Chaco: An zwei Orten zur selben Zeit?

Tte. Irala Fernández: Langsam aber sicher bröckelt die Darstellung der Ereignisse von Ex-Capataz Vicente Ramírez. Beweise für seine Lügen kommen ans Licht.

Heute meldete sich bei der Polizei nicht nur ein Viehzüchter aus Piribebuy, der Vicente Ramírez von Ende letzten Jahres in Erinnerung hat, als der ihm auf seiner Estancia in Ñeembucu mehrere Rinder stahl, sondern auch Fotos von den Gebrüdern Vera Medina beim Rasenmäher, die ja laut dem Capataz am Dienstag die vier Menschen umgebracht haben sollen.

Da Bilokation, also die angebliche Fähigkeit einer Person, an zwei Orten gleichzeitig zu sein, eher unwahrscheinlich ist, muss man sich fragen, welchen Wahrheitsgehalt die Aussage von Ramírez hat, denn zum fraglichen Zeitpunkt mähten die Brüder den Fußballplatz von Tte. Irala Fernández.

Am heutigen Morgen wurden die Gebrüder Vera Medina sowie der Ex Capataz Vicente Ramirez und seine Frau Elizabeth Duarte mit einer Casa 212 nach Fuerte Olimpo, Departement Alto Paraguay, geflogen, wo noch weitere Vorwürfe wegen Viehdiebstahl gegen sie vorgebracht werden. Unter anderem fand man die Lastkraftwagen mit denen die Rinder abtransportiert wurden.

Wochenblatt / Radio Pa’i Puku / Abc Color

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10 Kommentare zu “Chaco: An zwei Orten zur selben Zeit?

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Das waere ein erhaerteter Beweis dass die Version vom Capataz nicht stimmt wenn er behauptet die Vera Brueder haetten den Mord begangen waehrend zur selben Zeit jemand diese anderswo bei der Arbeit fotographierte. Es ist aber auch moeglich dass fotos gefaelscht werden (Adobe Fotoshop) und dass der Fotograph ein Komplize war dessen Aufgabe darin bestand diese ein Alibi zu verschaffen durch dem fotografieren. Zudem koennte man das Datum des fotos sehr schnell in den Metadaten faelschen wenn man kontrolle ueber den Zeitstempel im Telefon hat. Ich bin mir nicht sicher ob der Zeitstempel der Metadaten des Fotos von der SIM Karte, also Personal, Tigo, Vox, usw. , bestimmt wird (in dem Fall kann der Smartphoneinhaber diese Daten, also das Datum und Zeit, nicht faelschen) oder nur von der Zeit im Smartphone bestimmt werden (in diesem fall kann der User den Zeitstempel faelschen). Daher gerade werden digitale Beweise eher nicht vor Gericht zugelassen, da man die paraguayos avivados schon nur zu gut kennt – es gaebe bald eine Adobe Fotoshop Dienstleisterindustrie in Paraguay (Alibi Industrie).
    Wenn aber mehrere Leute die Gebrueder Vera gesehen haben, so kann man davon ausgehen dass diese Zeugen nicht alle gekauft wurden – aber fuer einen 100 Tausender bezeugt man in Paraguay vor Gericht schon mal einen Mord, usw. In dieser Luegenkultur sind Zeugenaussagen eher mit Vorsicht zu geniessende „Beweise“, zumal viele sich wichtig machen wollen duerften indem sie irgendwas sagen.
    Wenn der Capataz allerding schon eine „Historie“ des unbestaetigten Diebstahls hat, wohlgemerkt wieder Zeugenaussagen und Behauptungen, so sind das wenigstens schon Indizienbeweise.
    Hat eine oeffentliche Kamera die Vera Brueder allerdings gefilmt oder ein Foto gemacht, wo niemand auf die Daten und Kamera zugreifen noch manipulieren kann noch irgend ein Interesse an Manipulation hat, dann gilt das als „harter Beweis“ und damit waeren die Vera Brueder wenigstens vom Mord entlastet (hoffentlich sind dann diejenigen die Zugang zur oeffentlichen Kamera haben, nicht bestochen worden).
    Der Hoffnungen und Mutmassungen derer sind wahrlich viele…
    Man sieht also wie wichtig es ist nicht Vorzuverurteilen und Lynchjustiz des Mennonitenmobs zuzulassen sondern dass eisern die Prozessordnung und vor allem die Beweisordnung eingehalten wird. Die Mennoniten haetten schwups alle sofort ins Gefaengnis geworfen wenn erst genug Leute auf diese mit dem Finger zeigen – so verfaehrt man unter den Mennoniten immer…

