Chaco: Fast verhungert und verdurstet

Teniente Américo Pico: Eine Gruppe von Arbeitern, die aus dem Bereich Horqueta kam, um auf einer Estancia zu arbeiten, wurde falsche Lohnvorstellungen gemacht. Erst vor Ort wurde klar, dass es Versklavung bedeutet. Danach wurden sie sich selbst überlassen.

Am vergangenen Sonntag wurden 12 Männer aus der Zone um Horqueta nach Teniente Américo Pico gebracht, wo sie eine Estancia reinigen sollten. Einmal angekommen, hielt der Chef den vereinbarten Lohn für zu hoch und forderte zudem Arbeitszeit von 04:00 Uhr morgens bis 20:00 Uhr abends. Keiner der 12 Männer war damit einverstanden. Dies sorgte dafür, dass der Eigentümer der Estancia, der auch aus Horqueta stammen soll, sie für den ersten Tag Arbeit nicht entlohnte, ebensowenig für ihre Rückreise aufkam. Die 12 Männer entscheiden sich zu laufen und kamen ungefähr 30 km weit. Ein Mann mit dem Nachnamen Castillo, der vier der 12 Männer am Wegesrand sah, nahm sie mit nach Mariscal Estigarribia. Danach machten sich die Polizisten aus Tte. Montanía auf, die restlichen 8 Männer zu retten, die 40 km zu Fuß zurücklegten.

In Mariscal Estigarribia angekommen, aßen und tranken sie etwas, denn sie waren sehr dehydriert. Nach einer Nacht im Kommissariat wurden sie nach Filadelfia gebracht, von wo die Polizei sie nach Horqueta bringen ließ.

Die Betroffenen sind Alfredo Javier Caracho Fernández (18), Farminio Manuel Dávalos Martínez (18), Miguel Ángel Caracho (42), Virgilio Del Rosario Torales Piris (21), Ever Ramón Candido Benítez (21), Francisco Candido Ramírez (44), Nicolás Candido Ramírez (48), Merardo Ovelar Diana (57), Luís Javier Torres Valenzuela (21), Orlando Javier Aguilera Caballero (18), Santiago Casco Núñez (20) sowie ein 16-Jähriger.

Der Name des Eigentümers der Estancia blieb anonym. Des Weiteren wollen die 12 Personen keine Anzeige machen, da es einer aus ihrem Ort ist. Angeblich handelt es sich um einen Mann mit brasilianischer Nationalität.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Chaco: Fast verhungert und verdurstet

  1. „Des Weiteren wollen die 12 Personen keine Anzeige machen, da es einer aus ihrem Ort ist.“
    Na dann scheint doch alles in bester Ordnung zu sein. Nur ein kleiner Zwist unter Nachbarn. Offensichtlich haben die 12 ihren fehler eingesehen.

      1. Dass sie sich geweigert haben 16 Stunden am Tag für weniger als den versprochenen Lohn zu arbeiten. Erst musste ihnen 30 km lang die sommerliche Chacosonne die Birne weich kochen, bis sie es eingesehen haben.
        Um Missverständnisse vorzubeugen, das war sarkastisch gemeint.

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