Chaco: Eine Schule ohne Mädchen?

Mariscal Estigarribia: Eine Schule ohne Mädchen? Für viele unvorstellbar, für andere ganz normal. Auch im Chaco wird darüber nachgedacht, obwohl die Entscheidung darüber noch nicht gefallen ist.

Die Landwirtschaftsschule in Mariscal Estigarribia geriet in die Schlagzeilen, nachdem es dort zu sexuellen Belästigungen von Schülerinnen gekommen ist.

Der Direktor der Bildungseinrichtung, Guillermo González, sagte, er wünsche nicht, dass seine Institution die Türen für Mädchen schließe. Er verteidigte die Ausbildung von Schülern und Schülerinnen. „Die Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten sind für jeden gleich. Es ist unsere Absicht, dass wir den Schulbetrieb wie gewohnt weiterführen“, sagte er.

In dieser Schule nahm man vor vier Jahren die ersten weiblichen Auszubildenden auf, umso einen Schritt in Richtung landwirtschaftlicher Ausbildung für junge Frauen im Chaco anzubieten. Einige Lehrer sagten jedoch von Anfang an, dass es Schwierigkeiten bei der Verwaltung der Einrichtung mit gemischten Modalitäten gegeben habe.

Vor einigen Wochen gab es Berichte über sexuelle Belästigung von Schülerinnen innerhalb der Einrichtung durch einen Wachmann sowie über die Schwangerschaft einer Angestellten. Nach den Ereignissen wurde die Möglichkeit diskutiert, Mädchen nicht mehr zuzulassen.

González sagte, die Umgebung sei jetzt ruhiger und es gehe darum, Wachpersonal zu finden, das ein Profil für die Praktikanten habe, sodass sie das Vertrauen und die Unterstützung der Eltern und der gesamten Bildungsgemeinschaft hätten.

Die Ausbildungsstätte hat 65 eingeschriebene Schüler, von denen in diesem Jahr zwei weibliche Schüler die Einrichtung verlassen haben, um die Arbeit ihrer Eltern auf dem Hof zu übernehmen. Die Pennäler kommen aus verschiedenen Teilen des Chacos und aus einigen Bezirken der Region Oriental.

González wies darauf hin, dass das Gebäude saniert worden sei. Zudem habe man die Ausbildung der Ziegen, Schweine- und Viehzucht reformiert sowie neue landwirtschaftlichen Maschinen und Werkzeugen gekauft.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Chaco: Eine Schule ohne Mädchen?

  1. Man könnte ja erfinden die Mädchen und Jungs etwas getrennt auszubilden (gemeinsame und separate Unterrichtsstunden) und dass die Mädchen von einer weiblichen Person betreut werden, was die Wahrscheinlichkeit von sexueller Belästigung um ein Mehrfaches reduzieren könnte.
    Ist ja nur so eine Idee von mir, aber glaub die Ömer habens erfunden. Doch nach der Erfindung des Ziegelsteins aus 10% Zement und 80 % Kunststoff durch hiesige Forscher bin ich zuversichtlich, dass das auch in Paraguay erfunden werden kann. Toi, toi, toi.

    1. „sexuelle Belästigung von Schülerinnen innerhalb der Einrichtung durch einen Wachmann“
      Wie wäre es mit weiblichem Wachpersonal? Die Moslems ließen ihre Harems durch Eununchen bewachen.

      1. Die Moslems ließen ihre Harems durch Eununchen bewachen.Oh,Oh!
        Hier gab es auch schon Probleme. Eununchen konnten zwar keine Kinder zeugen, ja,ja,
        so einige Eununchen trugen ihren Kopf zwischen den Beinen oder zwei Köpfe zwischen den Beinen. Die Haremsdamen waren auch nicht so sicher vor den Eununchen.
        Der Henker hatte ab und zu auch was zu schaffen!

        1. Fehler gibt es immer wieder, auch Frauen bieten keine Garantie.
          Und die Probleme die mit den Jungs auftreten können.

  2. Probleme gab es, weil das einfach Biologie ist. Deshalb ging es auch manchmal nur mit Henker. Jetzt jedenfalls mit einem Heer an Gleichstelllungsbeauftragtinnen, Psychologen, Antidiskriminierungsexperten, Sexuelle Belästigungsparagraphen, Grapsch und Schauverbote etc. geht gar nichts mehr. Das ist grundsätzlich so einfach, dass es kein Thema sein dürfte.