Campesinos zerstören Kulturflächen und roden Wälder

Tomás Romero Pereira: Raul Cano Ricciardi, Geschäftsführer des Familienunternehmens Agropecuaria La Paz SA, berichtet, dass Campesinos durch eine Resolution der Behörde Indert, die aber rechtlich nicht abgesichert sei, eine schwere Umweltkriminalität begehen würden.

Nach Angaben der Polizei zerstörte eine Gruppe von Campesinos aus der Siedlung “13 de Mayo“, angeführt von Walter Melgarejo, eine Maisplantage, die Senator John Eudes Afara (ANR) gehört und fällten eine Menge von einheimischen Bäumen in dem Waldreservat der vorher erwähnten Firma. Die Anzeige wurde auf der 16. Polizeiwache in Maria Auxiliadora eingereicht und an die zuständige Staatsanwältin Rocío Soria weiter gereicht.

Ricciardi beklagte die mangelnde Reaktion der staatlichen Institutionen auf einen seit 18 Jahren andauernden Konflikt, der durch die Invasion eines Teils seines Eigentums durch eine Gruppe von selbsternannten Bauern ohne Land (Campesinos) verursacht wurde. Die Besetzer haben ihre Häuser, eine Schule und sogar Strom über illegale Anschlüsse installiert, ohne dass die staatlichen Institutionen, wie der Energiekonzern ANDE oder die Staatsanwaltschaft, diesbezüglich Maßnahmen ergreifen.

Die Campesinos machen geltend, der Ursprung des Eigentumsrechts von Ricciardi sei illegal und beanspruchen daher das Eigentum für sich.

Am 25. Februar veröffentlichte die Indert eine Resolution Nr. 523/19, in der es sich bei der prekären Siedlung um eine “offizielle Kolonie“ handelt, die von den Besatzern als Sieg in ihrem Anspruch auf Rückeroberung des Landes interpretiert wurde. Dieser Beschluss des Präsidenten von Indert, Horacio Torres, hat keine Grundlage. Das habe die Anwältin Blanca Arana von Indert in einer Stellungnahme zu der genannten Resolution Nr. 523/19 erklärt, sagte Ricciardi. Vor Gericht wurde Berufung gegen den Beschluss eingelegt.

Es ist bedauerlich, dass die Behörden in einem Konflikt, der seit 18 Jahren andauert, keine Maßnahmen ergreifen. „Wir halten uns an das Gesetz, wir haben alles in Ordnung, in allen Fällen prüfen wir mit Dokumenten, dass wir die rechtmäßigen Eigentümer sind, aber vor 18 Jahren sind wir Opfer der Angriffe dieser Bauerngruppe und der Schwäche unserer Institutionen geworden“, klagte Ricciardi, der hinzufügte, dass er für den Kampf der Campesinos Verständnis habe, aber nicht über die Verletzung des Gesetzes.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Campesinos zerstören Kulturflächen und roden Wälder

  1. Diese Campesinos gehen mir so etwas von auf den sack,um es drastisch zu formilieren.
    Bei uns waren auch welche,es ging denen nur ums Geld,quasi Erpressung.
    Angeführt von linken Gesindel.

  2. Es sollte sich jeder mögliche Investor in Paraguay hundert mal gut überlegen, ob er hier tatsächlich investieren will. Rechtssicherheit jedenfalls ist nicht gegeben. (siehe beschriebenen Fall neben hunderten anderen die täglich in der Presse bekannt gemacht werden) Strom- und Wasserversorgungen sind mehr als prekär.Zusagen durch Politiker können von heute auf morgen revidiert werden. Was also hat Paraguay Investoren zu bieten? Vielleicht sehen sich „unsere Paraguay.Versteher“ in der Lage, die Vorzüge einer Investition in Paraguay zu schildern. Ich lasse mich gerne belehren.

  3. Zur Ergänzung meines vorigen Beitrages: Ich spreche hier lediglich von größeren Investitionen, ab 100 ha Land aufwärts. Denn diese sind ja offensichtlich vorwiegend gefährdet. Den „kleinen Rentner“ oder Häuslesbauer wird das i.d.R. weniger betreffen, sofern er sich hier tunlichst aus der Politk heraus und die Klappe hält – und ganz wichtig, seine Nachbarn nicht kritsiert, sonder mittels kleiner Geschenke bei Laune hält.

  4. Das schlimme an diesem Pack ist, wenn alles abgeholzt und zu Geld gemacht wurde, stehen die wieder auf der Straße und fordern neues Land. Genau wie alljährlich die “ Hochwasser Opfer“, die ständig Hilfsgüter fordern. Aber bei beiden, ist meine Meinung, stecken Politiker hinter, die sich dann die Taschen füllen mit Steuergeldern.

  5. Ja, kann vorkommen. Bei drei unglaubwürdigen Staatsgewalten (Exekutive, Judikative, Legislative). Solche Probleme sind sicher nicht leicht in den Griff zu bekommen, aber hier ist nicht einmal einen Ansatz davon zu spüren. Das könnte daran liegen, dass die Funktionäre der drei hiesig Staatsgewalten schon genug damit zu tun haben, unbemerkt Steuergelder ins eigene Säckl fließen zu lassen. Die Ressourcen eines jeden Menschen sind begrenzt.

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