Abends baden die Anwohner wieder in dem Gewässer.

Mittlerweile nimmt das Treiben überhand. Der Müllplatz liegt nur 60 Meter von dem Ufer des Flusses entfernt. Ronald Vazquez (ANR), der Bürgermeister von Paso Yobai, sagte, es könne nicht viel getan werden, wenn die Täter nicht identifiziert würden. Er appellierte an das Bewusstsein der Bürger, eine Kontamination des Flusses zu vermeiden.

„Wir tun alles möglich. Nun muss man aber in der Tat geeignete Maßnahmen ergreifen“, sagte Vazquez.

Auf der illegalen Mülldeponie befinden sich alle Sorten von Abfall wie Windeln, Kunststoffe, Reifen und sogar tote Tiere. Eugenio Denis, ein Anwohner, klagte über das mangelnde Bewusstsein der Menschen, die das Gewässer verschmutzen würden. An heißen Tagen dient der Fluss als Zentrum für die Freizeit und die Erholung.

Quelle: ABC Color

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13 Kommentare zu “Baden am Müllplatz

  1. Es wird der Tag kommen da bricht eine schwere Epidemie hier aus ,aber das ist anscheinend Jeden hier egal. Asuncion leitet alle seine Abwässer ungeklärt in den Fluss und entnimmt aber gleich auch Trinkwasser aus diesen Fluss ,wird gefiltert und gechlort bis Wasser nicht mehr nach Wasser schmeckt sondern nach Chlor Aber Hauptsache die Abgeordneten haben den 5 fachen Satz an Weihnachtsgeld und 13 Monatsgehalt.Denn Urlaub (Bade Urlaub) wird sowieso im Ausland verbracht wo es sauberer ist.

      1. Meinst Du, aber das Wasser “ Trinkwasser“ wird aber aus dem Fluss gezogen. Vertrottelt sind diese nicht, aber versuchen den gutgläubigen Bürger zu vertrotteln, das es pures Trinkwasser ist. Sag mal Philipp, Du arbeitest bei MOPC, bekommst Du auch noch Prozente von der ESSAP ?

      2. Fakt ist, ich habe mehrere Bekannte, die einen Wassertank in MRA haben. Darin befindet sich nicht nur Geschretterter Müll, Plastik Abfälle und Klopapier sondern auch viele Chlor resistente Bakterien arten.

  2. Habe mal versucht eine defekte Leuchtstoffröhre zu entsorgen und sie deshalb in den Müllkorb gestellt. Doch die Müllmänner haben sie nicht mitgenommen. Die dachten, der doofe Europeano ist sicher nicht so schlau wie die Paragayos und sagt sich – doch, die werdet ihr noch mitnehmen – steckt sie in eine Mülltüte, tritt drauf, sondern der vergräbt sie im Garten oder wirft sie nachts zum Autofenster raus.

  3. Ob Müll, ob Lärm, ob Gestank.oder Korruption auf allen Ebenen – die Paraguayer scheint das nicht sonderlich zu stören. Alles was wir hier in Kommentaren dazu veröffentlichen wiederholt sich im Grund seit Jahren. Besserung ist nicht in Sicht. Wer als Ausländer jemals die Hoffnung hatte in diesem Lande etwas zum Besseren bewegen können, sei es als Kritik oder als Vorbild muß resignierend feststellen – das wird nie was! Paraguay ist eben das Land der Ignoranten.

  4. Der Deutsche der mal wieder alles dem „bösen“Paraguayo überlässt könnte den Müll einsammeln und der Municipalidad vor die Türe stellen bei Nacht!
    Am nächsten Tag gäbs sicher noch nen Bericht im Wochenblatt!

    Grüße

    1. Das weiss ich. Der Paraguay Fluss hat aber einen sehr hohen Durchfluss, wo sich das Abwasser verduennt und, wie alle Fliessgewaesser, eine Selbstreinigungsfunktion.

      Was natuerlich nicht heisst, dass das Abwasser trotzdem gereinigt werden muss – vor allem Feststoffe muessen raus, um die Biologie kuemmert sich der Fluss.

      Vom Baden im Rio Paraguay ist natuerlich abzuraten.

  5. Manni, stimmt, hier in Paraguay gibt es kaum Veränderungen. Die gleichen Probleme seit Jahren. In allen Bereichen.
    tom_fish, es geht nicht um den pösen Paraguayo, obwohl ich überzeugt bin, dass seine nicht existente Erziehung den Müll auch dort an den Boden werfen wird, wo er anfällt, auch wenn die Regierung endlich – vor allem in einer Agglomeration wie Asunción mit ca. 2 Millionen Menschen – eine Müllverbrennungsanlage errichten würde.
    Meiner Meinung nach kann der paraguay’sche Bürger nichts dafür, denn obwohl Batterien, E-Lampen uvm umweltschädlich sind: Es gibt keine Möglichkeit – außer an 2-3 Stellen in Asunción – diese Gebrauchs- und Verbrauchsmaterialien an einer fachgerechten Rücknahmestelle abzugeben. Einfach nix vorhanden.
    Ob Paraguayer, Europäer oder sonstwas: Batterien, E-Lampen uvm kann man einzig in eine Mülltüte stecken – falls die Müllabfuhr überhaupt ins Viertel kommt. Doch ob man den Müll im Garten anzündet und vergräbt oder er in den Dschungel gekippt wir, von fachgerechter Entsorgung kann keine Rede sein.
    Dafür kann der Bürger nichts, Müll fällt an, ob man will oder nicht, aber wenigstens beschließt das Abgeordnetenhaus ab und zu mit Steuergelder eine Beleuchtung über eine Brücke zu erneuern (statt eine Lösung für das Müllproblem zu finden, das unsere Enkel ausbaden werden).
    Fazit: Die Verantwortlichen der Misere sitzen hoch oben und sind wohl auch den Medien zu mächtig erwähnt zu werden, da hackt man lieber auf dem kleinen, unerzogenen Bürger rum, der gar keine andere Chance hat, als den Müll irgendwo zu entsorgen.

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