Caminera vor der Einführung von Kameras zur Gesichtserkennung

Asunción: Die Camiera plant die Installation von rund 50 intelligenten Kameras mit Gesichtserkennung auf den landesweit meist befahrenen Routen. Damit soll für mehr Sicherheit auf den Straßen in Paraguay gesorgt werden.

Die Geräte werden hauptsächlich zur Geschwindigkeitsmessung in Bereichen eingesetzt, in denen die meisten Unfälle erfasst werden. Die Technologie ermöglicht eine Gesichtserkennung der Verkehrssünder.

Luis Crist, Direktor der Caminera, sagte, dass die Installation an kritischen Punkten stattfinde, weil sich dort zahlreiche Unfälle ereignet haben. Der ursprüngliche Plan sieht vor, dies auf den Routen vorzunehmen, wo vor allem schnell gefahren wird.

Crist erklärte, dass die Kameras über ein Lasersystem verfügen, das die Geschwindigkeit aller Fahrzeuge misst, die den Standort passieren. Darüber hinaus kann die Technologie eine Gesichtserkennung des Verkehrssünders durchführen.

Ein weiteres technisches Merkmal des von der Caminera geplanten Systems besteht darin, dass die Kameras miteinander verbunden werden, sodass auch Personen, die in Gebieten, in denen die Geräte nicht installiert wurden, mit übermäßiger Geschwindigkeit fahren, bestraft werden können.

„Eine Kamera in Ciudad del Este, die mit einer anderen in San Lorenzo verbunden ist, ermöglicht uns zu wissen, wie viele Stunden der Fahrer gebraucht hat. Mit den vorgegebenen Parametern wissen wir zum Beispiel, dass diese Fahrt im Durchschnitt viereinhalb Stunden dauert. Wenn ein Autofahrer diese Strecke in dreieinhalb Stunden gefahren ist, haben wir die Gewissheit, dass er die zulässigen Geschwindigkeitsregeln verletzt hat“, erklärte er.

Luis Crist versicherte, dass die Sicherheit der Routen eine nationale Angelegenheit sei, weil jedes Jahr etwa 60.000 Menschen auf den Straßen Verletzungen erleiden und im Durchschnitt jährlich 1.200 sterben.

„Für die Sicherheit gibt es drei Elemente: Wie man den Führerschein erhält, Aufklärung und Kontrolle. Diese Kameras erziehen die Fahrer. Derjenige, der wegen zu hoher Geschwindigkeit eine Geldbuße bezahlen musste, wird das Vergehen nicht mehr wiederholen, weil er weiß, dass er kontrolliert wird“, sagte Crist.

Der Direktor der Caminera sagte, dass mit einem technologischen Kontrollsystem nicht nur Prävention, Transparenz und Sicherheit erreicht werde, sondern dass Paraguay sich auch mit dem Mercosur verbinden könne. „Wir können das nicht mit Zetteln und Kohlepapier tun“, fügte er hinzu.

Das Projekt hat bereits eine positive Stellungnahme der Rechtsabteilung des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) und muss den Nationalkongress passieren. Das System könnte noch in diesem Jahr funktionieren.

Die Geldbußen für eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann bis zu 10 Mindestlöhne vom Tagessatz (etwa 820.000 Guaranies) betragen.

Wochenblatt / Ultima Hora

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8 Kommentare zu “Caminera vor der Einführung von Kameras zur Gesichtserkennung

  1. Wow, die bekommen schon intelligente Zettel und Kohlepapier in der Bananenrepublik. Wird bestimmt um einiges leichter zu archivieren als die bisher genutzen Steintafeln, kommen wird’s bestimmt, die Frage ist nur, nach wie vielen Monaten das Gesetz wieder verworfen wird.

  2. Möchte hier erneut zu den Komentaren etwas schreiben. Wenn hier im Land etwas positives (caminera intelegente) geschrieben wird, äußert man sich kritisch, spötisch oder man mein alles besser wissen zu können. Ich meine doch, das sehr viel gutes schon im Land gemacht wird. Das solte man auch positiv bewerten.

    1. Gebe ich Ihnen Recht, nur wissen Sie was das da oben Geschriebene kostet?
      Gibt es hier keine dringlicheren Probleme, wofür man dieses Geld hätte einsetzen können?
      Wer von CdE in San Lorenzo eine Std. zu früh ankommt, soll eine Strafe zahlen.
      Hier will man ein Hightecsystem installieren, was niemals, aufgrund fehlender Infrastruktur, funktionieren kann.
      Gesichtserkennung? Einfach lachhaft. Solche Software ist füe PY einfach nicht bezahlbar.
      Das von den Koreanern in ASU installierte Verkehrsleisystem funktioniert ja auch nicht mehr.

    2. Jupi, kläre uns doch bitte mal auf über das “ gute“ was hier im Land gemacht wird, auf. Bisher waren zwar gute Ansätze da, aber die Projekte wurden nach kurzer Zeit eingestellt. Oder Projekte, die“vollendet “ wurden, funktionieren nicht mehr, bzw. sind nicht reparabel, ( siehe Viadukt, Intelligenter Ampeln, usw.) alles wegen Unfähigkeit. Für nicht vollendete Projekte, ist die Liste noch länger, das geht von Abschaffung der Korruption, bis Gebäude die angefangen wurden und nie beendet, Metrobus, Seilbahn, Eisenbahn Weltraum Forschung usw. Da die super “ intelligente“ Caminera, sicher eine spezial Ausbildung für die Bedienung und Instandsetzung der Kameras ( 2 Stunden) erhält, funktionieren diese Anlagen, genauso lange wie alles andere, 14 Tage oder bis zum ersten Regen oder Stromausfall. Dann heißt es wieder einmal mehr,“ außer Spesen nichts gewesen“.

  3. „„Eine Kamera in Ciudad del Este, die mit einer anderen in San Lorenzo verbunden ist, ermöglicht uns zu wissen, wie viele Stunden der Fahrer gebraucht hat. Mit den vorgegebenen Parametern wissen wir zum Beispiel, dass diese Fahrt im Durchschnitt viereinhalb Stunden dauert. Wenn ein Autofahrer diese Strecke in dreieinhalb Stunden gefahren ist, haben wir die Gewissheit, dass er die zulässigen Geschwindigkeitsregeln verletzt hat“
    Dazu ist keine Gesichtserkennung notwendig, sondern lediglich Foto des Kennzeichens und des Fahrers.
    Bei einem Fahrerwechsel auf der Strecke kann zusätzlich kein Beweis erbracht werden, welcher der Fahrer die Geschwindigkeitsübertretung begangen hat.
    Gesichtserkennung dient regelmäßig zu Fahndungszwecken und erfordert darüber hinaus einen Bestand an biometrischen Fotos zum Abgleich.
    Mir scheint hier haben wieder einmal die Blinden über die Farbe gesprochen.

  4. Gesichtserkennung, das ich nicht lache, was nutzt ein Gesicht, wenn ich kein Kennzeichen habe, und der Fahrer während der “ langen Fahrt “ wechselt. Nur mit Gesichtserkennung und Kennzeichen zusammen kann ein Schuh draus werden, alles andere ist wie üblich nur Geldverschwendung.

  5. Ich habe nochmal gegoogelt. Eine zuverlässige „Gesichtserfassung“ gibt es z.Z. nur mit der Software, welche die DHS (Homlandsecurity) in den USA benutzt. Parameter: maximal 1 m Abstand zur Kamera und zum Vergleich ein biometrisches Foto.
    Hier sitz wohl die Caminera einem gewaltigen Betrug auf.
    Aber hier ist ja auch 3+3 = 7.

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