“Wir bewegen uns auf eine Bananenrepublik zu“

Fuerte Olimpo: Eine Vielzahl von katholischen Gottesdiensten findet im Laufe der Karwoche statt. Einige Predigten der Geistlichen symbolisieren die Zustände in Paraguay und sparten nicht mit Kritik.

Der Bischof aus dem Chaco, Monsignore Gabriel Escobar, rief die politische Klasse des Landes dazu auf, die Justiz nicht mehr zu Gunsten ihrer persönlichen Interessen zu manipulieren und diese heilige Woche zur Besinnung zu nutzen.

Während seiner Predigt kritisierte der Bischof die glaubwürdigen Handlungen der Mitglieder des Magistratsrates im Zusammenhang mit der Entlassung des erstinstanzlichen Richters von Puerto Casado, Domingo Vera.

Er sagte, der Richter sei aus seinem Posten entfernt worden, weil er sich für die Bevölkerung eingesetzt habe und nicht die Interessen großer Unternehmen vertreten habe. Dies zeige eine offene Manipulation der Justiz.

„Unsere Behörden müssen über die Einstellungen und Verhaltensweisen nachdenken, die sie gegenüber den Menschen zeigen, insbesondere die schlechte Situation unseres nationalen Parlaments. Unsere Parlamentarier vergaßen, Gesetze für die Gesellschaft zu erlassen und strahlen ihre besonderen Probleme nur inmitten einer Inkohärenz und weit verbreiteten Gewalt aus, die Traurigkeit und Scham hervorruft „, sagte Escobar.

„In diesem Stadium bewegen wir uns auf eine Bananenrepublik zu, in der die Parlamentarier vergessen haben, ihre Pflichten gegenüber allen Bürgern zu erfüllen und nur nach persönlichem Einkommen suchen“, fügte er hinzu.

Escobar sagte auch, dass, während Tausende von Menschen unter dem Hochwasser leiden, die Verantwortlichen nur wenig Elan an den Tag legen würden. „Unsere Behörden sollten endgültige Lösungen für diese traurige Realität finden, die sich fast Jahr für Jahr wiederholt. Keiner denkt bei diesem Thema langfristig. Es fehlt an einem echten Willen für dauerhafte Abhilfe zu sorgen „, sagte der Bischof.

Escobar machte diese Kritik in der Predigt am Palmsonntag in der Kathedrale Maria Auxiliadora von Fuerte Olimpo.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu ““Wir bewegen uns auf eine Bananenrepublik zu“

  1. Wenn die Institution Kirche in Paraguay moralische Verfehlungen anprangert ist das so als ob ein Rauschgifthändler von den Auswirkungen des Drogenkonsums warnt. Immer diese Scheinheiligkeit, gerade die Raffgier und das weltfremde Verhalten ist ja wohl ein Markenzeichen der Kircheninstitutionen. Allein das Zölibat wurde einzig aus dem Grund eingeführt um die materielle Grundversorgung der Institution Kirche sicherzustellen und nicht wegen irgendwelcher moralinsauren Ansprüche, wo keine Familie ist sind auch keine Erben und finanzielle Verpflichtungen, alles bleibt in der Kirche ! Aktuell im Fall der abgebrannten Kathedrale in Paris sind schon Millionen an Spendengeldern eingegangen um ein Steingebäude wieder aufzubauen das im Mittelalter unter Frohnarbeit errichtet wurde. Wäre es da nicht sinnvoller für einen humanitären Zweck Geld zu Sammeln ?
    Aber wieso eigentlich überhaupt Geld sammeln, die Kirchenschatullen sind randvoll, damit könnte man ja ganz Paris mit Blattgold veredeln.

  2. „Wir bewegen uns auf eine Bananenrepublik zu?“
    Paraguay ist DIE Bananenrepublik!
    Ich kenne kein rückständigeres und korrupteres Land, welches über derartige Einnahmequellen verfügt und dessen Bevölkerung trotzdem so dumm gehalten wird?

    1. Richtig…. genau so ist es, wobei noch zu bemerken ist das die Bananen ilegal eingefuehrt werden denn einheimische Bananen bedeuten Arbeit und welcher Einwohner dieser vorzeige Rebuplik will schon arbeiten

      1. Warum illegal eingeführt, brauche ich eine Genehmigung um mir die Banane einzuführen? Spaß bei Seite. Bananenstaat oder Republik, kommt daher, weil jeder weiß, das die Banane nicht gerade ist und die Gesetze und die Verfassung hingebogen wird, wie jeder es braucht.

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