  2. Ich habe mir in 17 Jahren Paraguay-Erfahrungen angewöhnt, daß ich hier zunächst niemanden glaube und schon gar nicht vertraue, bis zum Beweis des Gegenteils. Sprücheklopfen und Lügen sind hier so schnell zur Hand, wie ein Normaleuropäer nicht mal denken kann. Wetten, daß dieser Capatas ein großer Lügner ist ohne dabei rot zu werden oder Unsicherheiten zu zeigen! Nun sage mir keiner, warum ich dann noch hier bin. Genau darum bin ich noch hier, weil ich mit dieser Grundhaltung sehr gut gefahren bin und weiterhin gut fahren werde. Ich kann dies nur jedem zum Selbstschutz weiter empfehlen. Das bedeutet aber nicht, daß man sich von den Einheimischen fern halten muß. Doch immer ein Portion Mißtrauen geht vor naiven Gutglauben.

    1. Du hast wohl eher Deutsche gemeint.
      Die Deutschen in PY sind die größten Schwätzer, Sprücheklopfer und Lügner.
      Zudem noch hochnäsig ohne Ende.
      Deshalb lebe ich lieber unter Paraguayern.

      1. +1 Ich auch, 13 Jahre hier. Alle Deutschen ‚Freunde‘ abgeschafft, bis auf 2.
        Die letzte Welle war nach Horst-Wesel-Lied in Sanber zu einer Geburtstagsfeier.
        Zu den PYer:
        Alles, was der PYer nicht sofort erledigt, kannste eh vergessen. Also keine hohen Erwartungen aufbauen, desto flacher die Entäuschung.
        Noch habe Ich geschickte Hände (Hobbygynäkologe 🙂 und kann fast alles handwerkliche reparieren. Fürs Auto mache ich vieles, Rest bei einem der seltenen guten Automechaniker. Aber wenig Bedarf, da ich einen guten Toyota Umbau fahre. Auch keine langen Fahrten mehr, da ich in einem Vorort von ASU lebe, also ist der Verschleiß überschaubar.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    Ich sprach mit einigen Lateinern die genau wie das Aussehen des Capataz auf dem Niveau eines *********** sind und der sagte dass die Mutter vom den Vera Bruedern ueber Radio oder TV kam und sagte „ihre Soehne wuerden sowas nie und nimmer tun. Sie koenne sich das nicht vorstellen“. „Muttern“ also behauptets, that settles it! nach Joseph Smith dem Gruender der Mormonen. Die Vera Brueder und Sippe stammen aus Cruce Pioneros nahe Loma Plata. „Muttern“ soll auf Cruce Pioneros Chipaverkaeuferin sein. Man macht also auf Biedermeier und den unbescholtenen Spiessbuerger.
    Was auffaellt ist dass gerade Personen aus 25 Leguas (Tte Irala Fernandez) das Video gedreht haben und die Veras aus der Gegend stammen. Freunde der Familie haben das Alibi verschafft? Man kennt sich doch alle in der Pfarrei und die Pfaffen sind da sowieso alle Anhaenger der Befreiungstheologie – Katholische Stroemung der Kirche die mittels u.a. Waffengewalt die soziale Gleichheit, u.a. Kommunismus, in Lateinamerika durchsetzen wollte. Diebstahl wird als „sozial gerechtfertigt“ von dieser Stroemung angesehen. Man stammt aus der Zone und Leute aus der Zone praesentieren Fotos oder Videos die als Alibi dienen sollen. Nun das ist mehr als Verdaechtig.
