Cartes: „Nutzt und missbraucht Paraguay“

Asunción: Der Präsident des Landes, der eine große Delegation brasilianischer Geschäftsleute im López Palast empfing, bat seine Gäste in sauberem portugiesisch Paraguay zu nutzen und zu missbrauchen bzw. auszunutzen.

Der aktuelle Mandatsträger zeigte seine Zufriedenheit über das Treffen von investitionsfreudigen Geschäftsleuten die laut seiner Ansicht viel Zeit verloren hätten in der sich nicht zusammenarbeiteten. „Jetzt sei die Zeit gekommen dies wieder aufzuholen“, sagte er.

„Paraguay will nicht Brasilien nicht anbetteln. Paraguay glaubt genügend Attraktivität zu besitzen und nützlich genug zu sein, um sich mit Brasilien an einen Tisch zu setzen“, unterstrich er.

Er sprach zudem von seinen pro brasilianischen Kampagne und der guten Beziehung zu Dilma Rousseff. Aus diesem Grund bat er die angereisten Geschäfstleute „sich wie zu Hause zu fühlen und Paraguay zu nutzen und zu missbrauchen“.

Der Minister für Industrie und Handel, Gustavo Leite, versuchte kurz darauf die Aussage von Cartes zu rechtfertigen. „Manchmal sagt der Präsident Sachen die er besser nicht sagen sollte. Wir müssen die Erklärungen in einem Kontext sehen und nicht separat. Er ist ein großer Patriot“, erklärte Leite.

(Wochenblatt / Hoy / Última Hora)

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17 Kommentare zu “Cartes: „Nutzt und missbraucht Paraguay“

  1. Sehr gut HC.Warum sollen nicht auch die Nachbarländer ein Stück von dem Kuchen abhaben. Paraguay will ja auch seine Zigarettenindustrie stärken und Brasilien als Markt dazu gewinnen. Eine Hand wäscht halt die andere. Die Colorados und ihr Zugpferd HC übertreffen alle in sie gesetzten Erwartungen.

  2. Denke, daß dies von HC nicht nur einfach so dahergesagt ist. Da manifestiert sich seine innerste Überzeugung in Worten und er kommt sich auch noch besonders wichtig und weltmännisch vor, ob der in Portugiesisch daher parlierten Dummheiten. Mir wird bei dieser zur Schaustellung manchesterkapitalistischer Verachtungsrhetorik regelrecht übel.

  3. also wirtschaftliche Fragen sind bereits zur Zufriedenheit auf den Weg gebracht.Die Brasilianer dürfen das Land benutzen (auch missbrauchen), was immer das auf deutsch heißen soll. Nun noch das Freihandelsabkommen mit der EU und der Pazific-Allianz. Für Sicherheitsfragen wurde der Mossad, das ist eine kleine Security-Firma, engagiert. Bliebe für die Finanzfragen noch Platz für Goldmann Sachs, die Weltbeherrscherbank. Alles geht seinen richtigen Gang. Geschäftsleute unter sich.

  4. Denke das Missbrauch ein Versprecher war und gemeint ist gebrauchen. Gebrauchen um das Potenzial was in PY schlummert zu wecken und zu nutzen,es zu aktivieren.
    Natürlich ist so eine Sprachwahl unglücklich und sollte einen Präsidenten nicht passieren. Nur wir sind alle nur Menschen und da soll und kann es schon mal passieren das man Worte falsch wählt.Alles Andere sind kalte und Gefühlslose Menschen die unfehlbar sind.

    1. Asgard980@, claro wir alle sind Fehlbar. Nur unterläuft Herrn HC eine solche wie Sie meinen ‚unglücklich dahergesagte‘ oder ‚flapsige‘ Entgleisung nicht zum ersten Male. Der Logik unten aufgeführter Aussage HC’s entsprechend, ist Paraguay nichts mehr oder weniger als eine hübsche, billige Hure, oder?

      „PARAGUAY MUJER BONITA Y FÁCIL“

      Cabe recordar que no es la primera vez que HC es cuestionado por sus expresiones „poco felices“.

      A fines de octubre del año pasado, ante inversionistas uruguayos, el presidente destacó las leyes de APP (Alianza Público Privada) y Responsabilidad Fiscal.

      “Un país bueno se vende solo, por lo que no les voy a decir que vayan a invertir a Paraguay, sino les pido que vayan a mi país a ver las cosas que se pueden hacer”, indicó.

      „Paraguay es como esa mujer bonita, que cada mañana se pone su mejor vestido y se pone maquillaje. Paraguay es fácil. Paraguay es como esa mujer bonita”, enfatizó.

      H. Cartes

  5. Hier kann es sich ja um keinen Versprecher handeln. Der Minister Gustavo Leite hat dies ja alles bestätigt indem er den Satz kurz danach relativieren wollte.

  6. …Versprecher oder nicht….wahr ist es ja,….ich hab immer Zahnschmerzen bei brasilianischen „Geschäftsleuten“…..

    ich denke dann immer : sem vergonia-sin virguenza-ohne Schamgefühl…..

  7. HC hat Portugiesisch gesprochen. Das ist ins Spanische und dann ins Deutsche übersetzt worden. Dabei kann es zu Fehlinterpretationen kommen.
    Auch wenn HC kein Berufspolitiker ist, so weiß er doch was er sagt. Und wenn er sich auf Portugiesisch falsch ausgedrückt haben sollte, so war das ein gefundenes Fressen für seine Gegner. Gemeint hat er ganz sicher nicht was im hier unterstellt wird, wenn er es überhaupt gesagt hat. Um das endgültig beurteilen zu können braucht man den Originaltext der Rede auf Portugiesisch und eine kompetente Übersetzung.

    1. Auch mit dem was er für gewöhnlich auf Spanisch von sich gibt, hat er bereits genügend rhetorischen Sondermüll verzapft.

  8. Seis drum…so gesagt …oder auch anders…..

    die brasilianischen „Geschäftsleute“ werden auf jeden Fall….ihr „Bestes“ für Paraguay….nicht tun….

    Wie rum man es auch sehen mag….

  9. Hier haben ganz offensichtlich einige falsche Vorstellungen von Investitionen!

    Investitionen sind keine Geschenke, sondern auf Gewinn ausgerichtet. Keiner verschenkt etwas, auch Paraguay nicht.

    Investitionen sind eine reine Geschäftsverbindung, die allen beteiligten Gewinn bringen soll. Im Falle Paraguays ist dies in erster Linie die Schaffung von Arbeitsplätzen und das funktioniert auch.

    Alles andere, was ich hier lese, ist reiner Blödsinn!

  10. Mir sind in Py leider , kaum venünftig bezahlte Arbeitsplätze bekannt, von Ausnahmen mal abgesehen.

    Ich zumindest bin da etwas vorsichtig, Alles hier geschriebene, als reinen Blödsinn abzutun….

    Das liegt vielleicht auch an einer gewissen Erziehung…

  11. @ Bauer

    Sie sollten vor allem etwas vorsichtiger sein mit dem was Sie schreiben!!!

    Zitat:
    …außerdem “scheissen” die Brasilianer auf das kleine Py, ….es sei denn es gibt was billig abzustauben….

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