Bessere Trinkwasserversorgung: Gebühren müssten um 120 % steigen

Asunción: „Wenn wir wollen, dass die Essap bis 2030 die Investitionen tätigt, die geplant sind, bedeutet dies, dass wir 150 Millionen US-Dollar pro Jahr benötigen und nur 90 Millionen US-Dollar einnehmen. Wir müssten die Gebühren (für den Wasserverbrauch) um 120 % anheben, um diesen Plan einzuhalten“, sagte Natalicio Chase, Leiter der Sanitärgesellschaft Essap.

Seine Aussagen wurden während eines Interviews mit Reportern des Radiosenders 780 AM gemacht, als Chase daran erinnerte, dass die Essap in Bezug auf die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung nur 37 % des Staatsgebiets abdeckt.

„Und in Bezug auf die Kanalisation haben wir in den 33 Städten, in denen die Essap den Service anbietet, eine Abdeckung von 40 %“, fügte er hinzu.
Chase wurde auch in Bezug auf die Wasserversorgung angesichts der Dürre und der niedrigen Pegel der Flüsse konsultiert.

„In der Regel ist die Wasserversorgung bis Ende des Jahres zu 100 % gewährleistet. In diesem Jahr kommt von nun an die Periode extremer Dürre hinzu, die Bäche und Flüsse betrifft, aus diesem Grund wurden vor einem Monat schwimmende Pumpen installiert, um den Service zu gewährleisten“, versicherte er.

Chase erklärte bereits früher gegenüber dem Radiosender 650 AM, dass der Pegel des Paraguay-Flusses in diesem Jahr niedriger sein würde als im Vorjahr, aber wie er jetzt sagte, würden sie die erforderlichen Arbeiten ausführen, um die Wasserversorgung zu gewährleisten.

Er betonte jedoch, dass “einige Gebiete, die mit Wassertanks und Brunnen ausgestattet sind, seiner Meinung nach einige Nachteile haben würden”.

„Diese Dürre ist ein Phänomen, das sich wiederholt und die Grenzen des Vorjahres verschärft. Am stärksten betroffen wären die Wasserversorger, die mit Brunnen oder kleinen Bächen versehen sind“, betonte Chase abschließend.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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4 Kommentare zu “Bessere Trinkwasserversorgung: Gebühren müssten um 120 % steigen

  1. Na ja, das erscheint mir auf jeden Fall richtig zu sein, wobei ich mich nicht festlegen könnte, wie hoch die Erhöhung denn sein müßte.
    Aber klar ist für mich schon, das man mit den jetzigen Gebühren niemals eine richtig gute Versorgung garantieren kann.
    Eh gleich das Geschrei los gehen wird, ich weiß aber auch, das viel Geld verschwindet, bei der ESSAP, das ist natürlich sehr hinderlich, für eine gute Versorgung.
    Schluß mit der Korruption, ordentliche, transparente Abrechnung bei der ESSAP, dann die Gebühren vernünftig erhöhen, daran wird wohl kein Weg vorbei führen, zumindest denke ich so….

  2. Bekommen seit Jahrzehnten Millionen U$ Subventionen vom Parlament zugesprochen, seit 1999 keinen Cent davon in Infrastruktur der Stadt Asuncion investiert, geht alles für Löhne der Amigos drauf oder beim Zuschauen wie bei Rohrbruch das Wasser auf die Straße läuft. Am besten verbuddelns ihre Rohre 2cm unter der Straße wo Autos und Lkws darüber fahren, aber das wissens und könnens ja schon. Wie alle sein Vorgänger gut im Reden schwingen mit Schuldzuweisungen: Borkenkäfer, Ozonloch, Klimawandel, Dürren, HIV, Harald Glööckler, Uhhh-Viru-V2.x, fliegende Beutelratten. Selbst selbstverständlich alles richtig gemacht.

  3. Ich hatte schon vor ca. 10 Jahren die Gelegenheit, mich über dieses Thema mit einem der höchsten Dirketoren von ESSAP zu unterhalten. Der Mann erzählte mir, man wisse, daß die Hälfte aller Anschlüsse im Land illegal seien und deshalb nichts bezahlen. In diesem Fall müsste man strikt gegen jede Preiserhöhung sein, solange ESSAP nichts unternimmt, um auch die illegalen Anschlüsse legalisieren. Schliesslich wäre bei einer gründlichen Kontrolle eine zu erwartende Erfolgsquote sehr hoch, und allein dadurch würde man Mehteinnahmen von mindestens 100% erzielen. Solange da nichts gemacht wird, hat ESSAP kein Recht, seine Gebühren zu erhöhen.

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