Barrio San Francisco: Folgen von Fehlkoordination

Asunción: Der neue Stadtteil San Francisco sollte nicht von den Stimmen der Kongressmitglieder abhängen, weswegen schon vor Jahren eine alternative Finanzierung über Itaipú vorgeschlagen und akzeptiert wurde.

Dies rächt sich heute, denn was der einen Regierung dank der Liebe zum Papst hoch und heilig war ist für die jetzige Regierung ein weiterer Stadtteil von vielen – welchen man nicht bevorzugt. Die Kriminalitätsrate stieg an. Von den vier Polizisten bewachen zwei immer das Revier um zu verhindern, dass dieses ausgeraubt wird. Unmengen an Drogensüchtigen sorgen dafür, dass die wenigen Geschäfte im Stadtteil regelmäßig ausgeraubt werden und für alle Berufstätigen fehlen weiterhin Transportmittel wie Busse, die den Stadtteil nicht anfahren.

Was unter Horacio Cartes Chefsache war und mit Itaipú-Mitteln gelöst wurde ist nun ein Problem, was andere Stadtteile auch haben. Die Bewohner, dass war auch dem Ex-Staatschef bekannt, sind arme Menschen, die sich nicht alle immer ans Gesetz halten.

Müllberge stapeln sich, die Bewohner haben Angst auf die Straße und gehen und langsam aber sicher wird ihnen bewusst, weswegen sie umgesiedelt wurden, nicht damit es ihnen besser geht, sondern um Platz im Zentrum für das neue Ministerienviertel zu schaffen. Eine Lösung ist nicht in Sichtweise. Bevor die Forderungen nach Anbindung und mehr Sicherheit umgesetzt sind, verwandeln sich die Wohnblöcke und Häuser zu Ruinen.

Wochenblatt / Hoy

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2 Kommentare zu “Barrio San Francisco: Folgen von Fehlkoordination

  1. Sauerstoffflasche

    Reply

    Man könnte ja erfinden, dass Polizisten in Zivil mitfahren. Müsste nicht in jedem Bus sein, doch den Kriminellen ein Bewusstsein schaffen, dass so ein Überfall gefährlich sein könnte. Gut, schnell geht es, kommen in den Bus, nehmen das Geld von Chauffeur und weg sind sie. Aber wenn sich dann das herum sprechen würde, dass bei so einem Überfall schon ein paar abgeknallt wurden, dann überlegen sie es sich vielleicht zweimal. Klar, die Kriminellen würden natürlich noch brutaler vorgehen. Trotzdem darf der Staat Kriminellen nicht freien Lauf geben. Und so ein oder zwei Polizisten in Zivil wären erst einmal schlecht zu erkennen, bevor sie handeln. Und ja, eine geeignete Ausbildung wäre auch nicht schlecht, nicht dass dann unnötig Zivilisten dabei umkommen. Also so viel ich weiß hatten die Ömer zwar noch keine Busse, aber die Centurios in Zivil schon erfunden gehabt.

    1. Ja, Polizisten in Zivil wären hier eine tolle Sache. Da können die dann abkassieren, ohne erkannt zu werden. Das wären echt gute Schmiergeldposten.
      Zivilfahnder oder sowas geht nur in Staaten, wo die Polizisten halbwegs das Gesetz vertreten, nicht dort wo nur die Hand aufgehalten wird.

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