BCP senkt Leitzins, um das BIP anzukurbeln

Asunción: Die Zentralbank von Paraguay (BCP) hat ihren geldpolitischen Zinssatz um 0,25% gesenkt. Er liegt derzeit bei 5% pro Jahr, mit der Absicht, einen Beitrag zur Ankurbelung der in diesem ersten Quartal schwächeren Wirtschaft zu leisten.

Carlos Carvallo, Vorstandsmitglied der BCP, sagte, dass es in diesem ersten Monat des Jahres einen Rückgang der Steuereinnahmen und der Exporte gegeben habe.

Dies sind Faktoren, die das Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte verlangsamen werden. Der wichtigste Faktor, der es der BCP erlaubt, ihren Leitzins nach anderthalb Jahren auf 5 % zu senken, ist die Tatsache, dass die Inflation in den letzten Monaten einen Abwärtstrend beibehalten hat.

In Bezug auf externe Faktoren wirken sich die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China auch auf moderate Wachstumserwartungen aus. Das regionale Panorama sei ebenfalls ausschlaggebend, vor allem aus Argentinien und Brasilien, dessen Länder sich ständig in Ungewissheit befinden, sagte Carvallo.

Mit dieser Senkung des Zinssatzes hofft die BCP, zur Ankurbelung der Wirtschaft beizutragen, weil er eine Referenz für andere Bereiche ist. Durch diese Intervention könnten die Banken ihre Kosten internalisieren und die Zinsen für Kredite senken.

Es wird erwartet, dass die Zinssenkung es erlaubt, Kreditlinien in verschiedenen Bereichen aufzuschieben, sei es Konsum, Handel, Industrie und anderen Segmente. Die BCP erkennt zwar an, dass die Wirtschaftsaktivität in dieser ersten Jahreshälfte langsamer ist, doch bleibt die Erwartung eines BIP-Wachstums derzeit bei 4%.

Der für die geldpolitischen Entscheidungen zuständige Exekutivausschuss (CEOMA) der BCP hat am vergangenen Freitag in seinem Bericht hervorgehoben, dass die internationalen Unsicherheiten aus den genannten Gründen sowie den Diskussionen über den Brexit weiter bestehen, die das Wirtschaftswachstum der EU und weltweit betreffen.

In diesem Zusammenhang hielt es der vorgenannte Ausschuss für angemessen und zeitgerecht, ein günstigeres geldpolitisches Profil einzuleiten, das die Annäherung der Inflation an das jährliche Ziel von 4% gewährleistet.

Wochenblatt / ABC Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “BCP senkt Leitzins, um das BIP anzukurbeln

  1. Also „die Kreditlinien in verschiedenen Bereichen aufzuschieben“? Das klingt sehr danach als ob die Zahlungsunfaehigkeit der Kunden bei Krediten gestiegen ist. Will heissen man zahlt den bestehenden Kredit zurueck indem man einen anderen Kredit aufnimmt. Nach ein paar solcher Runden duerfte der Kunde K.O. sein und der Pleitegeier ist happy.
    Scheint als ob der Wirtschaftsmotor Luft saugt und anfaengt zu stottern.
    Es hat „einen Rückgang der Steuereinnahmen und der Exporte gegeben habe.“. Aha. Daher weht der Wind. Das ueberteuerte Paraguay (viel zu hohe Preise im allgemeinen) ist systemisch immer weniger Konkurrenzfaehig. Das liegt an der „Hollaendischen Krankheit“. Die hohen Viehpreise haben viele anderen Industrien abgewuergt und nicht mehr wettbewerbsfaehig gemacht. Zum Beispiel die Milchwirtschaft – wie lange wird die noch mit den niedrigen Preisen konkurrenzfaehig bleiben verglichen mit der Rendite der Viehzucht, der Grossagrarier und der Drogenindustrie? Beim Milchbauer geht normalerweise genausoviel raus wie rein. Ohne zukuenftige Subventionen anderer Wirtschaftszweige (siehe Transferunion wie verlangt von Italien und Frankreich) wird der Milchsektor in Paraguay eingehen. Der Schlachthof muesste eigentlich schon die Milchbauern subventionieren.
    Dadurch „könnten die Banken ihre Kosten internalisieren und die Zinsen für Kredite senken.“. Das erstere Ja und das zweitere Nein. Die Banken werden eher den niedrigeren Zins dafuer brauchen ihre eigene Profite zu erhoehen. Is ja gut wenn jemand seinen Landkaufkredit nicht bezahlen kann – da nimmt die Bank das Land und der Eigentuemer der Bank wird zum Grossviehzuechter mit Landepisten fuer Transporte des „weissen Pulvers“. So sind viele Politiker zu Land im Chaco gekommen da die Banken meist in den Haenden von Politikern sind. Siehe der ex Politiker Pedro Fadul der mit seiner Financiera (Finanzinstitut) so zu seinem Land im Chaco gekommen ist.
    Na dann Prost!! Lass uns die Zukunft ueberraschen: „der HERR kommt bald“!

