Buffet: Hier zeigt sich wer über gute Manieren verfügt

Asunción: Zuhauf trifft man in Paraguay auf ein Buffet, sei es nun in Churrasquerias, Hochzeiten, Taufen usw. Jedoch zeigt sich hier besonders deutlich, wer über gute Manieren und eine Etikette verfügt.

Vor allem hat der Gast bei dem Buffet viele Freiheiten, jedoch arten diese des Öfteren aus, wie häufig in Grillrestaurants oder bei privaten Feiern zu beobachten ist. Das trifft aber nicht nur auf die Paraguayer zu, alle sind bei dem Thema angesprochen und müssen sich an die Nase langen. Eine Churrasqueria hat sogar schon “Strafen“ für unangemessenes Essverhalten eingeführt.

Im Nachfolgenden einige Tipps, die hilfreich sein könnten.

• Die Menge der auf dem Teller servierten Speisen sollte moderat sein. Eine normale Portion für eine einzelne Person. Sie können so oft wie nötig zum Buffet zurückkehren, aber erst nachdem sich alle Gäste bedient wurden. Das trifft hauptsächlich auf eine private Veranstaltung zu.

• Elegante und gebildete Menschen lassen Senioren, Gebrechlichen oder Schwangeren den Vortritt. Man sollte jemandem helfen, der Probleme hat, seinen Teller zu servieren.

• Es sieht besser aus, wenn jede Person erst kurz vor dem Buffet einen Teller nimmt, anstatt lange mit ihm in der Hand in der Schlange zu stehen.

• Versuchen Sie, genügend Platz zu lassen, damit die vordere Person sich bequem bedienen kann.

• Versuchen Sie, Ihren Teller nicht gleichzeitig mit Salaten, warmen Speisen oder mit dem Nachtisch zu füllen.

• Bei einem zweiten Besuch des Buffets sollten die Speisen auf einem sauberen Teller serviert werden. Ein gebrauchter wird nur verwendet, wenn der Gastgeber das angekündigt hat oder nicht genügend Geschirr zur Verfügung steht.

• Vermeiden Sie es, von ihrem eigenen Teller zu essen, während Sie anstehen.

• Versuchen oder riechen Sie niemals an den Gerichten am Buffet. Die Etikette sieht vor, dass man sich von einer Speise etwas auf den Teller nimmt und dann am Tisch probiert. Mit den Fingern, zum Beispiel Brot, vom Buffet zu nehmen ist ebenfalls ein Tabu. Man sollte die bereitgestellten Gabeln oder anderes Besteck dafür nutzen.

• Im Falle des Buffets können Sie mit dem Essen beginnen, sobald Sie an Ihrem Tisch ankommen. In diesem Fall muss nicht auf andere gewartet werden.

Denken Sie daran, sich bei dieser Art von Bankett richtig zu verhalten, weil die grundlegende Etikette des Veranstalters darin besteht, ein beeindruckendes Buffet zu servieren, das die Gäste überraschen soll. Daher müssen Sie ebenfalls mit Ihren guten Manieren beeindrucken.

Wochenblatt / ABC Color

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17 Kommentare zu “Buffet: Hier zeigt sich wer über gute Manieren verfügt

  1. Etwas Grundlegendes fehlt aber beim Buffet auf dem Foto: das Tischtuch. Da kann man sich ja nicht einmal den Mund abwischen, bevor – so sagt es die gute Sitte – man am Glas nippen will.

    1. Das ist auch kein Buffet, sondern nur ein vollgestellter Tisch.

      Wie ein Anleger gehandhabt wird, weiß auch höchstens einer von 100 Gästen. Deshalb hat man sie hier gleich durch einen Löffel oder eine Gabel ersetzt …

  2. Ein sehr wichtiger Punkt fehlt, nichts mit nachhause zunehmen, da sind eher die Dachler angesprochen.
    Vor allem betrifft das den Señor Hirth, denn das ist Diebstahl.

    1. Nana, nicht persönlich werden.
      Ich kenne zwar keinen Senor Hirth – aber Personen hier zu denunzieren, gehört sich nicht.
      WEnn dir was nicht passt an dem Herrn, weshalb sprichst du es nicht an, persönlich. Warum fragst du nicht, weshalb er es macht. Vielleichti st er pleite oder hat halt seine Schrullen, wie jeder welche hat?
      Man sollte mehr Toleranz walten lassen.