    Weiter soll der Capataz mit den 7 Millionen unzufrieden gewesen sein die „die Viehdiebe“, wer immer sie auch gewesen sind, ihm gezahlt haben – das wiege nicht die Jahre Gefaengnis auf nach dem Mord.
    Anscheinend ist der Eigentuemer ueberraschend aufgetaucht, zur Unzeit und unverhoffs als die Sache ueber die Buehne gehen sollte. Der Mord war also nicht geplant (mildernde Umstaende) sondern eine Spontanloesung.
    Desweiteren haette man nach ZP30 anscheinend die Tiere nochmals gebrandmarkt, also ueber das alte Brandzeichen nochmals ein anderes Raufgebrannt. Das haette man beim Frigorifico erst zu spaet bemerkt.
    Damit muesste man „die Spur des Geldes“ weiterverfolgen nach dem Prinzip: Qui boni? Wer hat dabei was zu gewinnen?
    Wenn man weiss wer das Geld bekommen wuerde den koennte man damit mit erhaertetem Beweis als Kopf des Verbrechens ansehen. Zudem, wer hat die Tiere umgebrandmarkt? Ans Brandeisen kann letztendlich jeder kommen denn das liegt ja schliesslich nicht im Safe und wenn man dem Capataz den Lauf auf die Stirn setzt zeigt er unter Waffengewalt wo die Sachen sind. Es kann durchaus sein dass die Verbrecher den Viehbetrieb fuer ein paar Tage oder Wochen gekidnapped hatten und alle Anwesenden da in ihrer Gewalt. Genauso plausibel ist es dass alle beteiligt waren. Die Wahrheit weis wiederum nur Gott.
    Die Waffe gilt nicht als Beweis da sie eine sogenannte „Gemeinschaftswaffe“ ist, die von allen angefasst wurde und womoeglich fuer die Jagd in den Tagen und Wochen davor von allen abgefeuert wurde beim Saufen und Schweine- wie Carpinchojagen. Deswegen sind die Fingerabdruecke darauf wertlos. Auch die Waffen des Eigentuemers duerften sich die Anwesenden „geborgt“ haben was ja nicht unueblich ist – fuer Jagdzwecke.
    Vermutungen, Hoerensagen, Indizienbeweise – aber wiederum keine wirklichen „harten“ Beweise.
    Schaun wir dann mal weiter die Serie: How to Get Away with Murder (2014) von Netflix.

  4. @Lucio
    @xyz
    Tja, und IHR BEIDE SELBST seit dann natürlich KEINE Deutschen bitte???!!
    Was ein Nonsens. Das Problem liegt doch ganz woanders….. hier wird untergetauchten, kriminellen Deutschen wie Österreichern die Möglichkeit geboten easy unterzutauchen. Ja, und dieser Menschenschlag tummelt sich hier im Übermaß, so einfach ist das. Mal zum Nachdenken, es gibt es ca. 80 Mio Deutsche aller Couleur auf der Welt. Ehrliche, hilfsbereite, fleißige und gewissenhafte (in meinem alten Freundeskreis in D und ohne diese Deutschen wäre es Nie so sauber und ordentlich dort), Freaks, AfD’ler, Grüne, Tierschützer, Kritiksüchtige, Esoteriker, Pedanten, Trinker, Kriminelle….alles dabei. Wobei die letzteren eher hier gelandet sind.

    1. @freedom, Du hast ‚Alle … bis auf 2 …‘ verstanden? Nein? Dann lies nochmal, gaaaaanz langsam, was ich schrieb!. Danke

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