    1. WARNUNG: Dieser Kommentar ist nur für Männer mit starken Nerven mit tollkühner Lesekompetenz.
      Nein, das stimmt nicht. 200 Gramm zu 10.000 Guaranies ist viel billiger als ein Kilo zu 20.000 Guaranies. Rechnen Sie doch mal nach, das sind 50% mehr.
      Aber es stimmt schon, wenn man den Indianern schon nur einen Minimallohn von 2.200.000 Gs. monatlich bezahlt, ca. 300 Euro, und die Fabrik nicht einmal einen Verputz aufweist, damit nicht alles anfängt zu schimmeln, dann müsste die Milch auch nur etwa 10 Cents kosten der Liter.
      Autos sind natürlich billig, kosten mit 15 Jahren auf dem Buckel nur noch 5.000 US-Dollar (bei Neuwert vor 15 Jahre von 18.000 USD). Gut, in Europa zahlen sie einem wenigstens 100 Euro für so ein Auto für den Export nach Paraguay. Ne, das wird nicht repariert, was defekt ist, ein wenig Staubsaugen und einmal waschen und impecable (tadellos). Das ist ein großer Unterschied ob 5.000 oder 100 Dollar.
      Elektrogeräte sind auch viel billiger. Halten auch 10 Monate und alle können es reparieren, dazu braucht es nicht einmal einen Schulabschluss, so, dass es wieder für zwei Tage tatsächlich wieder funktioniert. Elektrogeräte in EU kosten das Doppelte bis Dreifache, sind aber nur für die Lebenserwartung von 10 Jahren ausgelegt. Man rechne und staune.
      So ein Häuschen fachmännisch bauen zu lassen, welches dann erst nach 14 Tagen anfängt Risse und Schimmel zu bilden, bekommt man auch recht teuer inklusive Lärm und Geruchsbelästigung der netten Siux-Stämme. Oder ist Winnetou jetzt doch Apache?
      Und recht teuer, noch viel teuerer, bekommst das aber auch irgend wo im Kakao bei den Bäumen. Da kann man sich zwar noch ein paar Quadratmeter mehr leisten, muss dann dafür aber 270 Kilometer weit über Mondlandschaften im 40 jährigen Mercedes-Bus mit Open-air-Klimaanlage wackeln, um in der nächsten Ferreteria Streichhölzer zu kaufen. Und natürlich wieder zurück, da kauft man am besten gleich zwei Packungen Streichhölzer.
      Außer man zündet da neben seinem Haus seinen Müll schon mit Feuerstein, Stecken und Zunder an, sonst fragt man den Medizinmann, der kann das bestimmt schon, was in einer Großstadt schon jeder Zweijährige mit Fosforitos bewerkstelligen kann.
      Dann muss man den Mercedes-Bus natürlich nur noch dann nehmen, wenn man seinen Akku in die Sammelstelle in Asuncion zum fachgerechten Recycling bringen möchte. Naja, die ganz Intelligenten werfen den Akku natürlich gleich mit zu dem mit Laub bedeckten Haufen aus Windeln, toten Hund, Glas, Metall und sonstig Brennbarem und braten sich noch ne feine Frankfurter am Spieß. Halt ohne Senf sonst muss man den Mercedes-Bus doch noch beanspruchen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.