      Ansonsten ist das ein lustiger Beitrag, selten so gelacht.
      Ein Tipp fehlt ebenfalls noch:
      In möglichst kurzer Zeit, so viel wie irgend möglich in sich reinstopfen.

  3. Die meisten Paraguayer können ja nicht einmal richtig mit dem Besteck umgehen. Ständig werden Messer und Gabel gewechselt. Ausgangsposition = Gabel überwiegend in der rechten Hand um zu futtern. (bei Linkshändern in der linken) Um das Fleisch zu schneiden wird das Messer in die rechte Hand genommen. Danach Messer abgelegt und blitzschnell die Gabel in die rechte Hand um die Berge von Fleisch und Mandioka in sich hinein zu gabeln. Zwischendurch wird der Mund mit dem Tischtuch vielleicht gesäubert. Gesprochen wird mit vollem und offen kauendem Mund. Meist werden auch Berge von Essensresten zurück gelassen. Warum man vorher seinen Teller so überhäuft bleibt ein Rätsel. Auf der anderen Seite hungern in Paraguay soooo viele Menschen und hier wird im Übermaß förmlich gefressen. Mich jedenfalls ekelt dieser Anblick der Freßsucht und Unanständigkeit an!

  4. Das Vergessen der Manieren scheint zum Buffet dazu zu gehören.
    Bei einem Urlaub in Europa gab es im Hotel immer Buffet.
    Da wurde mit dem Essen geaast, daß es einem schlecht werden konnte.
    Teller wurden mit Speisen überladen, dann, am Tisch, von allem eine Gabel voll probiert, der volle Teller blieb stehen.
    Man holte sich einen neuen, genauso vollen Teller, der ebenfalls fast unberührt blieb.
    Ich konnte nicht verstehen, warum sich die Leute nicht nur einen Löffel von allem nahmen um zu probieren.
    Erwähnen möchte ich dann noch die Leute, die sich unter dem Tisch Speisen in Tupperdosen abfüllten und in die mitgebrachten großen Taschen packten.
    Und das waren alles ach so gebildete und wohlerzogene Europäer.
    Das Nichtumgehenkönnen mit dem Besteck ist keine Domäne der Paraguayer.
    Auch viele Ausländer und deren Kinder kann man am Tisch liegen sehen wie die Schweine am Trog.

  5. Irgendwie warte ich auf den Tag wo die Paraguayer die ganzen nur meckernden Auslaender zur Hoelle jagen…. Keine Ahnung in welchem Umfeld ihr euch bewegt, aber die Paraguayer koennen durchaus mit Messer und Gabel umgehen und beherrschen auch die Tischsitten, vielleicht oft besser als die Zugereisten. Schoenen Sonntag ihr Noergler

    1. Das kann ich Ihnen sagen, in welchem Umfeld ich mich bewege: 1) Teilweise in der sogenannten „gehobenen Gesellschaft“ durch Einheirat eines meiner Kinder, meistens jedoch in ganz normalen Restaurants die von der Mittelschicht besucht werden. Noch Fragen?

  6. In den vielen Restaurants, in denen ich gegessen habe, habe ich noch keinen Paraguayer gesehen, der sich daneben benahm. Vielleicht essen die Nörgler in preiswerten Spelunken, weil sie sich nichts anderes leisten können.

    1. Natürlich wieder der Herr „Professor“! Er kann sich einfach nicht beherrschen. Meist unter der Gürtellinie und beleidigend. Und nochmals: Ich beobachte meine Umwelt stets sehr kritisch und aufmerksam und betreibe gerne mein Hobby des Menschenstudiums. Natürlich gibt es viele Paraguayer die ordentliche Tischmanieren besitzen. Das will ja niemand abstreiten. Aber es gibt auch leider einen auffallend großen Teil, auch in der angeblich besseren Gesellschaft bzw. Mittelschicht, die sehr schlechte Tischmanieren an den Tag legen. Einige Beispiele dazu: Sie warten nicht bis sich alle gesetzt haben und fangen dann mit dem Essen an. Sind sie fertig, stehen sie einfach auf und gehen, bzw. umgekehrt, sie kommen wann sie wollen. Mit dem fliegenden Besteckwechsel haben sie große Probleme und behaupten sogar, daß es die „feine französische Sitte“ wäre, mit der Gabel in der rechten Hand zu essen. Wir Europäer dagegen hätten keine ordentliche Tischsitten, weil wir das nicht wüßten. So wurde mein Sohn in einer „besseren Familie“ alles Ernstes ermahnt, doch bitte die Gabel in die rechte Hand zu nehmen. Essen kann man das meist nicht nennen, denn es wird im Hauruckverfahren geschlungen. Während des „großen Fressens“ wird mit vollem Munde gesprochen, so daß man Einblick bis zum Gaumen bekommt. Guten Appetit!

