Copaco verliert fast 300.000 Kunden

Asunción: Nach Angaben von Gewerkschaftsführern hat die paraguayische Kommunikationsgesellschaft Copaco derzeit nur 160.000 Kunden. Der schlechte Service scheint ein Hauptgrund der Misere zu sein.

Vor dem Jahr 2000 hatte die staatliche Telefongesellschaft rund 450.000 Klienten. Nach der Inbetriebnahme des Internet-Dienstes und einem Anstieg um das Fünffache bei dem Gebrauch von Mobiltelefonen wurde diese Zahl auf 390.000 Kunden reduziert. Jetzt sind es nur noch 160.000.

Für Gewerkschafter ist das Problem klar: Die Verantwortlichen in dem Staatsbetrieb werden vom Präsidenten der Republik nach politischen Aspekten und nicht nach dem technischen Profil ernannt.

Millionen von US-Dollar wurden in den Ausbau von Netzwerken, den Kauf von Technologien und sogar in die Mobiltelefonie (VOX) investiert, jedoch ohne Erfolg, was zu wirtschaftlichen Verlusten und nicht zu Gewinnen führte.

Copaco und ihre Tochtergesellschaft Vox (Hola Paraguay) verzeichneten im Geschäftsjahr 2018 einen wirtschaftlichen Verlust in Höhe von rund 50 Milliarden Guaranies. In früheren Jahren war es nicht anders.

Die größte Gewerkschaft der Arbeiter im Sektor der Telekommunikation (Sinattel), kündigt einen Generalstreik innerhalb von zwei Wochen an, wenn der derzeitige Direktor von Copaco, Sante Vallese, keine Maßnahmen ergreift, um die Abwanderung der Kunden zu stoppen und die Arbeitsbedingungen der Beamten nicht zu verbessern.

Das Problem ist, dass das Unternehmen laut der Gewerkschaft keine Politik der Aufmerksamkeit gegenüber Kunden und Technikern habe.

Wenn eine Leitung beschädigt ist oder ein anderes Problem auftaucht, dauert es Tage, Wochen oder sogar Monate, bis die Mängel behoben werden. Dies führt dazu, dass Kunden zu anderen Unternehmen wechseln.

Wochenblatt / ABC Color

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11 Kommentare zu “Copaco verliert fast 300.000 Kunden

  1. Das ist doch den Angestellten der staatlichen Copaco egal, erhalten ihre 350 UD$ monatlich auch so und dass der Laden dadurch irgend wann zumachen kann, davor wurde ihnen von ihrer Profesora und von Papa/Mama nichts erzählt. Dafür können sie Feuerchen machen. Das ist doch auch schon mal was.

  2. Copaco hat null Interesse am Kunden, was bei Tigo noch um ein Vielfaches heftiger ist!
    Generell haben Firmen null Interesse an Kundenzufriedenheit, sowas ist in Paraguay irrelevant!
    Go Internet läst mich 3 Wochen ohne Internet und verlangt dann trotzdem den vollen Monatsbetrag, interessiert den Boss schlicht nicht!

  3. es ist egal wo man ist hier in PY, ob tigo, personal oder claro … als ersters wird man von nägelpinturas tussnelden empfangen wenn man glück hat und diese nicht gerade beschäftigt ist mit kollegenflirt oder mit ihrem privathandy spielt. dann hat man eine unkompetenz sondergleichen was schon an eine grenzenlosigkeit zeigt wo man sich denkt hat sich die tussi auf den stuhl —– oder wer hatte hier das sagen das sie dort sitzen darf. bei den männern – die paar wenigen – ist es aber eigentlich nicht viel anders. naja, das resultat ist man geht halt einfach wieder ohne das irgendwas „repariert“ oder „gelöst“ wurde. aber zahlen darf man immer gleich, da sinds die schnellsten.

  4. ich weiß nicht wie man das nicht verstehen kann. Kunden bringen Geld. Kein Kunden kein Geld. Ist eigentlich einfach.
    Bin schon mehrfach wortlos aus Geschäften, weil mir entweder Mondpreise genannt wurden, oder die 300€ Angestellte lieber whatsappt als mir was zu verkaufen.
    beim Internet geht es ja nicht anders. es gibt zwar Alternativen, aber dauerhaft zu teuer.
    https://www.glocalme.com
    Alles andere kommt für mich mit der Post aus Europa.
    Aber gut. Wahrscheinlich bin ich trotzdem der Dumme.
    Ich habe zwar die Uhr, aber die paraguayischen Firmen haben die Zeit ( in der Nichts, aber auch wirklich Nichts passiert)

  5. Die Copaco ist doch nicht für Leistungen und zufriedene Kunden da, sonder erfüllt als Hauptaufgabe sozial Zwecke, indem sie abgehalfterte, träge und bewegungslose Amigos beschäftigt, zum alleinigen Zweck, bei der nächsten Wahl an der richtigen Stelle das Kreuzchen zu machen. Ein echter Horrorbetrieb, aber nicht der Einzigste im Land.

