Besorgniserregende Gegebenheiten für die Energieproduktion

Hernandarias: Das Niveau vom Stausee Itaipú liegt bei 218,09 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist weiter um 90 cm zurückgegangen und die Gegebenheiten sind besorgniserregend für die Energieproduktion des binationalen Wasserkraftwerks Itaipú.

Am 16. Oktober ermächtigten die Generaldirektoren von Itaipú, Ernst Bergen (Py) und Joaquim Silva Luna (Br), im Rahmen der durch den Vertrag übertragenen Befugnis, den Stand des Stausees um 25 Zentimeter von 219 Meter auf 218,75 Meter über dem Meeresspiegel zu senken.

Eine Woche später genehmigten sie eine neue Anpassung, den Stausee um weitere 25 Zentimeter abzusenken und die Höhe bei 218,50 Metern zu belassen.

Der Grund ist die “kritische hydrologische Situation“, durch die der Fluss Paraná fließt, dessen Pegel aufgrund des Mangels an Niederschlägen in seinem Einzugsgebiet gesunken ist. Da sich die Situation weiter verschlechtert hat, genehmigte der Verwaltungsrat am 30. Oktober, den Stausee unter 218,50 Meter über dem Meeresspiegel fallen zu lassen, weil der Wasserspiegel zwischen diesem Datum und dem letzten Freitag um weitere 41 Zentimeter gefallen ist.

Sollten sich die Umstände nicht verbessern, könnte die Reduzierung bis zu 216 Meter weitergehen, was laut unabhängigen Technikern bereits besorgniserregend sein könnte, zumal die Wiederherstellung des Reservoirs auf ein normales Niveau in der Regel zwischen fünf und sieben Monaten dauert.

Der normale Zufluss des Flusses Paraná liegt in der Größenordnung von 11.000 m³/s. Am 30. Oktober lag er unter 7.000 m³/s und das Kraftwerk benötigte bereits ein größeres Wasservolumen, um ihre Nennkapazität von 12.135 MWh aufrechtzuerhalten, weshalb man auf eine stärkere Nutzung des Stausees des Dammes zurückgreifen mussten. Dem paraguayischen Spielraum des Unternehmens zufolge stützt sich die Entscheidung des Verwaltungsrats auf das zwischen der ANDE, Eletrobras und Itaipú unterzeichnete Verpflichtungsinstrument von 2007 in Bezug auf technische Aspekte und die Vergabe von Aufträgen für Elektrizitätsdienstleistungen des Unternehmens.

Unabhängige Techniker haben jedoch davor gewarnt, dass diese Manöver letztendlich Brasilien zugutekommen werden, denn das Land hat bei der Verteilung der erzeugten Energie den größten Anteil (mehr als 80%), basierend auf der normalerweise vertraglich vereinbarten Leistung.

Experten des Unternehmens geben jedoch an, dass die Flexibilität beiden Ländern zugutekommt, obwohl der Verdacht besteht, dass Eletrobras die Energie von Itaipú auf dem brasilianischen Markt zu einem höheren Preis und in Zeiten der Dürre verkauft.

Wochenblatt / ABC Color / Foto Archiv

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3 Kommentare zu “Besorgniserregende Gegebenheiten für die Energieproduktion

  1. Paraguay wird immer interessanter für ausländische Investoren! Warum? Ist doch klar: Absolute Rechtssicherheit, geringe Kriminalität, vertrauenswürdige und zuverlässige Polizeikräfte sorgen für die Sicherheit der Bürger, geringe Korruption, hervorragende Überlandstraßen, überall sichere und gute Wasserversorgung in naturfrischer Qualität – und nun quasi als Sahnehäubchen oben drauf eine gesicherte Stromversorgung, gerade im Hinblick auf die Zukunft des Landes und seiner Investoren. Kommet her alle, die ihr voller Hoffnung und Lebensgier seid!

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