Chaco: Mörder sind gefasst

Cruce Pioneros: Kurz nach 14:00 Uhr wurden heute Nachmittag die Brüder José (39) und Carlos Vera (34) verhaftet. Der Capataz, Vicente Ramirez (40) versicherte, dass sie die Tat vollbrachten.

Anscheinend sind die Gebrüder Vera das Schlüsselglied für alle gut organisierten Viehdiebstähle im zentralen Chaco. Bei dem Diebstahl von rund 100 Rindern, von denen 87 im Schlachthof Athena Foods in Belén, Departement Concepción gefunden wurden, nutzte man gefälschte Transportpapiere, die anscheinend einfach zu bekommen sind. Ein Prüfposten auf dem Weg nach Belén verifizierte sogar die Tiere.

Staatsanwalt Celso Morales, erklärte, dass kurioserweise der Mittelsmann für den Verkauf der Tiere an den Schlachthof einen offenen Haftbefehl wegen Viehdiebstahls hatte.

Laut letzter Aktualisierung wurden mehr Personen vernommen als verhaftet blieben. Dennoch gibt es derzeit fünf Verhaftete: Vicente Ramírez, seine Frau, Elizabeth Duarte, ihr Ex-Mann Elvio Yegros sowie José und Carlos Vera.

Die gestohlenen Langwaffen fand man beim Angestellten der Estancia Taguato, die er mit nach Fernando de la Mora nahm. Er erklärte der Polizei, dass er gezwungen wurde mitzumachen und finanziell entschädigt wurde.

Martín Camperchioli, der Präsident des Tierhygieneinstitutes Senacsa, erklärte, dass seine Behörde sich habe nichts zu schulden kommen lassen. Herr Cesareo Antonio Duarte Galeano (35) beantragte die Transportpapiere am letzten Freitag für mehr als 80 Tiere. Er gab an, dass es seine Tiere waren. Dass das Brandzeichen der Familie Ayala nicht damit übereinstimmte, fiel natürlich keinem bei der Senacsa auf.

Wochenblatt / Ministerio Publico

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6 Kommentare zu “Chaco: Mörder sind gefasst

  1. Der auf dem Bild links sieht wie ein durchgewinterter Mörder aus. Der rechte scheint mehr ein psychisch kranker Mitläufer zu sein. Sieht zudem wie ein Benzodiazepine konsument aus.

  2. Trotz der Tragik, ein großes Kompliment an die örtliche Polizei für die schnelle Ermittlungsarbeit. Von ihr können sich die Kollegen in Asunción eine fette Scheibe abschneiden!

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    Also etwas stimmt da nicht.
    Ich versteh das so dass der Eigentuemer oder sein Capataz die Transportpapiere legal beantragte, dann wurden die Tiere abgeholt, der Eigentuemer erschossen und die Tiere kamen legal beim Frigorifico an.
    Da fehlt nur ein Detail: der Frigorifico zahlt natuerlich nur aufs Bankkonto des Eigentuemers der Marke, dem Toten, den man ja kennen duerfte und es auffallen wuerde wenn auf einmal ein anderer das Geld kassierte und andere Bankdaten auftauchen.
    Die ganze Sache stinkt irgendwie denn weder Senacsa, noch der Schlachthof noch die Transporteure, noch sonstwer haben sich ja irgendwie zuschulden gemacht da sie ja nur den legalen Viehtransport gemacht haben.
    Man muesste sie alle freilassen aus Mangel an Beweisen. Denn keinem kann man irgendwas nachweisen, nicht mal die Moerder ausser Hoerensagen, selbstbelastende Aussagen der Taeter deren selbstbelastendes Gestaendnis durch Polizeifolter zustande kam – aber keine „harten Beweise“.
    Man haengt den Leuten halt was an weil die Mennonitenmasse (populacho) auf diese mit dem Finger zeigt.
    Nur demjenigen, auf dessen Konto das Geld floss kann man die moralische Taeterschaft nachweisen – die anderen koennen durchaus von nichts gewusst haben. Der LKW Fahrer war nur Fahrer, der Frigorifico nur Aufkaeufer, Senacsa hatte gueltige Papiere ausgestellt auf Antrag des Eigentuemers den man allgemein kennt, usw.
    Wer denn hat von der Sache profitiert? Bis soweit niemand.
    Es gibt also, wie auch beim Fall Harder aus Neuland, wiederum keinerlei eindeutige „harte Beweise“ sondern nur Mutmassungen, Indizienbeweise, Volkslynchjustiz (popolus) und Hoerensagen.
    Keiner hat das gefilmt, noch gesehen (Augenzeuge), noch hat man die Telefone verglichen, noch Audio aufgenommen – welches alleinig gueltige Beweise sein duerften. Selbstbelastungen sind als Beweise sogar in der hiesigen Bananenrepublik nicht zulaessig, zumal man allgemein weiss dass Gestaendnisse aufgrund von Drohungen und Folter ohne Anwaltspraesenz zustande kommen. Man sollte alle Fleischexporte verbieten wegen mangels an Rechtsstaatlichkeit – eben, mehr Mennoniten bedeuten weniger Rechtsstaat und mehr Korruption.
    Wenn jedes Rind 400 Kg wog so ergab das eine Summe von 400 Kg x 100 Rinder x 5000 Gs/Kg Lebendgewicht = 200.000.000 Guaranies oder rund 28.000 Euro. Davor kann 1 Paraguayerfamilie rund 90 Monate lang Leben (oder 7.5 Jahre) nach dem Mindestgehalt verrechnet.

  4. Beat Löwen-Bräu

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    Da kann Martín Camperchioli, der Präsident des Tierhygieneinstitutes Senacsa, auch nichts dafür, gehst einfach hin und beantragst Transportpapiere, reichst die erforderlichen quadratisch-grünen Dokumente ein und sagst, das seinen deine Tiere und gut ist.
    Ja, auch morgen noch, der Señor wird weiterhin zur Verfügung stehen. Die schuldigen Borkenkäfer, Ozonlöcher, Waldsterben und BSE müssen sich jetzt aber warm anziehen, nicht nur weil es kalt wird, sondern weil man in hiesigen Beatmetenhäusern hart gegen Korruption vorgehen wird.

  5. Die Senacsa,ist mit der größte Dreckshaufen gleich nach der Ande.Papiere zu bekommen kein Problem.Korupt bis ins kleinste .Alles schon durch,selbst versuchte Viehdiebstähle hatten wir.Und die Penner am Kontrollpunkt paar Scheine und schon gibt’s Stempel.Kann jeden Estancias Besitzer raten.,alles selber kontrollieren und nie alleine lassen.Das ist das Los eines Estancia Besitzer,nur gutes Personal mit Waffen.Dir ersten Jahre habe ich auf die Diebe geschossen und seid dem habe ich Ruhe.Hier haben viele paar Leichen im Boden(Sprichwort).

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