Chaco: Umfassendes Geständnis abgelegt

Filadelfia: Der Ex-Capataz der Estancia Taguató legte nach mehreren Versionen nun ein umfassendes Geständnis ab. Um seine Frau zu schützen sagte er alle vier Personen umgebracht zu haben.

Gegenüber Radio Monumental bestätigte Staatsanwalt Andrés Arriola, dass der Ex-Capataz seine Version ungefähr 7 Mal änderte. In der letzten und wichtigsten, da sie vor dem Staatsanwalt getätigt wurde und bindend ist, gestand er ein, seinen Arbeitgeber Alcibiades Desiderio Ayala Coronel (73), dessen Ehefrau Francisca Nidia Núñez Romero (71) und die zwei Enkel ermordet zu haben.

Es wird angenommen, dass er dies sagte, um seine Ehefrau zu schützen, von der man annimmt, dass sie den siebenjährigen Jungen erschossen hat. Staatsanwalt Arriola erklärte, dass die Kinder von Ramirez, ein 14-jähriges Mädchen und die zwei Enkel beim Zusammentreiben der Rinder behilflich waren und letztere erst danach umgebracht wurden.

Die Staatsanwaltschaft kam durch das schlimme Verbrechen einer Bande auf die Spur, die es sich zur Aufgabe machte Rinder zu stehlen und zu verkaufen. Unglücklicherweise kamen die Eigentümer der Estancia unerwartet zurück und den Beiden blieb nichts anderes übrig sie zu ermorden, damit ihr illegales Handeln nicht entdeckt wird.

Wochenblatt / Radio Monumental

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3 Kommentare zu “Chaco: Umfassendes Geständnis abgelegt