      1. Der Laienprediger bewegt sich in gehobener Gesellschaft? Dass ich nicht lache. Anscheinend nicht, denn sonst hätte er die geschilderten Erlebnisse nicht.
        Grüße vom Möchtegern-Professorchen. Er zumindest hat die Penunzen, gut in guten Restaurants zu essen.

        1. Wenn ich „Penunzen“ besitze, deklariere ich das nicht öffentlich. Verfüge ich über Bildung dann ist das eine feine Sache, entweder die anderen bemerken es oder sie lassen es bleiben. Betonen würde ich persönlich weder das eine noch das andere.

  7. Es sind ja auch nicht alle Paragauyer gleich. Hier im Forum wird halt oft vor-verurteilt und verallgemeinert, alle in einen Topf geworfen. Ich allen voran.
    Es gibt Pargauyer, die eine Europäer in nichts nachstehen: weder in Bildung, Manieren, Fleiß usw.
    Aber das ist halt nun mal so. Stellen Sie sich einen Paragauyer vor, der in ein europäisches Land oder die USA migriert. Er wird seinen Landsleuten genau so vorverurteilend und verallgemeinert über Deutsche, Austerreicher, Schwizzer, Spaniögl oder Yankee berichten.
    Meine Vorverurteilungen und Verallgemeinerungen tun mir manchmal auch leid. Einmal schrieb eine Paragauyerin in diesem Forum einen Kommentar. Einwandfreies Deutsch, da könnte ich als Westchinese ein Stück davon abschneiden. Sie erwähnte: „aber es scheint ja eine Schande zu sein Paragayerin zu sein“. Bei so jemandem möchte ich mich von Herzen entschuldigen. Meistens lasse ich hier Dampf ab, denn manchmal, hmmm, fast täglich, bin ich wirklich sehr verärgert.
    Es ist nun mal so, dass in Foren sehr verallgemeinert geschrieben wird, man schreibt ja nicht zu jedem Satz ein: „nicht alle, die Ausnahme bestätigt die Regel oder alle 5 Mio. außer der Rest oder es gibt auch Leute, die nicht glücklich sind, den DÖCHler um einen Euor gelinkt zu haben, es gibt auch Handwerker, die sehr zufriedenstellende Arbeit leisten etc. pp.“ hinzu. Jeder der hier lebt weiß ja auch, dass es auch Dinge gibt, die funktionieren.
    Dennoch ist immer ein Funken Wahrheit in der Gesamtheit zu finden. Oder die Rosa-Sonnenbrilli-Willys warten nur darauf bis ich ins Flugzeug gestiegen bin, um dann wieder solche Leute wie mich mit „300 Tage Brennende Müllhaldenluft“ getarnt als „300 Tage Sonnenschein“ herzulocken. Leben mit ihren überteuerten Gaststätten deutscher Qualität, Einwanderungshelfer deutscher Qualität, Grundstü(c)ksverkäufer deutscher Qualität etc. von dem neuen Frischfleisch, um deutsche Qualität auch zum x-fachen ortsüblichen Preis anzubieten. Oder sind bereits nach Deutschland abgeflogen und verbrennen ihren Müll auf dem Balkon.
    Der Witz am Ganzen ist, dass es sich bei diesen Verallgemeinerungen meistens um eine Minderheit handelt. Nicht immer, den vieles ist hierzulande einfach bescheuert, sonst würden die Kommentare wohl etwas anders ausfallen. Man kann durchaus sagen: „wer den Schaden hat braucht nicht für den Spott zu sorgen“ (Bsp: siehe nette, witzige und geistreiche Antworten unter meinen Kommentaren).
    So gibt es durchaus auch Paragayer, die sich nebst Airconditioner, Bier und Auto auch die Streichhölzer einsparen und sich die vorbeifahrende Müllabfuhr leisten, solche, die ihren Kindern etwas außer Kekse und Yogur zu essen geben, dafür auf ihren 2 Mio. Watt Ghettoblaster samt Julio Iglesias CD verzichten. Und Handwerker, die ein Dreieck von einem Viereck unterschieden können.

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