  6. Versuche, um den Konkurrenzkampf aufnehmen zu können mit den im Land ansässigen Firmen der Mobiltelefonie, wurden jedenfalls gemacht. Was aber daraus geworden ist im Laufe der Zeit, als ich dann Paraguay verlassen hatte, ist mir nicht bekannt. Gerade die COPACO S.A. hat eine Vorzugsstellung in Paraguay, denn sie hat die einzige in Paraguay bestehende Lizenz für Internet, was aber auch nur eine Unterlizenz ist, denn sie ist abgetreten von Argentinien und wurde schon von Paraguay den Argentiniern um einen Überpreis abgekauft. Trotz allem hat die COPACO den Vorteil, wiederum die Lizenz weiterreichen zu können mit einem weiteren Preisaufschlag an TIGO, Personal, Claro etc.etc., so daß al im Preis mit COPACO niemand konkurrieren kann, was auch nicht der Fall ist. Wenn allerdings Privat-Provider wie TIGO usw. z.B. ein Internet in der Geschwindigkeit z.B. von 2 MB/sec. anbieten für einen bestimmten Betrag, und in Wirklichkeit nur 700 kb/sec. liefern, dann sieht das Angebot auf den ersten Blick billiger aus als jedes Angebot von COPACO, und ist es freilich nicht, was dies auch gar nicht möglich ist. COPACO hat eben jahrelang nicht mehr „gekämpft“ um den Markt, das ist die einzige Erklärung, warum COPACO so viele Kunden verloren haben soll. Dazu kommt natürlich noch der Kundendienst betr. Reparaturen von Installation, wobei man u.U. wochenlang ohne Anschluß bleiben kann. Reklamiert man per Telefon, warum niemand kommt, erhält man lediglich zur Antwort, man habe die Reklamation registriert und den Technikern zugeleitet, die werden dann schon irgendwann einmal kommen, aber man müsse zu Hause sein, sonst könnte man noch viel mehr Zeit verlieren, denn eine weitere Reklamation muß dann wiederum neu registriert werden. Im übrigen hat die COPACO S.A. keine Beamten, wie in einem der obigen Leserbriefe behauptet wird, sie hat aber sehr wohl Angestellte. Beamte hatte sehr wohl der ehemalige Staatsbetrieb ANTELCO, und nach dessen Umwandlung in eine AG kann sie keine Beamten mehr haben. Die Leitung dieser Firma allerdings hängt nach wie vor eng mit der Politik zusammen, und das ist wohl auch der Nachteil der COPACO im Vergleich zu den Privatfirmen TIGO etc.

    1. Martin, du hast schon recht, was damals war. Ich bezahle für einen 2Mbit/ s bei Copaco runde 200.000 G, wovon , wenn es funktionierte, höchstens 400kbit/s ankamen. Dann kam die Ausfallzeit hinzu, wo Copaco gar kein Internet liefern konnte, da ausgefallen. Jetzt habe ich Tigo glasfaser, 20Mbit/s, die auch zu 75% geliefert werden, Schwankungen zwischen 25Mbit und 14Mbit sind drinnen, aber es läuft stabil (ziemlich) und kostet keine 200.000G, nur für Internet. Mit Tele zusammen, funktioniert auch bei Regen, bezahle ich 230.000G pro Monat. Also ist Copaco mit Ihren einfachen Kupfer Kabeln zurück in die Steinzeit versetzt worden. Die haben nichts aber auch garnichts investiert.

      1. lieber eggi, grunsätzlich hast du recht und bist einer der wenigen die sich halt über 20 Mbit glücklichschätzen können. fakt ist halt nur, dass die ganzen glasfaserkabeln die halt so im land herummontiert sind der Copaco gehören, d.h. TIGO mietet auch nur ein Adernpaar oder mehrere und betreibt darauf das Internet. Und die LastMile gerade am Land geht halt nur mal mit Kupfer, Wifi oder Wimax. letzteres habe ich mit 2 Mbit bei ca. 9 km entfernung und da sollte man eigentlich schon auch locker 10 mbits draufknallen können, wird aber nicht gemacht. und überdies wenn ich mal 900 kBit bekomme dann bin ich eh glücklich. deutsches fernsehn ist meistens gar nicht möglich, youtube lauft aber einwandfrei … da spielt halt kein Filter dazwischen

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