  1. In nicht langer Zeit, hat die Estancia einen „neuen Besitzer“, ein Politbandit. Hier gilt, willst Du nicht mein Freund sein, und verkaufen, für einen kleinen Preis, schlag ich Dir den Schädel ein. Schon ist irgend jemand um eine Estancia reicher. Der Capataz, hält erst mal den Kopf hin, bis Gras darüber gewachsen ist.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    Das ganze riecht in der Tat nach Auftragsmord – und in Paraguay reicht es wohl schon dass der Riecher einen ins Gefaengnis bringt.
    Wie das „Gestaendnis“ zustandegekommen ist kann man sich lebhaft denken.
    Staatsanwalt: „willste fuer 30 Jahre einfahren oder nur 20?“.
    Capataz: „na 20 waeren mir dann doch lieber“.
    Staatsanwalt: „na dann leg schnell ein Gestaendnis ab und es sind 20 der Niedlichen“.
    Capataz: „Trato apua; Abgemacht“.
    Nix Beweise so hilft nur ein Gestaendnis um der Oeffentlichkeit den Suendenbock zu praesentieren.
    Dass die Capatazfrau die Kinder mit dem 22 WMR Gewehr erschoss ist sehr atypisch fuer Frauen – normalerweise duerfte sie die Kinder schon nur um ihrer Kindheit beschuetzen wollen.
    Was auffaellt ist dass die Kinder des Eigentuemers selber halfen das Vieh einzutreiben. Da muss ja der Viehverkauf mit Wissen des Eigentuemers vonstatten gegangen sein. Zumal der Eigentuemer wahrscheinlich gerade wegen dem geplanten Viehverkauf anreiste. Da stimmt was nicht.
    Das bedeutet aber auch dass das Brandzeichen des Fremden schon vor dem Vieheinholen draufgeaetzt wurde und man eben beschloss den Eigentuemer zu toeten bevor er das bemerkte wenn das Vieh im Corral ist.
    Kugeln hat man wohl keine gefunden, eine kriminelle Vereinigung wie will man das nachweisen? und auch ein Auftragsmord duerfte nicht ganz vom Tisch sein. Qui boni? Wer erhielte das Geld? Lud man die Tiere des 3. LKW spontan nur irgendwo ab aus hysterischer Angst nach den Morden oder auf Weisung des Paechters des Viehbetriebes?
    Es deutet darauf hin dass der Eigentuemer anreiste um das Vieh zu verkaufen und dem Capataz seinen Lohn zu bringen wenn die Enkel des Eigentuemers selber halfen das Vieh einzutreiben.
    Es gibt mehr Fragen als vorher.
    Die ARP (Asociacion Rural del Paraguay), sprich Viehzuechterverband (der ermordete Eigentuemer war Mitglied in diesem Exklusivverein), will jetzt eine Liste machen wo alle Arbeitgeber auf dem Land ihre Arbeiter eintragen koennen und nachsehen ob die ein Strafregister haben und man kann da wohl auch selber online reinschreiben ob der Angestellte was gestohlen hat, immer meckerte, usw so dass andere das nachsehen koennen wenn dieser nach Arbeit vorstellig wird und er den dann ablehnen kann wegen der Eintrage seiner vorigen Arbeitgeber. Das Empfehle ich schon seid Jahren als landesweites Register, aber leider erlaubt sowas das Arbeitsgesetz nicht – scheiss draufs Gesetz wird sich die ARP sagen. Schlimmt der Arbeiter staendig und ist unzufrieden, zack gibts nen Eintrag und der Typ bekommt nirgendswo mehr arbeit im Land.
    @Hans Feindegger hat recht was er in vorherigen Posts schrieb.
    Da ist ein Schweizer Viehzuechter in Tte Irala Fernandez (fast auf Nachbarschaft der Vera Brueder) der es so macht wie du empfiehlst. (Josef) Buchert mit Namen glaube ich. Nach Hoerensagen verbietet er seinen Angestellten mit Aussenstehenden zu komunizieren oder rauszufahren. Vor einiger Zeit Band man ihn des Nachts an trotz seines 44 Magnum Revolvers den er immer mit sich fuehrt der ihm nicht viel half. Ab dann schritt er nicht mehr hundallein des Nachts seine Grenzen ab aus Angst das jemand ihm auflauerte. Normalerweise schiesst dieser Schweizer jedem Fremden vor die Fuesse mit dem 44 Mag als Warnschuss – einmal schauten Leute von der oeffentlichen Strasse auf sein Grundstueck und partout flog ihnen eine Kugel vor die Fuesse in den Sand. Nach dem Anbindeerlebnis soll er etwas zahmer und friedfertiger geworden sein, so sagt man.

  3. Unglaubwürdige Geschichte

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    Ganz ehrlich geschrieben, so blöd kann nicht mal ein Bueneducado sein, und das will was heißen, dass er da, wo er arbeitet einen 4-fach-Mord ausführt aus Gründen niederträchtiger Bereicherung, indem nach dem Mord +o- 200 Rinder abtransportiert wurden.
    Einen solchen Mord kann ich mir durchaus aus dem Affekt vorstellen, beispielsweise aus einem Streit heraus.
    So wie die Geschichte offiziell abgelaufen sein soll und dazu noch mehrere Behörden bestochen wurden betreffend Transportpapieren, Umbrennen der Brandzeichen etc., ist das Ganze für mich doch recht unglaubhaft.
    Wenn man so was plant müsste man Nerven wie Stahl haben, denn die Ersten, die nach so einem Mord befragt werden, sind sicherlich die Arbeiter. Noch ein Aber: Aber im zweit korruptesten Land nach Venezuela, gemäß Statistik, ist die Geschichte für mich unglaubwürdig, jedoch nicht erstaunlich.
    Nun, aufgrund der niedrigen Summe, die die Schlachthöfe für die Viecher bezahlt hätten, glaube ich jedoch trotzdem, dass da kein Sündenbock den Kopf hin halten muss, sondern, dass der Täter wirklich so blöd ist und nicht wissen konnte, dass er als erster Verdächtige von der Justiz in die Mangel genommen wird. Nun hat er genügend Zeit darüber nachzudenken. Die armen Opfer, insbesondere die armen Kinder.

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